Montag, 29. Oktober 2012

Umschwung.

Ich wollte was ganz anderes bloggen. Ja ehrlich, ich wollte euch erzählen von meinem super-heißen Referendaren, der meine Laune in Englisch gesteigert hat. Und wie toll das Gespräch mit meinem Lieblingslehrer war, aber dann gehe ich bei Skype online, weil S. was mit mir klären wollte, keine Ahnung was und wer schreibt mich an, eine Sekunde nachdem ich online bin? Nein, nicht S., sondern A.. Weiß er eigentlich wie lange ich darauf gewartet habe? Weiß er wie oft er es mir versprochen hat? Ich wollte dich vergessen und ich war so wunderbar gefühlslos, was mich zwar noch kaputter gemacht hätte mit der Zeit, aber es war so ruhig in mir. Und jetzt atme ich schneller, obwohl du nur geschrieben hast. Jetzt hoffe ich, dass du auf jeden meiner Sätze antwortest, damit das Gespräch nicht endet und ich meine Gefühle wieder in den Müllsack sperre. Er fragt, wie es mir geht. Ich antworte ihm, dass es mir gerade etwas besser geht. Und es ist nicht gelogen. In dem Moment ist es die Wahrheit. Wir reden darüber, dass er bald Urlaub hat. Dann schickt er mir ein Video, weil er mir mitteilt, was er macht. [siehe Unten]. Ich lese den Titel und schlucke. Ja, klar, mach mit nur einem Link alles wieder schlimmer. Verdammt, A., ich dachte wir wären damit durch? ich dachte, ich könnte endlich was neues finden, auch wenn es der Tod wäre. Und jetzt werfe ich wieder alles über den Haufen, weil du mir schreibst, weil du mir von deinem Wochenende ohne Pläne erzählst. Willst du eigentlich, dass ich hier sitze und mir sage: "Er hat bestimmt kurz darüber nachgedacht, was mit mir zu machen" und am Ende doch zum Entschluss komme, dass es Schwachsinn ist. Willst du das? A., ich hab so sehr gehofft, dass wir schon weiter sind. Dass wir, nein, dass ich über den Status hinweg wäre.

 

Sonntag, 28. Oktober 2012

Nichtmal Leere bleibt.

Ein Gefühl, das man mit Leere nicht annähernd beschreiben kann, ist in mir drin. Ich sitze vor dem Pc, starre auf das leere Weiß. Ich habe keine Worte, die ausdrücken, was ich nicht denke, was ich nicht fühlen kann. Ich denke nicht, ich fühle noch weniger. Ich dachte immer, dass es das schlimmste sei, jemanden so sehr zu vermissen, dass Sehnsucht es nur minderwertig beschreibt. Dass es das schlimmste sei, wenn das Herz immer wieder zertreten und erquetscht wird. Wenn man seine eigenen Gefühle hasst.
Ohne Gedanken, wie in diesem Moment. Ohne Gefühle, wie seit einigen Tagen. Es ist keine Leere. Es ist was schlimmeres. Eine Gehatlosigkeit, ein Stumpfsinn des Abgrundes, der in sich verschlossen ist. Nichtmal Blut hilft mir, eigentlich ist sogar zu viel Aufwand. Ich spüre keinen Schmerz, ich atme nicht auf, nichts. Ich verschwende nur Taschentücher, die etwas aufsammeln, das sich eh neu in meinem Körper produziert und oft versaut es meine Klamotten. Mehr ist da momentan nicht hinter. Mein Leben ist ein Mangel an Lebendigkeit. Es ist keine Sehnsucht, keine Zuneigung, nichtmal Trauer da. Alles um mich herum ist grau und farblos. Keine Kälte keine Wärme. Nicht trocken nicht nass. Von allem nichts ganzes, aber von allem etwas, irgendwie.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Raus, Raus, Raus.

"Wir müssen raus hier, hier darf man nicht mehr rauchen an der Bar - die Welt geht vor die Hunde, Mädchen, traurig aber wahr!"
Also gehe ich Freitagnacht raus. Raus aus der Stadt, Raus aus Nrw. Nicht allein, doch nur zu Zweit. Raus, Raus, Raus. Ich verlasse, was mir nicht lieb ist, ich verlasse die Vergangenheit. Die Erinnerung bleibt hier, soll mich doch erst erfassen, wenn ich zurückkehr. Kehre ich zurück? Ja, leider. Doch mit schwerem Herzen. Am Samstag werde ich wieder Freiheit spüren. Vielleicht sogar ein Stück Leben finden, ich wüsste zumindest, was mich einengt, was mich festhält. Ich habe viele Fehler in meinem Leben gemacht, das steht außer Frage. Ich will keine Zukunft haben, aber das Leben zwingt sie mir auf, auf komische Weise, aber das ist gar nicht mein Thema. Irgendwie ist das ein sehr verwirrender Post, tut mir Leid. Samstag gehts nach Karlsruhe. Hach, wie ich die Stadt liebe und ich empfinde nichtmal gegen soviele Menschen Hass dort. Liegts daran, dass es weit weg von dem ist, was mir schmerzen bereitet? Fürs Abibuch brauche ich 2 Fotos von mir. Eins von mir als Säugling bzw. Kindergartenkind und eins von jetzt. Das erste geht vielleicht, auch wenn ich ein kleines hässliches Mongo-Kind war, aber naja. Und das andere ist ne unmöglichkeit. Ich hasse mich. Das bleibt allen in Erinnerung, das ist unmöglich. Mal schauen, vielleicht zeige ich euch das Kinderfoto irgendwann mal.

Geh doch weg, dauernde Erinnerung an die Vergangenheit

Ich lief heute verloren wie immer durch die Schule, auf der Suche nach irgendeinem Menschen, um nicht mit meinen Gedanken allein zu sein. Ich treffe S, rede mit ihr und einem mir fremden Mädchen. Dann kommt A's Schwester. Sie hat ziemliche Ähnlichkeit mit ihm, man sieht eben dass die Geschwister sind, nur, dass sie mehr lächelt, zumindest erscheint mir das immer so. Eigentlich reden wir nie miteinander. Manchmal lächeln wir uns zu, manchmal gehen wir aneinander vorbei wie Fremde, reden tun wir beinahe nie. Ich sitze also da mit S. und dem Mädchen und sie kommt und fängt an zu reden, fragt was über Mathe. S. und das Mädchen können ihr die Frage nicht beantworten. Ich wollte weglaufen. Weglaufen, weil sie mich an A. erinnert, aber da ich meinen sozialen Moment hatte, erklärte ich es ihr. A's Schwester: "Das ist mega nett von dir. Ich bin total am verzweifeln gewesen. Kannst du zufällig auch gut zeichnen?" Ich: "Ich hab Kunst erfolgreich abgewählt, aber du kannst doch selbst ziemlich gut zeichnen, habe ich gehört." Ich schluckte. Nicht anfangen zu heulen. Alles ist cool. "Woher..?" Sie brach ab. "Ach, er lobt mich echt? Mir gegenüber würde A. sowas nie sagen." Mir gegenüber auch nicht. Immerhin ist er auch nie nett zu mir. Aber er ist ein Familienmensch. Er mag dich. du bist seine Schwester. Halt dein Maul, Stimme. Ich: "Er hats mal erwähnt, weiß gar nicht mehr wieso, hatte es nur so im Hinterkopf. Was musst du denn zeichnen?" Sie: "Mich in alt. Das ist total schrecklich, soll ich mir Striche ins Gesicht malen, weil meine Haut mal krass hängen wird und ich wie ein Zombie aussehe?" Ich: "Vielleicht hälst du dich ja auch wie deine Mutter und siehst mit 40 aus wie 30." Ich lache vorgetäuscht. "Wegen Mathe, wenn ich da nochmal Probleme habe, darf ich da fragen oder ist das nicht so gut?" Merkt sie es? Haben etwa alle in der Familie die Gabe zu wissen, in welchen Momenten ich kaputt gehe? Welche Gespräche ich nicht führen will? Oder erzählt A. sowas seiner Schwester? Nee, dann müsste er ja verstehen, was ich denke. Niemals. "Klar, kannst du fragen, wieso auch nicht? Ich mag Mathe, du nicht, passt doch." Ich mag deinen Bruder, er mich nicht, passt doch.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Berührt.

"I wish i didn't have to say it, but all's not well. There's nothing you can say to take her pain away.She was so young, we had so much hope. Nothing you say will ever make this right. So now i go out and do anything to forget all the things i never said, but i can't shake this regret. Nothing you say can take away my pain"
Four hundred ninety-thousand babies will be born today. Each of them unique, and each one of them a link in the greater human chain. And the moment their umbilical cord is severed, they'll become an individual with their own hopes, dreams and desires. But, in fact, each one of us is actually made up of a dozen systems which, in turn, comprise sixty-trillion cells, and those cells house countless proteins, DNA organelles.


When two points are destined to touch, an indirect connection is impossible. It is only the shared emotional experience that makes the world seem less random. It's called prayer, the collective request sent up in unison. A shared hope. Every desire you fulfill has an impact far greater than you can imagine.

Seven billion people on a small planet, suspended in the vastness of space and we are alone. The meaning of all this is the great mystery of our fragile existence.
The universe will always find another way.

Montag, 22. Oktober 2012

Erster Schultag.

Während sich die halbe Nation darüber erfreut, endlich Ferien zu haben, war ich selten so froh, endlich wieder in die Schule zu dürfen. 2 Wochen Ferien, ekelig, ganz ehrlich. Die hätten, die einfach weglassen können. Aber was interessiert mich schon die Vergangenheit? Heute war ein neuer Tag. Ein neuer Tag, der mir keine Chance zum Atmen gegeben at. Ein neuer Tag, den ich immer hassen werde. Ein neuer Tag, den ich in Blut ertränke. Ich fühle mich den ganzen gegenwärtigen und gestrigen Tag gefühlslos. Fühlt es sich so an, wenn man nichts mehr hat, was einem am Herzen liegt? Fühlt es sich genau so an? Ist das der letzte Moment des Seins? Meine Klausuren sind bisher akzeptabel. Nicht gut, aber okay. Morgen gibts Deutsch, heute eine kurze Unterhaltung mit meinen Lieblingslehrer gehabt: Ich: Haben sie in die PhilosophieKlausur schon geguckt? Er: Nee. Die lagen die ganzen Ferien hier, wieso? Ich: Dann lassen sie es lieber, sonst können sie mir ja vorwerfen, dass mein Hochmut noch falscher als falsch war und ja ich weiß, dass man falsch nicht steigern kann. Er: Kein guter Tag? Ich: Kein gutes Leben. Er: Manchmal würde ich gerne den Schmerz und dein Leid, welches mir beides unbekannt ist, von dir nehmen, vielleicht nur für einen Tag, damit du siehst, dass das Leben auch lebenswerte Seiten hat. Ich: Aber das können Sie nicht und das können Sie niemandem antun, so zu sein wie ich. Er: Wegen deiner Klausur: Warte erstmal ab. Bisher hast du mich nie enttäuscht, oder? Du bist die einzige, der ich das Abi in dem Fach wirklich zutraue. Du bist meine Hoffnung auf Bildung in diesem Land. [Kurze Pause] Oh, und an deinem Blick sehe ich, dass ich schon wieder das falsche sage. Ich wollte dich nicht unter Druck setzen, ich hab damals wohl gemerkt, wie sehr dir jeder Punkt, den du verschenkst, zu schaffen macht. Ich kann dich nicht besser bewerten als du bist, das weißt du, aber wenn ich nach Interesse und irgendwie auch Sympathie bewerten müsste, wärst du ganz oben. Und bevor du denkst, dass ich dir was antun will, geh ich zum Unterricht, wir sehen uns spätestens und Donnerstag. [Er geht zwei Schritte weg und dreht sich nochmal um]: Ach, und Denise, Deine neuen Haare, die passen zu dir. Obwohl die dich noch etwas gruseliger machen, aber es passt eben. Und außerdem unterstreicht er deinen Hochmut, den du dir sicher noch immer erlauben kannst, auch nach der Klausur.
Wie sehr habe ich das alles vermisst. Schule. Meinen Lieblingslehrer. Worte, die mich nicht an den Boden pressen. Zwar keine Worte, die Blut verhindern, aber Worte, die teile meiner Seele retten, zumindest das Stückchen, was ich und die Welt davon übrig gelassen haben.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Gespräch mit A. mit [Kommentaren]

Denise: Zufällig Lust mich zu erschießen?
André: warum
Denise: Weil ich mir gerade circa ne Stunde anhören durfte, dass ich ja der hirnloseste und dümmste Mensch der Welt bin und sowieso nichts auf der Welt zu suchen habe.
André: -.- das geht doch nicht
Denise: Frag mal meinen Vater das geht.
Auf die Frage, warum er mich dann überhaupt in die Welt gesetzt habe, kam nur ein: Gute Frage!
Weißte, was kann ich bitte dafür, dass mir mein Rucksack aus dem Hausflur geklaut wurde, während ich mein Fahrrad in den Keller gestellt habe. Aber das liegt ja nur daran, dass ich vorher nicht die komplette Straße absuche, ob da vielleicht jemand ist, der das tun könnte.
André: passiert aber was soll ich dazu sagen
Denise: Dass mein Vater ein behinderter Penner ist und das nur Unglück war oder so, klänge gut, finde ich ^^ [Und ganz vielleicht, dass ich nicht wertlos bin und es Menschen gibt, die mich brauchen?]
André: würde mich auch aufregen dass der rucksack weg ist aber was kann denn dein vater dafür??
Denise: Weil er derjenige ist, der mich die letzte Stunde angeschrien hat und mir erzählt hat wie wertlos ich bin?
André: was soll das denn bitte das könnte ihm auch passieren [Bin ich dir so egal geworden, dass du nicht mal mehr kreativ wirst?]
Denise: Nee ihm könnte das nicht passieren. Er ist völlig fehlerfrei, meint er. Ich bin ja das schwarze Schaf der Familie, das immer alles falsch macht.
André: scheiß einfach drauf irgendwann passiert es ihm auch.
Denise: Vielleicht hat er ja recht, wer weiß.
André: jetzt hör auf mit dem mist lass ihn reden war bei mir auch mal und es geht ins eine ohr rein und aus dem anderen raus [Es war so bei dir. Damals als ich dich noch kannte, was? Alles, was ich sagte, ging rein und direkt wieder raus.]
Denise: dann bist du wohl deutlich besser darin sowas einfach zu überhören.
André: nimm es nicht so zu herzen was er sagt [Ich hab gar kein Herz, das hast du. Und ist es schön, immer wieder darauf rumstampfen zu dürfen?]
Denise: Und woher soll ich wissen, dass er nicht recht hat?
André: das wirst du irgendwann feststellen [Gibs zu, du denkst genauso wie er. haargenauso. du bist nur so nett und sagst es mir nicht.]
Denise: Andre, ich will das alles nicht mehr.
André: hör mal auf ich habs auch überstanden und die welt dreht sich immer noch [Du bist gesund? Das freut mich. Die erste und einzige gute Nachricht heute. Deshalb meldest du dich nicht. Du willst nicht wieder reingeraten. Das ist okay, das kann ich verstehen. Lebe dein Leben, André.]
Denise: die welt würde sich auch ohne mich drehen, sogar viel schöner.
André: HÖR AUF JETZT [Weil ich dir wehtun würde? Oder weil ich dich daran erinnere wie du mal warst? Es klingt schrecklich als ich es dachte und noch schrecklicher wenn ich es jetzt schreibe: Vor dir war ich nicht so kaputt wie heute. Ein großer Teil von mir ist dabei verloren gegangen, jeden Abend zu beten, dass du noch atmest. Und jetzt bist du gesund und ich nicht? Ich liege hier, blute, weine, schreie, zerstöre mich und du bist geheilt?]
Denise: Wie hast du das geschafft, dass du es überstanden hast?
André: mit meiner mutter geredet und einfach nicht darüber nachdenken und ablenken [Du bist geheilt und ich hab nichts dazu beigetragen. Wahrscheinlich habe ich es mit meinen Fragen, mit meinen Themen, meinen Erzählungen nur schlimmer gemacht. Ich bin deine Depression, deshalb meidest du mich. Es fällt mir wie Schuppen von den Augen, alles macht einen Sinn.]
Denise: klingt ja fast ganz simpel aber schön, dass du es überstanden hast [Flieg, schöner Schmetterling, flieg. Und lass deinen Alten Kokon jämmerlich verrecken. Wobei, eigentlich bin ich nur das Blatt, das den Kokon gehalten hat, das jetzt abstirbt, weil es keine Sonne bekam. Der Kokon hat dich geschützt wie deine Mutter und die Ablenkung. Flieg und lass dich nicht erneut angreifen.]

HorrorNacht

Ich komm von P. nach Hause, es ist etwa 00:15 Uhr. Eigentlich war der Abend ganz okay, nichts besonderes, aber kein Tag zum Schneiden, ein lebendiger Tag als die meisten. ich stelle mein Fahrrad in den Keller, den Rucksack vorher in den Flur, weil es sonst zu laut wäre, hatte immerhin ein paar Glasflaschen im Gepäck. Ich komme wieder hoch. Mein Rucksack ist weg. Ich renne auf die Straße sehe niemanden. Renne ins Haus, wecke meine Mutter, weil ich genau weiß, wie mein Vater reagieren würde. Wir finden nichts, suchen die Umgebung. Mein Vater kommt raus, fragt was passiert ist, wir erklären es ihm. Er fängt an zu schreien: "Wie kann man so behindert sein? Echt, Denise, du bist das dümmste, was ich je auf zwei Beinen habe ich laufen sehen. Du bist so hirnlos, dass du nichtmal wert hast. So wertlos, du bist echt der schlimmste Fehler." Ich schlucke. Er schrie es quer über die Straße. Ich schlucke erneut. "Wieso hast du mich dann nicht gezeugt? Wär nicht ein verdammtes Kondom billiger gewesen? Das wäre mir dieser ganze Dreck erspart geblieben. Das alles." Tränen heiß wie Feuer schießen in meine Augen, laufen meine Wangen hinunter. Ich steige ins Auto, wir fahren zur Polizei, zeigen an gegen Unbekannt. Auf der Rückfahrt darf ich mir von ihm all das nochmal anhören. Zu Hause, renne ich in mein Zimmer, gehe an den Pc, schreibe Sms, ist hier jemand, der mir sagt, dass ich es nicht beenden sollte? Ist hier jemand, der mich ins Leben zurückholt? Ich öffene Skype. A. ist online. Auch wenn ich nie wieder mit dir reden wollte, ich brauch dich jetzt. Ist mir egal, ob ich dich nerve. Ist mir egal, wie scheiße du bist. Ist mir egal, ob es dich belastet. Du bist der einzige, der mich vor all dem bewahren kann. Ich schreibe ihn an. (Gespräch werdet ihr morgen (falls ich die Nacht überstehe) bekommen). Bitte, Bitte, habe noch immer die gleiche Wirkung auf mich. Bitte, A., rette mich.

Freitag, 19. Oktober 2012

Loslassen

Heute ganze 800 Kalorien gegessen und 600 abtrainiert. Ich will endlich zu meinen 60 Kilo kommen, man !
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Mir ist gerade vor Schreck aufgefallen, dass ich mich seit Dienstag nicht mehr geschnitten habe. Wie das geht? Training und dann tot ins Bett fallen, so tot, dass ich sogar 4 Stunden schlafe. Und dann von 5 bis abends 0 Uhr durchmache.
  Dieses Lied, ich höre es momentan in Dauerschleife. Eigentlich höre ich sowieso ständig Alin Coen. Ich mag diese Frau, diese Stimme, aber noch unglaublicher sind die Texte. Momentan wird ihre Musik immer mit der von Maeckes gemischt. Passt wunderbar zusammen, sollten mal ein Feature aufnehmen, aber eher unwahrscheinlich, ich weiß. Aber dieses Lied, auch wenn sie wie aus dem Video hervorgeht, nicht aus diesem Grund geschrieben hat, regt in mir den Wunsch A. loszulassen. Weil er inzwischen in einem besseren Leben ist. Ohne mich. Ohne meine kranken Phasen. Ohne meine Anfälle. Ohne ständiges Nerven von mir. Es geht ihm besser und ich gönn es ihm. Vielleicht bin ich eines Tages gesund genug eine Partnerschaft zu führen. Möglicherweise habe ich eine Zukunft, vielleicht bin ich irgendwann stark genug und habe die Kraft. Aber im Moment, ich kann nicht ohne und auch nicht mit dir. Ich muss mich wohl erstmal selbst retten, bevor ich die angebliche Verbindung zwischen uns rette. Und da ich keinen Sinn darin sehe, mich zu retten, muss ich dich loslassen. Und wieso ist loslassen nochmal gerade so schwer? Vorallem wenn man sich ständig sieht? "Und du denkst dir es tröstet mich jetzt wenn du sagst dass man zu guter letzt nur behält was man loslassen kann. Nun ich glaube daran". [Alin Coen - Abschied] Ich muss.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Neuigkeiten?

Ich treffe mich mit L. vor dem Café. Sie trinkt Karamel Latte Macchiato und ich Tee. Alles andere hat zu viele Kalorien, vorallem mit Karamel. Gut, dass ich früher so viel Tee getrunke habe, dass es niemanden auffällt, wenn ich sowas nicht mehr trinke. Wir kommen ins Gespräch, reden über dies und das. Über Karlsruhe, Halloween, wo ich sowieso nicht da bin und sowas halt. Ich rede mit L. über ihren Geburtstag, den sie nachfeiern möchte. Sie zählt Leute auf, einige, die ich nicht leiden kann aus meiner Stufe, die sie unbedingt einladen will. Das gefällt mir nicht, dann muss ich mich wieder verstellen, noch mehr als sowieso, aber es ist eben L.s Geburtstag. Sie beendet ihre Aufzählung mit: "...Und die Leute, die bei dir auf dem Geburtstag waren". Ich: "Alle?" Sie:"Ich denke mal, du willst auf M. und A. hinaus? Sie gehören auch zur Gruppe." A. kommt? Ich sehe ihn nochmal vor Dezember? Das ist nicht geplant. ich bin nicht in der Verfassung. Ich hab schon wieder zugenommen. Ich seh schrecklich aus. Und Strumpfhose oder sowas sind ganz schlecht Momentan, weil meine Wunden nie trocken sind und ständig wieder anfangen zu bluten. So schnell wachsen meine hässlichen Haare ja gar nicht nach! Überall schlagen Gedanken auf mich ein. Dann fällt mir ein: Ihn interessiert es eh nicht, in welcher Verfassung ich bin. Ich bin wie ich bin und die Klinge gehört dazu. Zu mir. Er sieht es eh nicht. Er fragt sowieso nicht nach. Und das allerschlimmste ist, dass ich danach noch mehr kaputt sein werde als jetzt. Wenn ich ihn wieder sehe, da sitzend und mir denke: Hallo, ich bin innerlich tot und wenn ich es endlich schaffen würde auch bald ganz. Aber schön, dass du da so ruhig sitzt und dich einen Dreck interessierst, Typ, der mein Herz mit Nadeln punktiert, es kaputt tritt und dann immer sagt: hey, du kannst nicht aufgeben. Und warum verdammt nochmal ist er schon wieder in meinem Kopf nur weil ich ihn in circa 2 Wochen vielleicht sehe? Ich werde noch wahnsinnig. Verdammt, lass mich los. Verdammt, ich muss ihn irgendwie los werden.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Tolle Liedchen!

"Keiner will dich, keiner mag dich
Jeder hasst dich, keiner brauch dich
Keiner liebt dich, keiner will mit dir ins Bett
Du bist zu fett!
Du bist zu dick und keiner will dich" 
[Serum114 - Du bist zu fett]
 Es ist herrlich, wenn man neue Lieder entdeckt und sie einen so schön beschreiben. Endlich hatte ich mal wieder Zeit dafür irgendwelche Lieder zu suchen, die ich durchgehend höre und meine Eltern sich drüber aufregen. Aber die hören ja sowieso nie auf den Text. das ist schon witzig, wenn man irgendetwas über Selbstmord hört und die Eltern nur fragen, ob man schlechte Laune hat.

"Mit einem toten Herzen, wird es leichter gehen,
da kannst du locker und cool bei den anderen stehen.
Da ist dir nicht ständig dein Gefühl im Weg, da wirkst du ruhiger nicht mehr ganz so schräg.
Mit einem toten Herzen, kannst du sicher sein
Mit einem toten Herzen, bleibst du gerne allein.
Mit einem toten Herzen, rast man nicht durch die Nacht.
Mit einem toten Herzen spürt man, Keine Schmerzen."
[Schneewittchen - Keine Schmerzen]
Das Lied ist der absolute oberhammer. Das ist so witzig gesungen, klingt etwas nach Nina Hagen, wenn ihr mich fragt, aber es einfach so geil, wie der Refrain manchmal klingt. Ich hör das Lied momentan in Dauerschleife, allein weil der Text so wahr ist.

"du hast schon so viel scheiß erlebt,
bist innerlich wie tot.
du ritzt und fügst dir schmerzen zu,
und liebst die farbe rot.
du möchtest in ein niemansland,
wo’s keine normen gibt.
vielleicht willst du ganz einfach nur,
dass irgendwer dich liebt."
[Jannni  - Das Schneckenhaus]
Der Text ist zwar ziemlich simpel und jetzt nicht unbedingt ein lyrisches Highlight, von der Art wie er geschrieben ist, aber der Inhalt regt schon zum Nachdenken an. Ich finds auf jeden Fall ziemlich gut, irgendwie.
So, jetzt habe ich genug darüber geschrieben. Hört in die Lieder rein, wenn ihr wollt, lasst eure Meinung da, feiert die Songs, tut was ihr wollt.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Sinnlos Post


Ich war heute beim Friseur und habe jetzt eine Glatze, damit ich dumm angeguckt werde. Nein, eigentlich ist ein längerer Bob, der hinten kürzer ist, als vorne. Meine Friseur-Frau war sehr begeistert. Ich mags auch. Ist so unkompliziert und ich mag meine Haare an guten Tagen. Es sieht so ein bisschen aus wie auf dem Foto. Abgesehen davon, dass die Frau ein schönes Gesicht hat und ne gute Figur und die Haare besser liegen. Aber so ähnlich, ja. Bei mir muss das vorne nur noch ein bisschen länger wachsen. Aber ein Zoff zu machen, ist jetzt ziemlich schwer, weil die Haare hinten so kurz sind. Morgen gehe ich mit L. ins Kino und Kaffee trinken. Ich hoffe, sie stellt keine persönlichen Fragen, dann müsste ich nachher noch antworten. Und morgen in einer Woche war ich in Karlsruhe und fahr schon wieder hin. Man, wie ich mich freue, irgendwie. Dann gebe ich viel zu viel Geld für ein Fußballtrikot aus, das viel zu groß ist, weil es Männergrößen sind. Aber es lohnt sich, hoff ich. Die Deutschen haben ja gerade mal schön verkackt, naja ich bin ja eh meistens nicht für Deutschland. Ich Vaterlandsverräter, aber mit Löw geht das eben nicht. Ich pack mir dauernd in die Haare, das nervt, weil da nichts mehr ist. Ich fühl mich wie so ein Hund, der sich auber macht. Vielleicht habe ich ja auch Flöhe und dann fressen die mich einfach auf, durch den Kopf hindurch in mein Hirn und Patsch, bin ich tot. Irgendwie ist mein Hirn bereits aus, ich schau jetzt weiter in die Glotze und lass euch mit dem Sinnlosen allein.