Hallo Welt. Hallo Ihr. Hallo Alle.
Ich würde euch gerne soviel erzählen. Es ist nur leider bereits Minuten später so, als wäre nichts passiert. Als hätte ich es nicht erlebt. Als würde ich nur eine Rolle im Film spielen und der wird vorgespult.
Der erste Satz als ich Weihnachten nach Hause kam war: "Oh, du wirst auch immer dicker", von meinem Vater, nicht anders zu erwarten. Aber wenn er das sagen muss, dann soll er das. Ich wusste, ich hab an dem Tag nichts anderes zu mir genommen, als einen EiWeiß-Shake und eine Mandarine. Auch, wenn ich durch familiäre Beschaffenheiten die Mehrzunahme von Essen nicht verhindern konnte, so blieb meine Tageszunahme bei unter 1500 Kalorien. Dick, von wegen.
Ich habe in meinem Handy herumgescrollt und einen Verlauf gefunden, der mich mitten in der Bahn zum Weinen gebracht hat. Es war der Tag nach der Zulassung als Anna (meine heutige Mitbewohnerin) auf den Kopf gefallen war, auf der Party. Der junge Mann, der die vermeindliche Schuld trug, da er sie huckepack nehmen wollte, schrieb mich an. Aber lest selbst.
"Wie gehts Anna? Ich hab gehört sie liegt im Krankenhaus?! Ist es schlimm? Wies mir geht ist egal, auf jeden Fall zu gut"
Ich: "Ja tut sie. Sie hat wie erwartet eine Gehirnerschütterung und muss bis Montag zur Beobachtung drin bleiben. Und sonst gehts ihr ganz okay, meint sie. Und hör auf dich deswegen fertig zu machen bitte. Das musst du nicht. Es ist nicht deine alleinige Schuld. Das hätte jedem passieren können. "
Er :"Trotzdem, denkst du, ich sollte vorbeifahren? oder will sie mich gar nicht sehen?"
Ich:"Sie darf gar keinen Besuch bekommen. Ich darf da auch nicht hin. Und ich glaub nicht, dass sie dir die Schuld gibt. Jetzt geh nich kaputt daran. Bitte."
Er: "Ich versuchs aber bis jetzt bin ich nicht sehr erfolgreich."
Ich:"Dann mach dir klar, dass es nicht deine Schuld ist."
Er: "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass jemand auf meiner Seite ist, hätte ich mir doch nur drei Finger gebrochen oder so. Besser als wenn du Anna echten Schaden hat. Ich versink schon nicht mehr in Selbstmitleid, danke."
Ich: "Dann hätte es zwei Opfer gegeben, das hätte auch nicht mehr gebracht. Ich glaub, dass was du tust ist ähnlich schmerzhaft wie Annas Kopf. Es gibt bei der Sache keine Seiten, denn niemand klagt hier irgendwen an, außer du dich selbst."
Aus irgendeinem Grund hat mich dieses Gespräch berührt. Vielleicht weil ich damals noch Mut hatte. Mut zu zeigen, dass ich diese Gedanken bestens kenne. Dass ich weiß, wie es ist, wenn man sich selbst als Feind hatte. Heute spiele ich selbst Ra. die beste und ausgereifste Rolle meines Lebens vor und das ist verflucht traurig.
Ich wünsche euch einen guten Rutsch, guten Start ins neue Jahr. Passt auf euch auf.
P.s. Ich hab Castival-Tickeeeets, wuuuuh :D
Dienstag, 30. Dezember 2014
Sonntag, 7. Dezember 2014
Und irgendwo unterm Staub bist du.
Hallo, hier ist die unzuverlässigste Bloggerin und vorallem die unhöflichste. Ich beantworte eure Kommentare nicht. Was aber nichts damit zu tun hat, dass ich euch nicht leiden kann. Oder dass ich euch nicht antworten will. Oder dass ich mich nicht freue. All das tue ich. Wirklich. Aber die Zeit ist ein Mysterium und ich durchschaue sie nicht. Ich hole sie nicht ein. Eher andersherum.
Meine Feier war gut. Maxi war da und hat sich den ganzen Abend mit Ra. unterhalten, was irgendwie Makaber war. Aber es war schön. Beide haben viel gelacht. Als ich Maxi zur Bahn gebracht habe, sagte er plötzlich: "Genau sowas habe ich dir immer gewünscht." - "Was genau?" - "Naja, jemanden, der dich liebt, ausreichend liebt. Hast du mal Ra's Blick gesehen, wenn er dich ansieht? Wenn er nur über dich redet? Sogar nur wenn nachdenkt, über dich?" Ich schüttele den Kopf. "Er guckt nunmal wie er immer guckt.", sage ich. "Nein, das tut er nicht. Er liebt dich, von Kopf bis Fuß und unendlich mal wieder zurück. Und ich weiß, du tust das auch, auch wenn du gerade daran zweifelst." - "Woher zur Hölle..?" - "Denise, ich seh jeden Zweifel sofort in deinem Blick. Ich kenn dich in und auswendig." - "Danke, Maxi. Ich wusste, dass es mir gut tut, dass du da bist. Da wärst." - "Manchmal vermisse ich unsere Zeit." - "Ich auch." Und wir stehen unter Sternen und Laternenlicht, hängen alten Gedanken hinterher bis die Bahn kommt. "Meld dich mal wieder, wenn du in unserer Stadt bist. Meld dich mal wieder, wenn du das Funkeln in deinen Augen verloren hast." - "Meld dich, egal wann. Ich bin da." - "Ich weiß und das ist das unglaublich besondere an dir." Wie immer umarmen wir uns nicht und gehen einfach auseinander. Er fährt heim, ich geh zurück auf die Party.
Diesen Montag war ich auf nem Toten Hosen Konzert in Bochum. Mega Ding. Und ich möchte echt nicht angeben, aber verflucht ich war Backstage. Es war ziemlich witzig, weil Musiker nunmal Menschen sind und ziemlich locker. Manchmal vergesse ich sowas immer. Aber wisst ihr, so sehr mich tausend Menschen darum beineiden mit Campino gequatscht zu haben, es gibt Menschen auf der Welt mit denen ich mich lieber unterhalten würde. Vorallem weil sie vermutlich nüchterner wären. Ich will nichts schlecht machen. Es war ein unvergesslicher Abend mit ner für mich nicht perfekten Songauswahl (Höre die Hosen nicht so gerne auf Englisch), aber zB Backstage bei Madsen, bei Bosse, bei Thees Uhlmann. Oh man, ich stelle mir sowas einfach noch perfekter vor. Klar, übertriebene Gedanken, weil sowas kommt niemals vor, aber man darf träumen, finde ich.
Also so langsam lichten sich meine Musiker. Also die, die ich unbedingt mal live sehen möchte. Ich muss glaube ich bald mal ne liste machen. Materia, Casper fehlen noch. Konzerte von amerikanischen/englischen Bands sehe ich nie. Einfach weil ich nur Deutsche Musik höre, zu einem großen Teil. Außerdem gefallen mir deutschsprachige Texte einfach besser. Ach, keine Ahnung, vermutlich würde ich die zwischenzeitlichen Reden des Sängers eh nicht verstehen, da mein Englisch miserabel ist. Wie auch immer.
Im Februar dann zum zweiten mal bei Kraftklub. Wird ne heiße Angelegenheit.
Meine Feier war gut. Maxi war da und hat sich den ganzen Abend mit Ra. unterhalten, was irgendwie Makaber war. Aber es war schön. Beide haben viel gelacht. Als ich Maxi zur Bahn gebracht habe, sagte er plötzlich: "Genau sowas habe ich dir immer gewünscht." - "Was genau?" - "Naja, jemanden, der dich liebt, ausreichend liebt. Hast du mal Ra's Blick gesehen, wenn er dich ansieht? Wenn er nur über dich redet? Sogar nur wenn nachdenkt, über dich?" Ich schüttele den Kopf. "Er guckt nunmal wie er immer guckt.", sage ich. "Nein, das tut er nicht. Er liebt dich, von Kopf bis Fuß und unendlich mal wieder zurück. Und ich weiß, du tust das auch, auch wenn du gerade daran zweifelst." - "Woher zur Hölle..?" - "Denise, ich seh jeden Zweifel sofort in deinem Blick. Ich kenn dich in und auswendig." - "Danke, Maxi. Ich wusste, dass es mir gut tut, dass du da bist. Da wärst." - "Manchmal vermisse ich unsere Zeit." - "Ich auch." Und wir stehen unter Sternen und Laternenlicht, hängen alten Gedanken hinterher bis die Bahn kommt. "Meld dich mal wieder, wenn du in unserer Stadt bist. Meld dich mal wieder, wenn du das Funkeln in deinen Augen verloren hast." - "Meld dich, egal wann. Ich bin da." - "Ich weiß und das ist das unglaublich besondere an dir." Wie immer umarmen wir uns nicht und gehen einfach auseinander. Er fährt heim, ich geh zurück auf die Party.
Diesen Montag war ich auf nem Toten Hosen Konzert in Bochum. Mega Ding. Und ich möchte echt nicht angeben, aber verflucht ich war Backstage. Es war ziemlich witzig, weil Musiker nunmal Menschen sind und ziemlich locker. Manchmal vergesse ich sowas immer. Aber wisst ihr, so sehr mich tausend Menschen darum beineiden mit Campino gequatscht zu haben, es gibt Menschen auf der Welt mit denen ich mich lieber unterhalten würde. Vorallem weil sie vermutlich nüchterner wären. Ich will nichts schlecht machen. Es war ein unvergesslicher Abend mit ner für mich nicht perfekten Songauswahl (Höre die Hosen nicht so gerne auf Englisch), aber zB Backstage bei Madsen, bei Bosse, bei Thees Uhlmann. Oh man, ich stelle mir sowas einfach noch perfekter vor. Klar, übertriebene Gedanken, weil sowas kommt niemals vor, aber man darf träumen, finde ich.
Also so langsam lichten sich meine Musiker. Also die, die ich unbedingt mal live sehen möchte. Ich muss glaube ich bald mal ne liste machen. Materia, Casper fehlen noch. Konzerte von amerikanischen/englischen Bands sehe ich nie. Einfach weil ich nur Deutsche Musik höre, zu einem großen Teil. Außerdem gefallen mir deutschsprachige Texte einfach besser. Ach, keine Ahnung, vermutlich würde ich die zwischenzeitlichen Reden des Sängers eh nicht verstehen, da mein Englisch miserabel ist. Wie auch immer.
Im Februar dann zum zweiten mal bei Kraftklub. Wird ne heiße Angelegenheit.
Montag, 17. November 2014
Und da geht was du weißt und hier kommt was Du ahnst. Und das, wie es wirklich ist gegen dort wo Du mal warst. Und alles, was du kennst, gegen alles, was du glaubst: Den Zustan den man wankend kennt, bevor man ihm vertraut. Und der Mist, den du hier spürst, So Jenseits von Schade sind die letzten 3 Jahre.
Ich sitze neben Ra. und schaue auf mein Mathe-Blatt. "Ich kann das doch eh nicht, was hat es schon für einen Sinn.", sage ich. "Ach komm, ich helf dir.", sagt er wie immer mit der Geduld und Einfühlsamkeit eines Engels. "Aber ich will es nicht. Du hast besseres tun." - "Es gibt nichts besseres als dir zu helfen. Also lass dir helfen." - "Aber das kann ich nicht", sage ich und wie sooft in den letzten Tagen und Wochen schießen mir Tränen in die Augen. "Denise, ich bin doch für dich da." Zum zweiten Mal im Zeitraum von 3 Monaten fang ich einfach an zu weinen, obwohl eigentlich nichts war. Ra. müsste mich für verrückt halten. "Was ist los?", fragt er und hält mich fest. Ich weine einfach weiter, ich weiß nicht, wie ich das erklären sollte. "Ich glaub halt einfach, dass ich es wieder nicht schaffe.", stottere ich, während erneut Tränen über mein Gesicht laufen und die Luft mir wegbleibt. Er schweigt. "Aber du kannst das schaffen." Ich nicke und starre, wie beinahe ständig in letzter Zeit in die nicht vorhandene Ferne.
Es gibt Tage, da sitze ich stundenlang im Bett und starre an die Wand. Ohne Gedanke, ohne Regung. Manchmal mit Blutgeschmack der zerbissenen Lippe. Ich würde Ra. so gerne etwas erzählen, was in mir vorgeht. Aber ich glaube fest daran, dass wenn ich mein Geheimnis lüfte, es aus dem Käfig rauskommt. Sobald ich das Wort "Depression" auch nur laut sage, bespringt sie mich und lässt nicht mehr los.
Es ist komisch, dass sie in diesem Ausmaß wieder da ist. Ich stand noch gefühlt gestern vor meinem persönlichen Gott, Thees Uhlmann, und hatte Tränen der Freude im Auge. Das war nicht gestern, das war vor gut einem Monat. Was ich in der Zwischenzeit gemacht habe? Nichts? Vielleicht auch noch weniger. Ich sitze. Ich starre. Und ich schlussfolgere daraus, dass ich noch atme. Merken tue ich es nicht.
Ich weiß nicht, wann es das letzte Mal so leer in mir war. Am Samstag feiern Anna und Ich die Einweihungsparty und alle haben zugesagt. Einfach alle. Und eigentlich würde ich mich freuen, aber jetzt habe ich Angst. Dass jemand, was merkt. Dass jemand, nur fragt wie es mir geht. Dass jemand, mir vielleicht auch nur einfach ein Kompliment macht. Dass jemand, nur eine Sekunde zu lange guckt. Und ich habe Angst vor mir. Und dem, was in den nächsten Wochen und Tagen mit mir passiert. Selbst mein strukturierter Zeitplan hält sich nicht mehr. Ich falle und niemand verhindert es, obwohl es so dringend nötig wäre.
Dienstag geht es zu Bosse, meinem zweitem Gott, sozusagen. Ra. meinte vorhin, dass ich so glücklich aussehe, wenn ich im Bett liege und laut Bosse mitsinge. Und das ist wahr. Das sind die guten Momente. Ra. sagt, dass ich ganz oft grinse und meine Augen noch so leer sind. Als gebe es Verbindungsprobleme. Und vermutlich gibt es die wirklich. Aber wohl eher zwischen mir und dem Leben. Zwischem mir und jedem Gefühl. Zwischen mir und dem Rest.
Es gibt Tage, da sitze ich stundenlang im Bett und starre an die Wand. Ohne Gedanke, ohne Regung. Manchmal mit Blutgeschmack der zerbissenen Lippe. Ich würde Ra. so gerne etwas erzählen, was in mir vorgeht. Aber ich glaube fest daran, dass wenn ich mein Geheimnis lüfte, es aus dem Käfig rauskommt. Sobald ich das Wort "Depression" auch nur laut sage, bespringt sie mich und lässt nicht mehr los.
Es ist komisch, dass sie in diesem Ausmaß wieder da ist. Ich stand noch gefühlt gestern vor meinem persönlichen Gott, Thees Uhlmann, und hatte Tränen der Freude im Auge. Das war nicht gestern, das war vor gut einem Monat. Was ich in der Zwischenzeit gemacht habe? Nichts? Vielleicht auch noch weniger. Ich sitze. Ich starre. Und ich schlussfolgere daraus, dass ich noch atme. Merken tue ich es nicht.
Ich weiß nicht, wann es das letzte Mal so leer in mir war. Am Samstag feiern Anna und Ich die Einweihungsparty und alle haben zugesagt. Einfach alle. Und eigentlich würde ich mich freuen, aber jetzt habe ich Angst. Dass jemand, was merkt. Dass jemand, nur fragt wie es mir geht. Dass jemand, mir vielleicht auch nur einfach ein Kompliment macht. Dass jemand, nur eine Sekunde zu lange guckt. Und ich habe Angst vor mir. Und dem, was in den nächsten Wochen und Tagen mit mir passiert. Selbst mein strukturierter Zeitplan hält sich nicht mehr. Ich falle und niemand verhindert es, obwohl es so dringend nötig wäre.
Dienstag geht es zu Bosse, meinem zweitem Gott, sozusagen. Ra. meinte vorhin, dass ich so glücklich aussehe, wenn ich im Bett liege und laut Bosse mitsinge. Und das ist wahr. Das sind die guten Momente. Ra. sagt, dass ich ganz oft grinse und meine Augen noch so leer sind. Als gebe es Verbindungsprobleme. Und vermutlich gibt es die wirklich. Aber wohl eher zwischen mir und dem Leben. Zwischem mir und jedem Gefühl. Zwischen mir und dem Rest.
Samstag, 1. November 2014
Depressive sind nicht mehr in der Lage, die Dinge realistisch zu betrachten. Sie sehen alles schwarz, pessimistisch, negativ.
"Aber was nutzte ihm die Erklärung, was nutzte ihm die Tatsache, dass die Krankheit viele andere Leute in der Welt ohne Rücksicht auf ihre Klugheit oder Lebenserfahrung zu verzweifelten Wracks reduzierte? Was ihm fehlte, war eine Erklärung, wie er jemals wieder aus der Dunkelheit hinausfinden sollte."
Habe gerade das Buch über Robert Enke zu Ende gelesen. Ich bin sprachlos. Könne kein Wort sagen, selbst wenn ich gefragt werde. Keine Stimme. keine Luft, trockener Hals. Depressionen töten Menschen. Depressionen sind niemals für immer weg. Manchmal bekommt man sie in den unmöglichsten Momenten. Nichts neues, aber immer wieder erschreckend.
Sechs Jahre hatte er keine Anzeichen, obwohl seine Tochter gestorben ist. Sechs Jahre lebte er das Leben als Nationaltorwart, als Idol, als Held. Sechs Jahre - und dann beendete er sein Leben. Ohne dass auch nur ein Fan etwas mitbekommen hat. Nicht einmal die meisten seiner Mitspieler.
Am. 10.11.14 ist Robert Enke 5 Jahre tot. Und ich wünschte mir, das wir inne halten und merken, dass sich doch nichts geändert hat. Niemand geht offener mit Depressionen um. Niemand "outet" sich. Es ist eine Krankheit für die man sich schämt. Ich erkenne mich in vielen Aktionen wieder. Aktionen eines Weltklasse Torwarts.
Ich lese wie er in einen geregelten Alltag flieht, niemals im Bett liegen bleiben darf, weil das Schwarze ihn sonst trifft. Die Depression kommt sonst. Ich sitze in einem Hebräisch Kurs in der Uni. Zweimal die Woche um Acht. Ich lerne kein Hebräisch. Ich sitze dort und höre Musik. Hauptsache, ich liege nicht mehr im Bett. Nach der Uni koche ich Stundenlang und am Ende lasse ich es Ra. essen oder friere es einfach ein, denn Hunger habe ich nicht, geschweige denn Appetit. Ich sortiere bis tief in die Nacht irgendwelche Papiere, damit mich das Chaos nicht erdrückt. Und dann falle ich in das Bett in der Hoffnung einzuschlafen, bevor die Schatten mich sanft umarmen. Bevor, naja ihr wisst schon, die Depression wieder stark wird.
"Viele haben seinen Tod falsch verstanden: Er habe sich umgebracht, weil er sein Leben nicht mehr aushielt. Es gab Nachahmungstäter, weil sie sich in den Irrsinn hineingesteigert hatten, dann seien sie wie er, dann seien sie ihm nahe. Welch ein tragisches Missverständnis. Die meisten depressiven Menschen, die einen Selbstmordversuch begehen, wollen nicht sterben. Sie wollen nur, dass diese Finsternis endlich verschwindet, die ihre Gedanken bestimmt. Robert Enke ging es wohl nicht anders. 'Wenn du nur einmal eine halbe Stunde meinen Kopf hättest, dann würdest du verstehen, warum ich wahnsinnig werde', sagte er einmal zu Teresa."
Ich kann Robert Enke so sehr verstehen, ohne ihn jemals gekannt zu haben. Der Druck, den man sich selbst macht. Beiläufige Kommentare von anderen, die niemals Kritik waren, aber im Kopf dazu werden. Und dieses Gefühl alles alleine schaffen zu müssen. Die Pflicht, die Maske aufzusetzen. Obwohl man doch eigentlich niemals alleine war. Obwohl man geliebt wurde. Aber der ewige Gedanke: Niemand wird das verstehen. Jeder wird nur die Schwäche sehen.
Habe gerade das Buch über Robert Enke zu Ende gelesen. Ich bin sprachlos. Könne kein Wort sagen, selbst wenn ich gefragt werde. Keine Stimme. keine Luft, trockener Hals. Depressionen töten Menschen. Depressionen sind niemals für immer weg. Manchmal bekommt man sie in den unmöglichsten Momenten. Nichts neues, aber immer wieder erschreckend.
Sechs Jahre hatte er keine Anzeichen, obwohl seine Tochter gestorben ist. Sechs Jahre lebte er das Leben als Nationaltorwart, als Idol, als Held. Sechs Jahre - und dann beendete er sein Leben. Ohne dass auch nur ein Fan etwas mitbekommen hat. Nicht einmal die meisten seiner Mitspieler.
Am. 10.11.14 ist Robert Enke 5 Jahre tot. Und ich wünschte mir, das wir inne halten und merken, dass sich doch nichts geändert hat. Niemand geht offener mit Depressionen um. Niemand "outet" sich. Es ist eine Krankheit für die man sich schämt. Ich erkenne mich in vielen Aktionen wieder. Aktionen eines Weltklasse Torwarts.
Ich lese wie er in einen geregelten Alltag flieht, niemals im Bett liegen bleiben darf, weil das Schwarze ihn sonst trifft. Die Depression kommt sonst. Ich sitze in einem Hebräisch Kurs in der Uni. Zweimal die Woche um Acht. Ich lerne kein Hebräisch. Ich sitze dort und höre Musik. Hauptsache, ich liege nicht mehr im Bett. Nach der Uni koche ich Stundenlang und am Ende lasse ich es Ra. essen oder friere es einfach ein, denn Hunger habe ich nicht, geschweige denn Appetit. Ich sortiere bis tief in die Nacht irgendwelche Papiere, damit mich das Chaos nicht erdrückt. Und dann falle ich in das Bett in der Hoffnung einzuschlafen, bevor die Schatten mich sanft umarmen. Bevor, naja ihr wisst schon, die Depression wieder stark wird.
"Viele haben seinen Tod falsch verstanden: Er habe sich umgebracht, weil er sein Leben nicht mehr aushielt. Es gab Nachahmungstäter, weil sie sich in den Irrsinn hineingesteigert hatten, dann seien sie wie er, dann seien sie ihm nahe. Welch ein tragisches Missverständnis. Die meisten depressiven Menschen, die einen Selbstmordversuch begehen, wollen nicht sterben. Sie wollen nur, dass diese Finsternis endlich verschwindet, die ihre Gedanken bestimmt. Robert Enke ging es wohl nicht anders. 'Wenn du nur einmal eine halbe Stunde meinen Kopf hättest, dann würdest du verstehen, warum ich wahnsinnig werde', sagte er einmal zu Teresa."
Ich kann Robert Enke so sehr verstehen, ohne ihn jemals gekannt zu haben. Der Druck, den man sich selbst macht. Beiläufige Kommentare von anderen, die niemals Kritik waren, aber im Kopf dazu werden. Und dieses Gefühl alles alleine schaffen zu müssen. Die Pflicht, die Maske aufzusetzen. Obwohl man doch eigentlich niemals alleine war. Obwohl man geliebt wurde. Aber der ewige Gedanke: Niemand wird das verstehen. Jeder wird nur die Schwäche sehen.
Dienstag, 30. September 2014
Ich bin frustriert. Ich brauch 'ne Überdosis Glück. Ich will mein Schaukelpferd zurück. Ich streng mich doch an. Ich tu was ich kann. Doch das dauert so lang.
Ich sitze hier. 3 Tage vor meiner Klausur. Wie sagt man immer: der wichtigsten Klausur meines Lebens. Ob sie das wirklich ist? Ich beantworte das am Sterbebett bestimmt. Und ich habe das Gefühl, dass es funktioniert nichts. a ergibt nie a, sondern b. Und wenn ich weiß, dass 5 rauskommen muss, kommt hundertprozentig 10 raus, einfach weils sonst zu leicht wäre. Weil ich sonst mit dem Gefühl des Könnens in die Klausur gehen würde. Nachher würde mir das noch Sicherheit oder Selbstvertrauen geben. Wer braucht schon sowas?
Durch Zeitmangel dem Lernen wegen, musste ich in genau 2 Tagen eine komplette Hausarbeit vorbereiten, ausarbeiten und ausformulieren. Ich habe insgesamt 4 Stunden geschlafen. Sie ist fertig, liegt hier und sieht mich mit dem Blick: "Dein Ernst?" an. Eben diesen Blick habe ich auch am Freitag gesehen, von jenem Menschen, bei dem ich dachte, er glaubt an mich: Herr A. Während des Schulfestes fragte er mich, was ich am Wochenende mache und antwortete: "In circa 1,5 Tagen eine Hausarbeit schreiben?" - "Echt jetzt?" - "Natürlich. Mathe geht nunmal vor." - "Dann wünsche ich mal viel Erfolg. Deine Hausarbeiten würde ich gerne mal lesen". Es war keine Enttäuschung, aber er war erschrocken, darüber, dass ich es überhaupt versuche. Und ich habe es geschafft. Sie liegt dort, aber lesen lassen kann ich sie ihn trotzdem nicht. Sie ist die Schande. Aber das ist okay, denn Mathe geht vor.
Was ich mich bei dieser Gegenüberstellung aber frage: Wieso kann ich Mathe nach fast der 30fachen Zeit nicht so gut, wie eine kurz hervorgebrachte Hausarbeit. Ich habe über die transzendentale Idee (Seele) und das Ich in Kants Kritik der reinen Vernunft geschrieben. Wer sich damit auskennt, weiß, dass das einer der schwersten philosophischen Texte ist. Und das hier vor mir, kein Meisterwerk. Aber das muss auch nicht. Ich musste schmunzeln, als ich das Buch "Kant leicht gemacht" laß und kein Wort verstanden habe. Kurz darauf nahm ich die Kritik des reinen Verstandes zur Hand und laß es beinahe in der halben Zeit.
"Harte Zeiten werden kommen und harte Zeiten werden gehen", singt Thees Uhlmann lässig. Doch was ist, wenn das alles harte Zeiten sind? Wenn sie nie aufhören und immer nur neue hinzukommen? Mein Leben liegt in Säure. Es besteht jede Sekunde die Möglichkeit, dass ich einfach verschwinde. Dass mein Leben aufhört. Und hart nur noch die Totenstarre ist.
Durch Zeitmangel dem Lernen wegen, musste ich in genau 2 Tagen eine komplette Hausarbeit vorbereiten, ausarbeiten und ausformulieren. Ich habe insgesamt 4 Stunden geschlafen. Sie ist fertig, liegt hier und sieht mich mit dem Blick: "Dein Ernst?" an. Eben diesen Blick habe ich auch am Freitag gesehen, von jenem Menschen, bei dem ich dachte, er glaubt an mich: Herr A. Während des Schulfestes fragte er mich, was ich am Wochenende mache und antwortete: "In circa 1,5 Tagen eine Hausarbeit schreiben?" - "Echt jetzt?" - "Natürlich. Mathe geht nunmal vor." - "Dann wünsche ich mal viel Erfolg. Deine Hausarbeiten würde ich gerne mal lesen". Es war keine Enttäuschung, aber er war erschrocken, darüber, dass ich es überhaupt versuche. Und ich habe es geschafft. Sie liegt dort, aber lesen lassen kann ich sie ihn trotzdem nicht. Sie ist die Schande. Aber das ist okay, denn Mathe geht vor.
Was ich mich bei dieser Gegenüberstellung aber frage: Wieso kann ich Mathe nach fast der 30fachen Zeit nicht so gut, wie eine kurz hervorgebrachte Hausarbeit. Ich habe über die transzendentale Idee (Seele) und das Ich in Kants Kritik der reinen Vernunft geschrieben. Wer sich damit auskennt, weiß, dass das einer der schwersten philosophischen Texte ist. Und das hier vor mir, kein Meisterwerk. Aber das muss auch nicht. Ich musste schmunzeln, als ich das Buch "Kant leicht gemacht" laß und kein Wort verstanden habe. Kurz darauf nahm ich die Kritik des reinen Verstandes zur Hand und laß es beinahe in der halben Zeit.
"Harte Zeiten werden kommen und harte Zeiten werden gehen", singt Thees Uhlmann lässig. Doch was ist, wenn das alles harte Zeiten sind? Wenn sie nie aufhören und immer nur neue hinzukommen? Mein Leben liegt in Säure. Es besteht jede Sekunde die Möglichkeit, dass ich einfach verschwinde. Dass mein Leben aufhört. Und hart nur noch die Totenstarre ist.
Montag, 15. September 2014
Du bist der beste Mensch auf dieser Welt und warst für mich immer ein Held.
Eigentlich muss man sich geehrt fühlen auf einen
Geburtstag eingeladen zu sein aber ich mag das heute nicht. Irgendwie. Aber
eine Einladung sagt: du gehörst zu den 20 wichtigsten Menschen meines Lebens.
Ihr seid die Menschen, die mein Leben ausmachen. Und eine absage mit der keine
Lust Begründung sagt nicht viel weniger als: du gehörst nicht zu meinem Leben,
zumindest nicht unter meine ersten 20 Lieblingsmenschen.
Ich glaube, ich kenne nichtmal 20 Menschen, die in die Liste kommen würden bei mir. Aber ich bin da auch grob. Ich bin da herzlos.
Nein, ich hab da eigentlich nur Angst und deshalb lass ich die wenigsten
Menschen in diese Zone. In meinen Vertrauenskreis. In mein Herz.
Anna und ich planen für unsere Einweihungsparty mit 40
Leuten. Und da sind so einige Menschen nichtmal bei. Solche die viel zu weit
Weg wohnen. Solche, die ich nie richtig
Gesehen habe. Also solche wie ihr da draußen. Ihr seid in meinem Herzen aber
nicht auf meiner Party. Komisch, denn ihr seid die denen ich mich am meisten
anvertraue. Ihr seid die, die mich auffangen, die mir zuhören. Die mir Rat
geben. Aber ihr seid nicht auf der Liste. Dafür ein Freund des Freundes meiner
Freundin. Ein niemand sozusagen. Jemand der vermutlich nichtmal meinen Namen
kennt.
Natürlich sind da auch Herzensmenschen auf der Liste. Maxi bspw. kommt sicherlich. Auch wenn ich gleichzeitig von vielen dafür verurteilt werde. Meinte L. letztens, dass das Ra. gegenüber kacke wäre, weil ich ja nicht meinen fast Ex anschleppen dürfte. Und ich fragte mich nur, was zur Hölle ist ein Fast Ex und ich treffe meine eigenen Entscheidungen. Und wer weiß, wo ich ohne Maxi wäre. Wer weiß, wer ich ohne ihn geworden wäre. Jede Kritik ist zwecklos. Er wird mit seiner Freundin hier sein und wir werden lachen über alte Zeiten. Auch wenn ich sie manchmal vermisse.
Apropo Herzensmensch. Der gute Herr A. hat mir auf meine Mail geantwortet, jaja, das soll vorkommen, dass er das noch schafft. Ich habe ihm von meinen guten Philosophie Noten, von meiner Mathe Krise und meinem Umzug erzählt. Es folgen Auszüge aus seiner Mail, die Zucker sind. Soviel mehr als Zucker. Die Kraft, die Zuneigung, die einfach alles sind.
"Es ist naturlich nicht aufdringlich, dass du schreibst. Es ist aber dafür doch ziemlich peinlich, dass ich bislang noch nicht zurückgeschrieben habe."
"Gleich vorweg: Dass du mit Philosophie als Studienfach goldrichtig lagst, war mir ohnehin klar. Trotzdem freut es mich natürlich, dass du so sehr gut in den Klausuren abgeschnitten hast. Um so mehr verstehe ich übrigens nicht, dass du angeblich in der Klasse 10 als Philosophin unentdeckt geblieben bist."
"Muss man sich um Mathe ernsthafte Sorgen machen? Ich hoffe nicht. Ich neige mich ja ohnehin bis zum Asphalt vor dir, dass du ein Verständnis für mathematische Angelegenheiten auf Oberstufenniveau hattest. Was sich an der ehrwürdigen Universität mathematisch so tut, ist entsprechend so oder so jenseits meiner intellektuellen Reichweite. Ich kann also nur verständnisvoll nicken und dir die Daumen drücken!"
"Jedenfalls freue ich mich immer, wenn du einen kleinen Raport über dein aktuelles Studentenleben schreibst."
Herz. Lächeln. Herz.
Montag, 1. September 2014
Hast du Angst? Vor dem Monster in deinem Schrank. Große rote Augen, Zähne wie ein Elefant. Mit 6 hast du gedacht, bald geht es weg. Jetzt bist du 30 und es liegt neben dir im Bett.
Es fühlt sich so lang her an, als ich hier geschrieben habe. Es fühlt sich beinahe an, wie ein anderes Leben. Aber das ist mein Leben. Meine Vergangenheit, meine Gegenwart und vermutlich meine Zukunft. Gerade habe ich die erste Wäsche in meiner eigenen Waschmaschine gewaschen. Meine Mutter hat mein Zimmer tapeziert und mir dann gesagt, dass das hier ja nicht mehr mein Zuhause ist. Ich schüttelte den Kopf und dachte mir, dass das nie wirklich mein Zuhause war. Ich war 19 Jahre lang Gast bei ziemlich schlechten Vermietern. Ich mag meine Mutter, versteht mich nicht falsch, aber sie ist kaputt, durch die Ehe, durch meinen Vater. Und so wollte ich nicht enden, so werde ich nie enden.
Gerade saß ich an einer Email für Herrn A., ja den wunderbaren gibts noch, irgendwie. Musste ihm von meiner 1,0 und meiner 1,3 Philoklausur erzählen. Ich hoffe, dass er dieses Mal antwortet, auch wenn er es bei den letzten Malen immer gesagt hat und dennoch nie geschrieben hat, hoffe ich, dass es diesmal anders ist. Weil seine Worte gut tun, weil ich jemanden brauche, der mir sagt, dass ich keine Angst haben muss. Weil mir jemand fehlt, der mich mit der bloßen Anwesenheit so sehr beruhigt, dass ich kaum noch atme. So jemanden wie Herrn A. So jemanden wie Maxi. Es steht mir nicht zu, so zu reden, da ich in einer Beziehung bin, die gut läuft. Doch manchmal denke ich, das "gut läuft" soetwas ist wie "Er hat sich stets bemüht". Wisst ihr, Ra. ist super, Ra. tut alles für mich. Aber ich glaube, ich hab nicht eine Diskussion mit Ra gehabt bisher. Nie. Er ist entweder meiner Meinung oder meint, dass das ja auch nicht so wichtig ist. Und ich bin ein Diskussionsfreudiger Mensch, ich muss mich nicht streiten bis einer blutet, aber wofür gibts Worte, wenn man nur ja und amen sagt.
Möchte jemand vielleicht meinen Papierkram sortieren? Ich glaub, das kann echt Spaß machen, da sind bestimmt zwei, drei gute Texte bei. Ich möchte nämlich nichts mehr sortieren oder einräumen. Ich möchte mich unter meiner Bettdecke vor der Welt und mir verstecken, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich eine Frucht finde, die mir soviel Mathewissen bringt, dass ich die Nachschreibeklausur antreten kann. Oh man, ich hab so Angst.
Gerade saß ich an einer Email für Herrn A., ja den wunderbaren gibts noch, irgendwie. Musste ihm von meiner 1,0 und meiner 1,3 Philoklausur erzählen. Ich hoffe, dass er dieses Mal antwortet, auch wenn er es bei den letzten Malen immer gesagt hat und dennoch nie geschrieben hat, hoffe ich, dass es diesmal anders ist. Weil seine Worte gut tun, weil ich jemanden brauche, der mir sagt, dass ich keine Angst haben muss. Weil mir jemand fehlt, der mich mit der bloßen Anwesenheit so sehr beruhigt, dass ich kaum noch atme. So jemanden wie Herrn A. So jemanden wie Maxi. Es steht mir nicht zu, so zu reden, da ich in einer Beziehung bin, die gut läuft. Doch manchmal denke ich, das "gut läuft" soetwas ist wie "Er hat sich stets bemüht". Wisst ihr, Ra. ist super, Ra. tut alles für mich. Aber ich glaube, ich hab nicht eine Diskussion mit Ra gehabt bisher. Nie. Er ist entweder meiner Meinung oder meint, dass das ja auch nicht so wichtig ist. Und ich bin ein Diskussionsfreudiger Mensch, ich muss mich nicht streiten bis einer blutet, aber wofür gibts Worte, wenn man nur ja und amen sagt.
Möchte jemand vielleicht meinen Papierkram sortieren? Ich glaub, das kann echt Spaß machen, da sind bestimmt zwei, drei gute Texte bei. Ich möchte nämlich nichts mehr sortieren oder einräumen. Ich möchte mich unter meiner Bettdecke vor der Welt und mir verstecken, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich eine Frucht finde, die mir soviel Mathewissen bringt, dass ich die Nachschreibeklausur antreten kann. Oh man, ich hab so Angst.
Mittwoch, 20. August 2014
Manchmal passieren Dinge die in keinem Sinn einen Sinn ergeben. Manchmal höre ich singende Stimmen, aus, aus, dem Radio. Ich muss dann immer schnell auf den Lokus reiern. Aber heute hörte ich was ganz beknacktes.
Räume meine Kindheit aus. Wohne seit knapp einer Woche in meiner Wohnung, mit Anna zusammen, einer meiner besten Freundinnen. Meine Mutter möchte mein Zimmer leer haben. Als hätte es mich nie gegeben. Keine Sachen fürs Wochenende, keine Nacht der Ferien. Alles muss raus. Und das ist auch okay. Meistens.
Zerbreche an meinem eigenen Ich. An meinem vergangenen Ich. Lese Texte über Selbstmord, die sieben Jahre alt sind. Da war ich 13. Wollte immer A. die Schuld geben an meinem verkorksten Ich. Wollte jemand anderem die Schuld geben, dabei bin ich so geboren: zweifelnd, am Boden, aber nie aufgebend. Ich finde es aus meiner jetzigen Sicht möglich zu begreifen, wie man mit 13an Suizid denkt. Ich finde es schwer zu verstehen, wieso ich mit 13 an Suizid dachte. Versuche mich zu erinnern, fühle mich aber als hätte es die Zeit nie gegeben. Vielleicht hat der Alkohl mir inzwischen auch all meine Erinnerungen genommen. Vielleicht habe ich sie aus Selbstschutz auch einfach verdrängt. Schon damals viel geschrieben, alles festgehalten, nur nie das Übel selbst. Haufenweise Abschiedsbriefe, ewig viele Pläne, wie es hätte zuende gehen sollen, aber wohl nie den richtigen gefunden.
Vor 6 Jahren war es eine grundlegende Deprimierung. Ich hatte alles, was man mit 13 braucht. Freunde, die, naja, nunmal damals ausreichende Freunde waren, keine Narben, Gesundheit, damals war noch niemand gestorben. Die besten Noten. Sogar so einen 6te Klasse FreundFreund. Doch beginnen viele Einträge im Tagebuch damit, dass mein Leben ein Fehler ist.
Glaubt ihr, man kann so sehr in einer anderen Welt leben, dass man sogar sich selbst belügt? Ich erfinde Menschen in meinem eigenen Tagebuch. Ich erfinde sie, damit ich geliebt werde, Zuneigung bekomme. Klingt irgendwie traurig. Vielleicht sollte ich das nicht weiterlesen, das alles. Fühlt sich an, als würde ich ein fremdes Buch lesen.
Ich war 13 als ich mich das erste Mal geschnitten habe. Ich war 18 als ich mich das letzte Mal geschnitten habe. Wenn mich heute morgen jemand gefragt hätte, ich hätte geschworen, dass es niemals mehr als 3 Jahre gewesen wären. Wie die Zeit im Loch vergeht. Entschuldigt, das Post macht wohl wenig Sinn.
Zerbreche an meinem eigenen Ich. An meinem vergangenen Ich. Lese Texte über Selbstmord, die sieben Jahre alt sind. Da war ich 13. Wollte immer A. die Schuld geben an meinem verkorksten Ich. Wollte jemand anderem die Schuld geben, dabei bin ich so geboren: zweifelnd, am Boden, aber nie aufgebend. Ich finde es aus meiner jetzigen Sicht möglich zu begreifen, wie man mit 13an Suizid denkt. Ich finde es schwer zu verstehen, wieso ich mit 13 an Suizid dachte. Versuche mich zu erinnern, fühle mich aber als hätte es die Zeit nie gegeben. Vielleicht hat der Alkohl mir inzwischen auch all meine Erinnerungen genommen. Vielleicht habe ich sie aus Selbstschutz auch einfach verdrängt. Schon damals viel geschrieben, alles festgehalten, nur nie das Übel selbst. Haufenweise Abschiedsbriefe, ewig viele Pläne, wie es hätte zuende gehen sollen, aber wohl nie den richtigen gefunden.
Vor 6 Jahren war es eine grundlegende Deprimierung. Ich hatte alles, was man mit 13 braucht. Freunde, die, naja, nunmal damals ausreichende Freunde waren, keine Narben, Gesundheit, damals war noch niemand gestorben. Die besten Noten. Sogar so einen 6te Klasse FreundFreund. Doch beginnen viele Einträge im Tagebuch damit, dass mein Leben ein Fehler ist.
Glaubt ihr, man kann so sehr in einer anderen Welt leben, dass man sogar sich selbst belügt? Ich erfinde Menschen in meinem eigenen Tagebuch. Ich erfinde sie, damit ich geliebt werde, Zuneigung bekomme. Klingt irgendwie traurig. Vielleicht sollte ich das nicht weiterlesen, das alles. Fühlt sich an, als würde ich ein fremdes Buch lesen.
Ich war 13 als ich mich das erste Mal geschnitten habe. Ich war 18 als ich mich das letzte Mal geschnitten habe. Wenn mich heute morgen jemand gefragt hätte, ich hätte geschworen, dass es niemals mehr als 3 Jahre gewesen wären. Wie die Zeit im Loch vergeht. Entschuldigt, das Post macht wohl wenig Sinn.
Samstag, 9. August 2014
Es ist schade, dass es kommt wie's kommt, doch ich kann es dir nicht abnehm' auch wenn ich das vielleicht sollte. Oh es ist schade, dass es ist wie's ist, doch ich kanns nicht für dich durchstehn', auch wenn ich das immer wollte.
Ich darf die Kontrolle nie wieder verlieren. Das ist meine Aufgabe, meine Pflicht, die ich mir selbst gesetzt habe. Und ich hab sie nicht verloren, auch wenn ich so sehr an mir gezweifelt habe. Soviele Tränen geweint, soviel Schwäche gezeigt habe. Aber ich hab mir nichts angetan. Nicht einen Tropfen Blut verloren.
Und nur ein paar Tage später ist mir etwas klar geworden, durch eine Begegnung, die mir nicht klar war. Ich war bei P. und M. auf dem 21ten Geburtstag. Ich hab getrunken, ich hab gelacht, was ich sicherlich auch ohne Alkohol getan hätte. Und plötzlich stand da A. Einfach so. Und so sehr ich mich die ganze Woche wie damals gefühlt habe und sein Anblick es nicht unbedingt erleichtert hat, wusste ich, dass ich nicht mehr das Mädchen von früher bin. Sein Anblick macht mich nicht schwach. Ich will ihn nicht retten. Ich hab Ra., ich hab genug. A. sah mich an, als hätte ich ihm alles kaputt gemacht. Als hätte ich ihm das Herz gebrochen. Und ich dachte: Hey, jede Narbe heilt. Ra. war nicht da, was ich gut fand, einfach aus dem Grund, weil er A. nicht kennen muss. Weil er diesen Teil von mir nicht wirklich kennen muss.
"Du siehst gesund aus", sagt er spät nachts zu mir. "Kann sein, dass du gerade nur nett sein willst, aber ich hab dir seit einem Jahr nichts mehr zu sagen, und dabei bleibe ich. Halt dich aus meinem Leben raus." Ich gehe weg, ohne mich umzudrehen. Diesen Teil von mir habe ich abgelegt, begraben und das ist gut so. (Klick hier, falls du nicht weißt, was vor einem Jahr war).
Und jetzt muss ich nochmal ein wenig "persönlicher" werden:
Liebe Emaschi,
wie du vermutlich weißt, lese ich deinen Blog schon eine gefühlte Ewigkeit und es kommt mir so vor, als wenn es nicht viel weniger Zeit ist, die vergangen ist, seitdem du meinen Blog ebenfalls list. Und auch, wenn wir uns gegenseitig nicht bei jedem Post schreiben, denke zumindest ich oft an dich. Ich wünsche dir die Kraft, die du brauchst, jeden Tag, das habe ich dir schon mehrfach gesagt und das gilt - auf ewig. Gestern Mittag habe ich dann deinen Kommentar per Mail bekommen. Du sagst, dass ich vermisst werde. Und ja, ich vermisse das auch. Den Ständigen Austausch mit all den Menschen, mit diesen wundervollen Menschen, die mir soviel geben, wo auch du zugehörst. Nur manchmal, manchmal lässt die Zeit es nicht zu. Momentan ziehe ich um, und wie der Teufel so will, habe ich zwei, drei Kartons Bücher mehr als der Durchschnittsmensch und brauch alleine eine Fahrt nur für all die wunderbaren Werke, die ich so verschlungen habe. Aber ich komme vom Thema ab, wie sooft. Du sagst selbst, dass die Leser deines Blogs dich am besten kennen und ja, ich habe das Gefühl dich zu kennen. Nicht persönlich, nicht im Gespräch, aber im denken, irgendwie. Vielleicht verstehst du was ich sagen möchte. Ich sehe, wie du dich selbst so sehr falsch siehst. Wie du etwas siehst, was dir nicht gefällt und ich sehe die gleiche Person, aus einem anderen Winkel und sehe nichts falsches, nichts schlechtes. Weißt du, du hast soviele Probleme, soviel Leid. Und könnte ich dir all das nehmen, würde ich das tun. Könnte ich dir nur eines nehmen, auch das wäre ein Anfang. Du hättest eine Rettung verdient, deinen ganz persönlichen Helden, und ja, auch in der heutigen, von mir kritisch gesehenen Zeit, glaube ich an diese Helden, denn sie sind mir selbst begegnet.
Gerade habe ich deine, mir bisher unbekannten Blogeinträge gelesen und wieder ging es schneller vorbei, als man dachte, sozusagen. Erst denkt man, dass sich da ja was angesammelt hat und alles was bleibt, sind Zeilen, die durch ihren wunderbaren Ausdruck und Genialität einfach so verfliegen, als wären es nur ein paar Worte. Aber es so viel mehr. Du hast soviel Talent, eine Begabung, um die ich dich immer wieder beneide. Du kannst schreiben, so wundervoll, sodass du immer zu wissen scheinst, wie du etwas ausdrücken musst. Ich wünsche dir, dass du bald schmerzfrei bist. Pass auf dich auf, ich denke an dich und werde mich bemühen, weniger zu fehlen.
Und nur ein paar Tage später ist mir etwas klar geworden, durch eine Begegnung, die mir nicht klar war. Ich war bei P. und M. auf dem 21ten Geburtstag. Ich hab getrunken, ich hab gelacht, was ich sicherlich auch ohne Alkohol getan hätte. Und plötzlich stand da A. Einfach so. Und so sehr ich mich die ganze Woche wie damals gefühlt habe und sein Anblick es nicht unbedingt erleichtert hat, wusste ich, dass ich nicht mehr das Mädchen von früher bin. Sein Anblick macht mich nicht schwach. Ich will ihn nicht retten. Ich hab Ra., ich hab genug. A. sah mich an, als hätte ich ihm alles kaputt gemacht. Als hätte ich ihm das Herz gebrochen. Und ich dachte: Hey, jede Narbe heilt. Ra. war nicht da, was ich gut fand, einfach aus dem Grund, weil er A. nicht kennen muss. Weil er diesen Teil von mir nicht wirklich kennen muss.
"Du siehst gesund aus", sagt er spät nachts zu mir. "Kann sein, dass du gerade nur nett sein willst, aber ich hab dir seit einem Jahr nichts mehr zu sagen, und dabei bleibe ich. Halt dich aus meinem Leben raus." Ich gehe weg, ohne mich umzudrehen. Diesen Teil von mir habe ich abgelegt, begraben und das ist gut so. (Klick hier, falls du nicht weißt, was vor einem Jahr war).
Und jetzt muss ich nochmal ein wenig "persönlicher" werden:
Liebe Emaschi,
wie du vermutlich weißt, lese ich deinen Blog schon eine gefühlte Ewigkeit und es kommt mir so vor, als wenn es nicht viel weniger Zeit ist, die vergangen ist, seitdem du meinen Blog ebenfalls list. Und auch, wenn wir uns gegenseitig nicht bei jedem Post schreiben, denke zumindest ich oft an dich. Ich wünsche dir die Kraft, die du brauchst, jeden Tag, das habe ich dir schon mehrfach gesagt und das gilt - auf ewig. Gestern Mittag habe ich dann deinen Kommentar per Mail bekommen. Du sagst, dass ich vermisst werde. Und ja, ich vermisse das auch. Den Ständigen Austausch mit all den Menschen, mit diesen wundervollen Menschen, die mir soviel geben, wo auch du zugehörst. Nur manchmal, manchmal lässt die Zeit es nicht zu. Momentan ziehe ich um, und wie der Teufel so will, habe ich zwei, drei Kartons Bücher mehr als der Durchschnittsmensch und brauch alleine eine Fahrt nur für all die wunderbaren Werke, die ich so verschlungen habe. Aber ich komme vom Thema ab, wie sooft. Du sagst selbst, dass die Leser deines Blogs dich am besten kennen und ja, ich habe das Gefühl dich zu kennen. Nicht persönlich, nicht im Gespräch, aber im denken, irgendwie. Vielleicht verstehst du was ich sagen möchte. Ich sehe, wie du dich selbst so sehr falsch siehst. Wie du etwas siehst, was dir nicht gefällt und ich sehe die gleiche Person, aus einem anderen Winkel und sehe nichts falsches, nichts schlechtes. Weißt du, du hast soviele Probleme, soviel Leid. Und könnte ich dir all das nehmen, würde ich das tun. Könnte ich dir nur eines nehmen, auch das wäre ein Anfang. Du hättest eine Rettung verdient, deinen ganz persönlichen Helden, und ja, auch in der heutigen, von mir kritisch gesehenen Zeit, glaube ich an diese Helden, denn sie sind mir selbst begegnet.
Gerade habe ich deine, mir bisher unbekannten Blogeinträge gelesen und wieder ging es schneller vorbei, als man dachte, sozusagen. Erst denkt man, dass sich da ja was angesammelt hat und alles was bleibt, sind Zeilen, die durch ihren wunderbaren Ausdruck und Genialität einfach so verfliegen, als wären es nur ein paar Worte. Aber es so viel mehr. Du hast soviel Talent, eine Begabung, um die ich dich immer wieder beneide. Du kannst schreiben, so wundervoll, sodass du immer zu wissen scheinst, wie du etwas ausdrücken musst. Ich wünsche dir, dass du bald schmerzfrei bist. Pass auf dich auf, ich denke an dich und werde mich bemühen, weniger zu fehlen.
Freitag, 25. Juli 2014
Du brauchst keine Angst zu haben. Doch ich bin im Lügen so furchtbar schlecht und du würdest mich durchschaun.
"Du bist der dümmste Mensch der Welt. Du standest vor einem leeren Tor, aber anstatt normal einzulochen, hast du dich umgedreht und bist einfach weggangen.", ruft die Stimme in meinem Kopf. "Haha, du hättest auch einfach 'Entschuldigen Sie, ich bin zu blöd für die Welt' auf die Zettel schreiben können", stimmt die zweite zu. Ich sitze dazwischen, falls es mich noch gibt. Falls es mich jemals gab. Stelle mir Blut vor. Fahrende Züge. Stelle mir vor, wie gut das alles zusammen passt. Ich hab das Gefühl, es wird eine blutige Nacht. Ich hab das Gefühl, dass ich es nicht mehr schaffe. Nicht mehr mit mir allein. Ich fordere die Stimmen hinaus. Hoffe, dass sie nicht still sind. Still, leer, allein. "Was machst du jetzt eigentlich? Bei Aldi an der Kasse arbeiten?", sagt die erste Stimme. "Das hat dein Vater dir schon immer vorausgesagt", sagt die Zweite. "Nimm einfach das Messer.", flüstert die dritte, tiefe Stimme. Ich zittere. "So dumm", schreie ich selbst. Die Stimmen rufen "Genau" in Chor. "Du hast alles verloren, also gib dich geschlagen.", sagt Stimme vier. Sie ist nett, ruhig, zuverlässig. "Selbst wenn du es nochmal versuchst, wie groß wird die Enttäuschung dann? Wie viel Leid kann ein einzelner Mensch ertragen?", fragt sie. "Keins mehr.", flüstere ich. "Genau", rufen die Stimmen erneut zusammen. "Ohne uns wärst du immer allein", sagt Stimme 2. "Also mach, was wir wollen. Wir sind doch deine Freunde", erwidert Stimme 1. "Ihr habt Recht, so Recht", sage ich und erinnere mich wie schön es war, wenn die Leere zu Schmerz wurde und man den Hass ausleben kann. "Dann tus endlich.", sagt Stimme 3.
Montag, 30. Juni 2014
Du weißt, wir müssen weiter ziehen und es scheint als wären wir. Ich entschuldige mich für alles, was ich in Trümmern hinterlies. Aber nicht für meine Bildung. Es ist ein gutes Gefühl zu sagen wir kennen uns noch in 10 Jahren.
Samstagabend. Abiball meiner alten Schule. Abiball von der wundervollen S. Abiball von einem Lk von Herrn A. Und ich irgendwo dazwischen. Ich sehe wie Herr A. sich mit drei Vollidioten aus S.' Stufe unterhalten muss. Während ich mich dann mit irgendwem unterhalte, sehe ich wie er mich erkennt und mir winkt. Höflich wie er ist, beendet er das Gespräch mit einer Floskel wie: ich komm gleich wieder, ich muss nur eben jemanden begrüßen. Sekunden später steht er neben mir und reicht mir die Hand. "die männliche Gesellschaft hier ist nicht zum Aushalten. Nur am trinken." ich muss lachen. "Ich möchte Ihnen ja nicht zu nahe treten aber nüchtern sind Sie auch nicht mehr." Er schüttelt den Kopf. "Ach, Denise. Lieber du trittst mir zu nahe als irgendwer anders hier."
"Hast du deine Hausarbeit denn fertig?" ich nicke. "Ich hab Ihnen die Mail vor mehr als 3 Monaten geschrieben. Ich hab sogar schon die Note und eine weitere im Blick." Er lacht. "Ich bin so ein schlechter Mensch." Energisch schüttele ich den Kopf. "Vielleicht ein langsamer Emailschreiber, aber sicher kein schlechter Mensch."
Später stehen S. Und ich zusammen und wie gefühlt den ganzen Abend kommt Herr A. Zu einem von uns. "hach. Meine Lieblingsschüler. Jetzt sind beide weg.." Fast synchron weisen S. Und ich darauf hin, dass er bloß nicht melancholisch werden darf weil wir sonst beide nicht klar kommen. "Aber macht euch doch nichts vor. Mir fallen solche Genie Abschiede doch viel schwerer. Ich sitze nächstes Jahr wieder dort in den Räumen und unterrichte und niemand beantwortet mir meine Fragen wie ich es gern hätte. Niemand weist mich darauf hin, dass ich einen Fehler gemacht habe, wenn ich die Aufmerksamkeit der Schüler bei tafelbildern suche. Niemand erhellt mir meinen Tag, wenn ich über den Gang laufe weil ich die Leute im Lehrerzimmer weniger unterhaltend finde Als einen von euch." Jeder in der Halle hätte den Klos von mir und S. Im Hals gesehen. Die Dunkelheit verhinderte, dass sowohl S. Als auch ich dabei ertappt wurden, heimlich zwei Tränen zu verlieren. "Aber ihr", setzt Herr A. Fort "ihr geht raus und erlebt Abenteuer, beeindruckt neue Leute und irgendwann vergesst ihr mich, sobald ein neuer Abschnitt startet.." Es klang als wäre auch ihm zum heulen zumute. S. Sagt sie könne sich nicht vorstellen, dass die Sehnsucht zur schule irgendwann mal vorbei gehen könne. Heimlich dachte sie an die Sehnsucht an Herrn A. "Wissen Sie eigentlich, dass Denise und ich uns nie ohne sie kennen würden?", fragt S.. Er schüttelt den Kopf. "Ich musste Literatur wählen und dann wurde mir gesagt, dass ich doch mal die besten der anderen Kurse Fragen solle. Und naja wir wissen beide, wieso dabei Denise rauskam." Beide grinsen. "Noch heute bin ich verrückt nach deinem Kurzkrimi", stimmt Herr A. S. In meine Richtung zu.
S. Geht und lässt uns beinahe verlorenen Seelen allein. "Ich glaub Sie wissen noch was nicht.", flüstere ich so gut wie möglich. "Was denn?" - "Ohne Sie würde ich jetzt nie Philo studieren. Ohne Sie würde ich vermutlich irgendwas mit Informatik machen, mit dem man gut verdient aber was man nicht liebt. Nicht so sehr wie die Philosophie." - "Niemals", sagt er ziemlich schockiert. "Ich wollte Philo abwählen, bevor ich wusste, dass ich einen neuen Lehrer bekomme." Ich glaube, er glaubt mir bis heute nicht. Sofern er sich das überhaupt gemerkt hat. Wir reden noch darüber, dass ich in der Uni seinen Unterricht erneut mache. Kant, Hobbes, Locke, als könne ich die nicht auswendig. "So gut sind die da? Machen einfach meinen Unterricht nach?", fragt er und lacht.
Nachdem er von anderen zu geschwafelt wurde, verkündeter dass er jetzt nach Hause geht. Ich sehe wie er S. Zum Abschied umarmt und dem Rest die Hand schüttelt. Mir streckt er die Hand auch entgegen. Ich grinse spöttisch. "Hast ja recht." Er umarmt mich und nachdem er noch schnell versprach, dass er sich bald per Mail meldet, geht er. Und es fühlt sich schon wieder nach meinem Abschied an. Als würde erneut alles zerreißen obwohl das hier nicht mein Abiball ist, sondern nur das Leben, was ich mir jeden Tag aufs neue wünsche.
S. Und ich laufen Sekundenschnell zusammen. "er hat mich umarmt."- "mich auch." -"Können wir jetzt zusammen sterben gehen?" -"Naja immerhin hat Herr A. Seine Nähe Schäden überwunden." - "Ob wir das auch mal schaffen?" - "hoffentlich.", spreche ich den Wunsch aus
"Hast du deine Hausarbeit denn fertig?" ich nicke. "Ich hab Ihnen die Mail vor mehr als 3 Monaten geschrieben. Ich hab sogar schon die Note und eine weitere im Blick." Er lacht. "Ich bin so ein schlechter Mensch." Energisch schüttele ich den Kopf. "Vielleicht ein langsamer Emailschreiber, aber sicher kein schlechter Mensch."
Später stehen S. Und ich zusammen und wie gefühlt den ganzen Abend kommt Herr A. Zu einem von uns. "hach. Meine Lieblingsschüler. Jetzt sind beide weg.." Fast synchron weisen S. Und ich darauf hin, dass er bloß nicht melancholisch werden darf weil wir sonst beide nicht klar kommen. "Aber macht euch doch nichts vor. Mir fallen solche Genie Abschiede doch viel schwerer. Ich sitze nächstes Jahr wieder dort in den Räumen und unterrichte und niemand beantwortet mir meine Fragen wie ich es gern hätte. Niemand weist mich darauf hin, dass ich einen Fehler gemacht habe, wenn ich die Aufmerksamkeit der Schüler bei tafelbildern suche. Niemand erhellt mir meinen Tag, wenn ich über den Gang laufe weil ich die Leute im Lehrerzimmer weniger unterhaltend finde Als einen von euch." Jeder in der Halle hätte den Klos von mir und S. Im Hals gesehen. Die Dunkelheit verhinderte, dass sowohl S. Als auch ich dabei ertappt wurden, heimlich zwei Tränen zu verlieren. "Aber ihr", setzt Herr A. Fort "ihr geht raus und erlebt Abenteuer, beeindruckt neue Leute und irgendwann vergesst ihr mich, sobald ein neuer Abschnitt startet.." Es klang als wäre auch ihm zum heulen zumute. S. Sagt sie könne sich nicht vorstellen, dass die Sehnsucht zur schule irgendwann mal vorbei gehen könne. Heimlich dachte sie an die Sehnsucht an Herrn A. "Wissen Sie eigentlich, dass Denise und ich uns nie ohne sie kennen würden?", fragt S.. Er schüttelt den Kopf. "Ich musste Literatur wählen und dann wurde mir gesagt, dass ich doch mal die besten der anderen Kurse Fragen solle. Und naja wir wissen beide, wieso dabei Denise rauskam." Beide grinsen. "Noch heute bin ich verrückt nach deinem Kurzkrimi", stimmt Herr A. S. In meine Richtung zu.
S. Geht und lässt uns beinahe verlorenen Seelen allein. "Ich glaub Sie wissen noch was nicht.", flüstere ich so gut wie möglich. "Was denn?" - "Ohne Sie würde ich jetzt nie Philo studieren. Ohne Sie würde ich vermutlich irgendwas mit Informatik machen, mit dem man gut verdient aber was man nicht liebt. Nicht so sehr wie die Philosophie." - "Niemals", sagt er ziemlich schockiert. "Ich wollte Philo abwählen, bevor ich wusste, dass ich einen neuen Lehrer bekomme." Ich glaube, er glaubt mir bis heute nicht. Sofern er sich das überhaupt gemerkt hat. Wir reden noch darüber, dass ich in der Uni seinen Unterricht erneut mache. Kant, Hobbes, Locke, als könne ich die nicht auswendig. "So gut sind die da? Machen einfach meinen Unterricht nach?", fragt er und lacht.
Nachdem er von anderen zu geschwafelt wurde, verkündeter dass er jetzt nach Hause geht. Ich sehe wie er S. Zum Abschied umarmt und dem Rest die Hand schüttelt. Mir streckt er die Hand auch entgegen. Ich grinse spöttisch. "Hast ja recht." Er umarmt mich und nachdem er noch schnell versprach, dass er sich bald per Mail meldet, geht er. Und es fühlt sich schon wieder nach meinem Abschied an. Als würde erneut alles zerreißen obwohl das hier nicht mein Abiball ist, sondern nur das Leben, was ich mir jeden Tag aufs neue wünsche.
S. Und ich laufen Sekundenschnell zusammen. "er hat mich umarmt."- "mich auch." -"Können wir jetzt zusammen sterben gehen?" -"Naja immerhin hat Herr A. Seine Nähe Schäden überwunden." - "Ob wir das auch mal schaffen?" - "hoffentlich.", spreche ich den Wunsch aus
Samstag, 14. Juni 2014
Ich trage diesen Hass, Hass, Hass, Hass, Hass, das Leid, den Schmerz ich kann einfach nicht mehr.
Ich hab grad extrem viel Wut im Bauch und ich kann sie nirgendwo rauslassen, also werde ich irgendetwas in die Tasten tippen, bevor es in einem Fressanfall endet und ich mich den ganzen restlichen Monat deswegen hasse.
Wisst ihr, seit ich weiß, dass ich wahrscheinlich im August ausziehe, weg von meinem Eltern, näher an die Uni, kotzt mich mein "Zuhause" immer mehr an. Ich weiß nicht. Manchmal glaube ich, dass ich erwachsener bin als meine Eltern. Sie leben in ihrer hässlichen Scheinwelt und hassen sich. Aber niemand redet darüber. Nein, wir tun wie diese verkackten glücklichen Familien. Nichts davon sind wir. Das is zuviel für mich an manchen Tagen. Ich sage denen, dass ich es kacke finde, dass ich nicht weiß wie man so unglaublich verlogen leben kann. Und am Ende bin ich die Böse. Weil ich die verdammte Wahrheit ausspreche. "du bekommst doch gar nichts mit. Du bist entweder in der Uni oder beim Sport. Du bist kaum Teil der Familie" - "Das liegt daran, dass das keine Familie ist. Dass nichts an euch zu ertragen ist. Das ist hier ist ein großer Haufen Scheiße, den ihr mit Glitzer schmückt." - "Denise, was willst du eigentlich? Hast du denn nicht alles zum leben?" - "Wenns nach mir geht, wäre ich nichtmal am Leben. Aber ich bin ja hier in diesen glücklichen Haushalt geboren, wo der Erzeuger seine Kinder hasst, die Mutter dran kaputt geht und man alles versucht mit Geld zu retten." - "Mach doch, was du willst. Aber mein Geld ausgeben kannst du ne.", schreit mein Vater. "Klar, ich mach den ganzen verkackten Tag nichts anderes. Ich bin nicht der Mensch, der morgens um 6 Uhr das Haus verlässt, um 22 Uhr wiederkommt und dazwischen endlich mal weg ist. Weg von dir, du primitiver Höhlenmensch." - "Wie redest du eigentlich mit mir? Ich bin dein Vater!" - "Du bist ein Scheiß. Danke für die Samenspende, beim nächsten Mal spar sie dir. Ich hab nicht drum gebeten." - "Geh doch wieder trainieren hilft dir doch eh nicht." Ich lache spöttisch. "Der Neid tut schon weh, dass deine einzige Angriffsfläche nicht mehr da ist oder? du wirst immer fetter und ich? Ich bin sportlicher als so manche, die das wirklich beruflich machen." - "Jetzt müsstest du nur noch schlauer werden wie dein Bruder was." Ich schlucke. "Schade nur, dass die Intelligenz nicht vererbt wurde, weil von dir kann sie nicht kommen." - "Du bist ein Stück Scheiße, Denise." - "Aber eins, was gut aussieht, intelligent und erfolgreich ist. Also alles, was dir fehlt." Ich gehe in mein Zimmer, schlage mit dem Kopf gegen die Wand und bete, dass ich morgen aufwache und aus diesem Albtraum endlich aufwache. Ich hasse ihn und manchmal schafft er es, dass ich mich deshalb auch hasse.
Wisst ihr, seit ich weiß, dass ich wahrscheinlich im August ausziehe, weg von meinem Eltern, näher an die Uni, kotzt mich mein "Zuhause" immer mehr an. Ich weiß nicht. Manchmal glaube ich, dass ich erwachsener bin als meine Eltern. Sie leben in ihrer hässlichen Scheinwelt und hassen sich. Aber niemand redet darüber. Nein, wir tun wie diese verkackten glücklichen Familien. Nichts davon sind wir. Das is zuviel für mich an manchen Tagen. Ich sage denen, dass ich es kacke finde, dass ich nicht weiß wie man so unglaublich verlogen leben kann. Und am Ende bin ich die Böse. Weil ich die verdammte Wahrheit ausspreche. "du bekommst doch gar nichts mit. Du bist entweder in der Uni oder beim Sport. Du bist kaum Teil der Familie" - "Das liegt daran, dass das keine Familie ist. Dass nichts an euch zu ertragen ist. Das ist hier ist ein großer Haufen Scheiße, den ihr mit Glitzer schmückt." - "Denise, was willst du eigentlich? Hast du denn nicht alles zum leben?" - "Wenns nach mir geht, wäre ich nichtmal am Leben. Aber ich bin ja hier in diesen glücklichen Haushalt geboren, wo der Erzeuger seine Kinder hasst, die Mutter dran kaputt geht und man alles versucht mit Geld zu retten." - "Mach doch, was du willst. Aber mein Geld ausgeben kannst du ne.", schreit mein Vater. "Klar, ich mach den ganzen verkackten Tag nichts anderes. Ich bin nicht der Mensch, der morgens um 6 Uhr das Haus verlässt, um 22 Uhr wiederkommt und dazwischen endlich mal weg ist. Weg von dir, du primitiver Höhlenmensch." - "Wie redest du eigentlich mit mir? Ich bin dein Vater!" - "Du bist ein Scheiß. Danke für die Samenspende, beim nächsten Mal spar sie dir. Ich hab nicht drum gebeten." - "Geh doch wieder trainieren hilft dir doch eh nicht." Ich lache spöttisch. "Der Neid tut schon weh, dass deine einzige Angriffsfläche nicht mehr da ist oder? du wirst immer fetter und ich? Ich bin sportlicher als so manche, die das wirklich beruflich machen." - "Jetzt müsstest du nur noch schlauer werden wie dein Bruder was." Ich schlucke. "Schade nur, dass die Intelligenz nicht vererbt wurde, weil von dir kann sie nicht kommen." - "Du bist ein Stück Scheiße, Denise." - "Aber eins, was gut aussieht, intelligent und erfolgreich ist. Also alles, was dir fehlt." Ich gehe in mein Zimmer, schlage mit dem Kopf gegen die Wand und bete, dass ich morgen aufwache und aus diesem Albtraum endlich aufwache. Ich hasse ihn und manchmal schafft er es, dass ich mich deshalb auch hasse.
"Die Engel kamen wieder zu spät
ja der Teufel hat den Hass in meine Wiege gelegt
und er zwang mich seitdem es in mir zu tragen,
deswegen hab ich mich als Kind auch geschlagen
ja der Teufel hat den Hass in meine Wiege gelegt
und er zwang mich seitdem es in mir zu tragen,
deswegen hab ich mich als Kind auch geschlagen
Er wurde größer, als ich Mama schufften sah
den Boden putzen sah
den Boden putzen sah
Er macht mich hart, ja so hart doch dein Herz erfriert
Er ist wie ne Droge, du vergisst dein Schmerz in dir.
Auch wenn du mich bestrafst, guck her du fütterst ihnSag wie lang ist das schon her?
Das wir einfach glücklich war'n?
Man ich kanns mir nicht erklärn"
Er ist wie ne Droge, du vergisst dein Schmerz in dir.
Auch wenn du mich bestrafst, guck her du fütterst ihnSag wie lang ist das schon her?
Das wir einfach glücklich war'n?
Man ich kanns mir nicht erklärn"
Mittwoch, 4. Juni 2014
Zerstör’ dich und lass Frust ab. Mach kaputt, was dich kaputt macht. Zerstör’ das alte Muster. Spuck auf was dich angespuckt hat.
Hallo Welt. Hallo kleiner Fleck auf dem ich lebe. Beinahe wärst du zu
einer Katastrophe geworden. Beinahe hast du mir so viel Angst gemacht,
dass ich in alte Muster verfallen wäre. Aber diese Muster habe ich
abgelegt. Aus Angst, was folgen könnte. Aus Mut, das Leben selbst zu
bestimmen, nicht vom Blutdurst führen zu lassen. Aus Trotz: "das
schaffst du nie alleine, such dir Hilfe". Von wegen.
Und so kam es am letzten Tag zu dem Fall, dass ich weinend auf der Toilette ein Stäbchen mit Urin tränkte, alles nur weil Dämonen lauter sind als der eigene Verstand. Alles nur, weil Träume Nacht für Nacht quälend die Augen offen halten. Am morgen bleibt nichts anderes als übelriechende, dunkele Kotze.
Ich werde kein neues Leben zur Welt bringen. Und das ist gut so, nicht nur weil ich es nicht in mein Leben einplanen könnte, sondern weil mein Leben nicht stark genug ist. Weil mein Leben meins ist.
Ich drücke mich wiedermal so unklar aus, entschuldigt das. Wenn Google bestimmte Symptome liefert, wenn man sich selbst dicker findet als sonst, wenn im Kopf alles Sinn macht, kann man an Dinge glauben, die nicht wahrhaftig sind. Schon Kant meinte, man solle dem Verstand folgen, denn dafür sind wir Menschen so beschaffen. Kant musste sich aber nicht mit Dämonen, Size Zero und beinahe ohnmächtig betrunkenen ersten Malen beschäftigen. Die machen den Verstand klein. Schrumpfen ihn auf minimal Größe denn sonst hat der Rest keine Macht. Der Wunsch so dünn zu sein, dass nur noch Knochen existieren. Jeden Tag dieselbe Lüge zu leben, dass das Leben wunderschön ist. Und daran zu glauben, dass die Gesellschaft kein großes Stück Scheiße ist.
Nur weil ich nicht suizidgefährdet lebe, heißt das nicht, dass ich alles toll finde. Dass ich mein Leben oder diese Welt liebe und mit rosa Blümchen um mich schmeiße.
Alles, was man sicher hat, ist Alkohol, Bücher, Musik und der unglaubliche Gestank der Menschheit auf diesem Planeten.
Und so kam es am letzten Tag zu dem Fall, dass ich weinend auf der Toilette ein Stäbchen mit Urin tränkte, alles nur weil Dämonen lauter sind als der eigene Verstand. Alles nur, weil Träume Nacht für Nacht quälend die Augen offen halten. Am morgen bleibt nichts anderes als übelriechende, dunkele Kotze.
Ich werde kein neues Leben zur Welt bringen. Und das ist gut so, nicht nur weil ich es nicht in mein Leben einplanen könnte, sondern weil mein Leben nicht stark genug ist. Weil mein Leben meins ist.
Ich drücke mich wiedermal so unklar aus, entschuldigt das. Wenn Google bestimmte Symptome liefert, wenn man sich selbst dicker findet als sonst, wenn im Kopf alles Sinn macht, kann man an Dinge glauben, die nicht wahrhaftig sind. Schon Kant meinte, man solle dem Verstand folgen, denn dafür sind wir Menschen so beschaffen. Kant musste sich aber nicht mit Dämonen, Size Zero und beinahe ohnmächtig betrunkenen ersten Malen beschäftigen. Die machen den Verstand klein. Schrumpfen ihn auf minimal Größe denn sonst hat der Rest keine Macht. Der Wunsch so dünn zu sein, dass nur noch Knochen existieren. Jeden Tag dieselbe Lüge zu leben, dass das Leben wunderschön ist. Und daran zu glauben, dass die Gesellschaft kein großes Stück Scheiße ist.
Nur weil ich nicht suizidgefährdet lebe, heißt das nicht, dass ich alles toll finde. Dass ich mein Leben oder diese Welt liebe und mit rosa Blümchen um mich schmeiße.
Alles, was man sicher hat, ist Alkohol, Bücher, Musik und der unglaubliche Gestank der Menschheit auf diesem Planeten.
Mittwoch, 28. Mai 2014
Und in einer sternenklaren Nacht, in der keiner schlafen kann, nimmt der Mond seinen Hut, seinen ganzen Mut zusammen. Nur eine leise Frage, am Ende die bleibt: Können wir nicht bitte Freunde bleiben? Können wir nicht Freunde bleiben?
Seit Tagen freute ich mich auf S. Mündliche Abi-Prüfung einerseits
weil ich wusste, dass sie es kann. Andererseits weil ich wusste, sie hat
den gleichen Vorteil genossen bei Herrn A. Philosophie gehabt zu haben
und bei ebendem ihre Prüfung hatte. Also backte ich am Vortag einen
(ziemlich leckeren) Kuchen und garnierte ihn mit einem glücklichen
Schwein und einem unglücklichen Sokrates. (wers nicht versteht: lest
mehr John Stuart Mill! Wers verstehen will: könnt fragen). Auch wenn es
künstlerisch eher minderwertig war, fand ich es dennoch
hochphilosophisch.
So stand ich knappe 12 Minuten vor dem Raum bis S. rauskam und mich anstrahlte: eigentlich liefs ziemlich gut. Kurz darauf ging die Tür erneut auf und Herr A. Kam heraus, zog sich vor Scham sein Sacko schräg über den Kopf. "Denise, es tut mir sehr Leid. Ich weiß ich hab dir ewig nicht auf deine Mail geantwortet. Ich schäme mich wirklich." ich seh ihn an:" naja sie sind der einzige der sich das halbwegs erlauben darf mir knapp 4 Monate nicht zu antworten." er lacht: "womit habe ich das denn verdient?" - "Sie sind mein Hume Oder Berkeley, wenn ich Kant bin. Sie wissen schon, Vorbilder, Menschen an denen man sich orientiert." Er schweigt kurz. "Wenn du jetzt auch so ein Werk wie "Kritik der reinen Vernunft" schreibst, kannst du mich gerne erwähnen." Danach lacht er nicht. Er lächelt nur ganz sanft als wenn er wirklich daran glaubt, als könne er es schon vor sich sehen.
Während Herr A. In der nächsten Prüfung sitzt, essen S. und ich Kuchen. Frau D. (ehemals meine Lehrerin für ein Jahr im Vertiefungsfach Englisch, naja ich bin halt nicht so gut in fremden Sprachen) sieht den Kuchen und fragt wem der gehört. Sie nimmt sich ein Stück, setzt sich zu uns und sieht mich plötzlich erschrocken an als S. Mich mit Denise anspricht. "Du hast letztes Jahr Abi gemacht oder? Was machst du jetzt?" ich erläutere meine Lage, sie ist begeistert von meiner Mathe/Philo-Kombi und fragt mich wie Mathe läuft. Ich antworte mit:" Es ist Mathe da läuft nie was, jeden Tag eine neue unüberwindbare Herausforderung." Sie schüttelt den Kopf. "hast du die erste Klausur geschafft?"-"eine ja, eine nicht so wirklich."-"damit bist du besser als circa 85% deines Jahrganges, sind doch etwa die Quoten oder?" ich Nicke. "na also nicht aufgeben. Als ich studiert habe, hieß es, es gebe keinen einzigen Lehrerjob. Nirgends und Vorallem nicht für Deutsch/Englisch wie mich. Und wo bin ich jetzt? Genau ich war deine Lehrerin, ich bin Oberstufenkoordinatin und ich bleib auch Lehrerin. Also beiß dich da durch wenn es dein Traum ist, ganz einfach." daraufhin verlässt sie uns und sowohl S. Als auch ich hängen unseren Gedanken nach. Was sind meine Träume?
Und theoretisch kam in den Moment mein Traum durch die Tür: schwarze, gegelte Haare, schwarzes Shirt mit dunkelem Sacko und Jeans. Dazu die verfluchten dunkelbraunen Augen. "Habt ihr eure Noten schon?", fragt Herr A. seine Prüflinge. So verliebt die Beschreibung auch klingt, ist es nicht. Ich weiß nicht wie man es beschreiben soll, aber es ist eine der besten Verbindungen die es geben kann. Niemand hatte seine Note. Ich kann mich noch erinnern wieich letztes Jahr so da saß und hoffte, dass ich gut war in Deutsch beim inkompetenten Herrn S. Und nein, ich war nicht gut. Den restlichen Tag habe ich geweint und mich dafür verflucht Deutsch nicht schriftlich genommen zu haben und bei Herrn A. Mündlich in philo meine Prüfung gemacht zu haben. Ich wünsche mir in dem Moment dass es S. nicht passiert.
S. Kommt aus dem Notenraum, grinst mich an und ruft: 15 Punkte. (1+) " habe ich dir doch gestern schon gesagt, Mensch" wir lachen. Herr A. Grinst und lobt S. "was mache ich jetzt eigentlich wenn ihr beide weg seid? Dann hat Denise gar keinen Grund mehr hierher zu kommen, und S. Sehe ich auch nicht mehr täglich. Ich glaub ich geh in Rente" S. Wird eben dasselbe bewusst, aber sie muss dadurch. Dadurch, wo ich seit über einem Jahr durch muss. Durch die kleine Hölle, die an einsamen Tagen stärker da ist aber einen nie ganz verlässt. Dieses Gefühl von früher war alles besser egal wie gut die Gegenwart war, die pure Sehnsucht als man noch jung, frei und unbeschwert war und es sich dennoch so unglaublich schwer und kaputt gemacht hat. Und während ich darüber nachdenke, in diesem Flur, den ich eine Zeitlang mehr liebte als mein zuhause, sehe ich, dass wir alle drei dort so sitzen, gedankenvoll, reaktionslos.
"Ich werd dir, ich werde euch regelmäßiger schreiben, ich werde es zumindest versuchen. Meine beiden Genies verlassen die Schule. Ich hätte nichtmal daran gedacht, nichtmal im entferntesten gehofft, dass eine Generation zwei solcher Menschen hervorbringt. Ich glaub, jetzt kommt erstmal Dürre." und während S. Und ich um die wette schlucken und blinzeln, damit wir nicht zu gerührt aussehen, versucht er mir zu erklären, dass er die Mail schon geschrieben hat, aber der Verkehr des Internets staut. Wir müssen beide lachen und irgendwie ist es ein schmerzhaftes Lachen, denn vielleicht ist das, das letzte Mal für lange Zeit. Wir verabschieden uns ebenso schmerzlich. "Hab ich das nur geträumt oder hat er uns Genies genannt?", fragt S. Ich nicke:"ja hat er, aber naja das hätte ich ihm auch eher sagen können" Wir lachen erneut. Die Fröhlichkeit der Schule. Diese Schule in die ich hoffentlich in etwas mehr als 4 Jahren zurückkehren werde. Mit mehr Fachwissen und ohne Tränen in den Augen aber solange wird mir der Weg vom Bahnhof nach Hause, direkt an ebendieser Schule vorbei zeigen was mein Ziel ist. Mein Traum für den es zu kämpfen lohnt.
So stand ich knappe 12 Minuten vor dem Raum bis S. rauskam und mich anstrahlte: eigentlich liefs ziemlich gut. Kurz darauf ging die Tür erneut auf und Herr A. Kam heraus, zog sich vor Scham sein Sacko schräg über den Kopf. "Denise, es tut mir sehr Leid. Ich weiß ich hab dir ewig nicht auf deine Mail geantwortet. Ich schäme mich wirklich." ich seh ihn an:" naja sie sind der einzige der sich das halbwegs erlauben darf mir knapp 4 Monate nicht zu antworten." er lacht: "womit habe ich das denn verdient?" - "Sie sind mein Hume Oder Berkeley, wenn ich Kant bin. Sie wissen schon, Vorbilder, Menschen an denen man sich orientiert." Er schweigt kurz. "Wenn du jetzt auch so ein Werk wie "Kritik der reinen Vernunft" schreibst, kannst du mich gerne erwähnen." Danach lacht er nicht. Er lächelt nur ganz sanft als wenn er wirklich daran glaubt, als könne er es schon vor sich sehen.
Während Herr A. In der nächsten Prüfung sitzt, essen S. und ich Kuchen. Frau D. (ehemals meine Lehrerin für ein Jahr im Vertiefungsfach Englisch, naja ich bin halt nicht so gut in fremden Sprachen) sieht den Kuchen und fragt wem der gehört. Sie nimmt sich ein Stück, setzt sich zu uns und sieht mich plötzlich erschrocken an als S. Mich mit Denise anspricht. "Du hast letztes Jahr Abi gemacht oder? Was machst du jetzt?" ich erläutere meine Lage, sie ist begeistert von meiner Mathe/Philo-Kombi und fragt mich wie Mathe läuft. Ich antworte mit:" Es ist Mathe da läuft nie was, jeden Tag eine neue unüberwindbare Herausforderung." Sie schüttelt den Kopf. "hast du die erste Klausur geschafft?"-"eine ja, eine nicht so wirklich."-"damit bist du besser als circa 85% deines Jahrganges, sind doch etwa die Quoten oder?" ich Nicke. "na also nicht aufgeben. Als ich studiert habe, hieß es, es gebe keinen einzigen Lehrerjob. Nirgends und Vorallem nicht für Deutsch/Englisch wie mich. Und wo bin ich jetzt? Genau ich war deine Lehrerin, ich bin Oberstufenkoordinatin und ich bleib auch Lehrerin. Also beiß dich da durch wenn es dein Traum ist, ganz einfach." daraufhin verlässt sie uns und sowohl S. Als auch ich hängen unseren Gedanken nach. Was sind meine Träume?
Und theoretisch kam in den Moment mein Traum durch die Tür: schwarze, gegelte Haare, schwarzes Shirt mit dunkelem Sacko und Jeans. Dazu die verfluchten dunkelbraunen Augen. "Habt ihr eure Noten schon?", fragt Herr A. seine Prüflinge. So verliebt die Beschreibung auch klingt, ist es nicht. Ich weiß nicht wie man es beschreiben soll, aber es ist eine der besten Verbindungen die es geben kann. Niemand hatte seine Note. Ich kann mich noch erinnern wieich letztes Jahr so da saß und hoffte, dass ich gut war in Deutsch beim inkompetenten Herrn S. Und nein, ich war nicht gut. Den restlichen Tag habe ich geweint und mich dafür verflucht Deutsch nicht schriftlich genommen zu haben und bei Herrn A. Mündlich in philo meine Prüfung gemacht zu haben. Ich wünsche mir in dem Moment dass es S. nicht passiert.
S. Kommt aus dem Notenraum, grinst mich an und ruft: 15 Punkte. (1+) " habe ich dir doch gestern schon gesagt, Mensch" wir lachen. Herr A. Grinst und lobt S. "was mache ich jetzt eigentlich wenn ihr beide weg seid? Dann hat Denise gar keinen Grund mehr hierher zu kommen, und S. Sehe ich auch nicht mehr täglich. Ich glaub ich geh in Rente" S. Wird eben dasselbe bewusst, aber sie muss dadurch. Dadurch, wo ich seit über einem Jahr durch muss. Durch die kleine Hölle, die an einsamen Tagen stärker da ist aber einen nie ganz verlässt. Dieses Gefühl von früher war alles besser egal wie gut die Gegenwart war, die pure Sehnsucht als man noch jung, frei und unbeschwert war und es sich dennoch so unglaublich schwer und kaputt gemacht hat. Und während ich darüber nachdenke, in diesem Flur, den ich eine Zeitlang mehr liebte als mein zuhause, sehe ich, dass wir alle drei dort so sitzen, gedankenvoll, reaktionslos.
"Ich werd dir, ich werde euch regelmäßiger schreiben, ich werde es zumindest versuchen. Meine beiden Genies verlassen die Schule. Ich hätte nichtmal daran gedacht, nichtmal im entferntesten gehofft, dass eine Generation zwei solcher Menschen hervorbringt. Ich glaub, jetzt kommt erstmal Dürre." und während S. Und ich um die wette schlucken und blinzeln, damit wir nicht zu gerührt aussehen, versucht er mir zu erklären, dass er die Mail schon geschrieben hat, aber der Verkehr des Internets staut. Wir müssen beide lachen und irgendwie ist es ein schmerzhaftes Lachen, denn vielleicht ist das, das letzte Mal für lange Zeit. Wir verabschieden uns ebenso schmerzlich. "Hab ich das nur geträumt oder hat er uns Genies genannt?", fragt S. Ich nicke:"ja hat er, aber naja das hätte ich ihm auch eher sagen können" Wir lachen erneut. Die Fröhlichkeit der Schule. Diese Schule in die ich hoffentlich in etwas mehr als 4 Jahren zurückkehren werde. Mit mehr Fachwissen und ohne Tränen in den Augen aber solange wird mir der Weg vom Bahnhof nach Hause, direkt an ebendieser Schule vorbei zeigen was mein Ziel ist. Mein Traum für den es zu kämpfen lohnt.
Freitag, 16. Mai 2014
Ich brauch mehr Platz und frischen Wind. Ich muss schnell woanders hin. Vergesst, wer ich war. Vergesst meinen Namen. Es wird nie mehr sein, wie es war.
Ich hatte in den letzten Tagen soviele verschiedene Anfänge für diesen Post. Dieser war keiner. Dieser entspricht der Leere, die sich momentan immer wieder bei mir einschleicht. Die fundamentale Frage, die ich mir seit Tagen stelle, ist: Wieso kann ich nicht einfach glücklich sein? Habe ich nicht alles? Ich studiere mittelmäßig Mathe, jeden Tag darf ich neue Aspekte der Philosophie betrachten, ich habe einen Freund, der mich liebt, der alles für mich tun würde. Ich bin gesund, schnittfrei seit fast 1,5 Jahren(!). Es gibt immer wieder Tage an denen ich am liebsten den ganzen Tag nichts essen würde, aber sie sind weniger geworden, wenn auch immernoch zuviel. Also wieso bin ich nicht einfach glücklich? Tausende Menschen würde für meine Lage morden.
Wieso tut es mir so weh, dass Herr A. es nicht schafft, mir zu antworten und das schon seit Monaten? Wieso tut es weh, dass es so schien, dass ich Maxi egal bin, seit er seine Freundin hat. Kaum hatte ich heute morgen den Gedanken zu Ende gedacht, kam er an und will heute abend was trinken gehen. Wie auch immer er das immer macht. Seine Freundin möchte mich unbedingt kennenlernen und er mich wiedersehen. Ein Gruppending mit noch ein paar Freunden von ihm. Und wie passe ich darein? Wieso möchte ich sooft alleine sein und sage das Ra. auch so? Möchte ich, dass er leidet wie ich es mein ganzes Leben musste? Nein, das möchte ich nicht. Nur manchmal ertrage ich diese ganze Liebe nicht. Die Küsse nicht. Das Anfassen. Dann möchte ich auf meinem Sofa sitzen, an die grüne Wand starren und mich vergewissern, dass ich noch atme. Dass ich existiere. Versteht das jemand? Vermutlich nicht.
Ich möchte Geschichten, Bücher, ganze Werke schreiben. Und dabei bin ich froh, wenn ich irgendwo zwischen Cosinus und Sinus, zwischen Kugelumgebungen und Transformationsmatrizen, ein einziges Lied hören kann, bevor ich mich wieder der Mathematik zuwenden muss. Nichtmal ein einfaches Essay bekomme ich geschrieben. Tests werden online morgens um halb fünf geschrieben. Einfach so. Mit dem Wissen, dass es nicht das ist, was man weiß, sondern das einzige, was man kraftmäßig noch schafft. Bevor man im Stuhl zusammensackt, um wenigstens eine Stunde Schlaf zu bekommen bis der Wecker um Vier Uhr klingelt, denn um 10 Uhr ist Abgabe des Matheblattes. Tagein, Tagaus.
Vermutlich denkt jeder: Was hat die eigentlich? Sie hat alles. Wieso ist mir dann ständig danach, dass ich tagelang weinen könnte? Wieso ist alles so komisch, so falsch? Nur weil sie keine Zeit hat? Zeit ist das seltenste Gut, also was beschwert sie sich. Sie ist doch mitten in ihrem Traum. Und vielleicht ist "sie" das, aber ich, ich bin hier falsch. Ich weiß nur noch nicht, inwieweit.
Wieso tut es mir so weh, dass Herr A. es nicht schafft, mir zu antworten und das schon seit Monaten? Wieso tut es weh, dass es so schien, dass ich Maxi egal bin, seit er seine Freundin hat. Kaum hatte ich heute morgen den Gedanken zu Ende gedacht, kam er an und will heute abend was trinken gehen. Wie auch immer er das immer macht. Seine Freundin möchte mich unbedingt kennenlernen und er mich wiedersehen. Ein Gruppending mit noch ein paar Freunden von ihm. Und wie passe ich darein? Wieso möchte ich sooft alleine sein und sage das Ra. auch so? Möchte ich, dass er leidet wie ich es mein ganzes Leben musste? Nein, das möchte ich nicht. Nur manchmal ertrage ich diese ganze Liebe nicht. Die Küsse nicht. Das Anfassen. Dann möchte ich auf meinem Sofa sitzen, an die grüne Wand starren und mich vergewissern, dass ich noch atme. Dass ich existiere. Versteht das jemand? Vermutlich nicht.
Ich möchte Geschichten, Bücher, ganze Werke schreiben. Und dabei bin ich froh, wenn ich irgendwo zwischen Cosinus und Sinus, zwischen Kugelumgebungen und Transformationsmatrizen, ein einziges Lied hören kann, bevor ich mich wieder der Mathematik zuwenden muss. Nichtmal ein einfaches Essay bekomme ich geschrieben. Tests werden online morgens um halb fünf geschrieben. Einfach so. Mit dem Wissen, dass es nicht das ist, was man weiß, sondern das einzige, was man kraftmäßig noch schafft. Bevor man im Stuhl zusammensackt, um wenigstens eine Stunde Schlaf zu bekommen bis der Wecker um Vier Uhr klingelt, denn um 10 Uhr ist Abgabe des Matheblattes. Tagein, Tagaus.
Vermutlich denkt jeder: Was hat die eigentlich? Sie hat alles. Wieso ist mir dann ständig danach, dass ich tagelang weinen könnte? Wieso ist alles so komisch, so falsch? Nur weil sie keine Zeit hat? Zeit ist das seltenste Gut, also was beschwert sie sich. Sie ist doch mitten in ihrem Traum. Und vielleicht ist "sie" das, aber ich, ich bin hier falsch. Ich weiß nur noch nicht, inwieweit.
Freitag, 2. Mai 2014
In der Zeit liegt Vergangenheit. Erblindet durch Gewöhnung kommt der Wandel ohne Vorwarnung. Das Gespür für Wahrheit ist erkrankt.Selbstzweifel. Versagen. Erkennen dann Begreifen. Entsetzen durch Leere. Erkalten aller Sinne. Selbstzweifel. Begreifen. Absterben der Gefühle. Verzweifelung von damals, der Abgrund ist nicht überwunden.
"Ich hab die schönste Freundin der Welt", sagt er. "Du kannst ruhig mehr Essen", sagt er. "Du bist und bleibst wunderschön, auch wenn du nicht dran glaubst", sagt er.
Und bei jedem verkackten ähnlich gemeinten Satz könnte ich ihn ankotzen, alles auskotzen, alles an mir abreißen. Ist das normal? Es liegt nicht daran, dass ich mit Komplimenten nicht umgehen kann, das ist nämlich sowieso der Fall. Es ist viel mehr so, dass es mir egaler ist, was andere von mir denken, außer er. Also esse ich mehr, nicht zuviel oder so, aber halt regelmäßiger als früher. Und das macht mich verrückt. So verrückt, dass ich jedes seiner Worte, das sich auf mein Aussehen oder meine Figur bezieht, nicht glauben kann. Ich schaue in den Spiegel und seh ein fettgewordenes Monster. Mein Verstand weiß, dass ich nicht zugenommen habe, aber ich ernähre mich heute den ganzen verfluchten Tag von Eiweiß-Shakes um, dann, und ja es weiß wirklich von Intelligenz, mir ne halbe, kleine Schachtel Merci reinzuhauen. Wieso zur Hölle schenken mir Menschen Schokolade? Dankbarkeit? Fürn Arsch! Das ist pure Hölle. Morgen wird alles ins Wohnzimmer gebracht. Hier in meinem Zimmer hat das nichts zu suchen. Hier in meinem Zimmer gibts nur Wasser, wie immer eigentlich. Ich spüre beinahe wie sein Bauch so sehr spannt, dass ich platze. Jaja, immer dicker werden, solange bis Selbst Rainer mich nicht mehr lieben kann. So wirds bestimmt enden, aber ich hungere ab jetzt dagegen an. Ich glaub, ich hab schon fast vergessen wie sich richtiger Hunger anfühlt. Morgen wird gegrillt und ab Sonntag gehts los. Ich lasse mich doch nicht von Zufriedenheit unterkriegen, denn ich weiß genau, ich kann niemals glücklich sein, wenn ich ihm nicht glauben kann. Wenn ich mich nicht selbst wieder etwas mehr akzeptiere.
Freitag, 18. April 2014
Bei mir fängt alles an zu tanzen. Meine Füße bewegen sich zu dir. Und meine Skrupel, meine Zweifel Fallen alle ab von mir. Ich glaub', ich bin in dich verliebt. Ich spür' dich hier in meinem Bauch. Mein Körper hüpft zu deinem Beat. Und mein Kopf schaltet sich aus.
Wo fängt man an, wenn sich das Leben um weitere 90 Grad gedreht hat? Nachdem ich nun 15 Monate ohne absichtlichen Blutverlust lebe. Nachdem ich inzwischen mindestens einmal am Tag in den Spiegel gucken kann, ohne kotzen zu wollen. Nachdem ich esse, was andere zubereiten, ohne zu fragen, ob sie das Fleisch mit Öl oder Butter gebraten haben, ohne zu fragen, ob ich vielleicht nur einen kleinen Teller essen könnte. Nachdem ich entschlossen habe, im Oktober von zuhause auszuziehen. Nachdem ich Algebra bestanden und Analysis richtig versaut habe. Nachdem ich in Philosophie mit 1,0 durchgegangen bin als wäre es nichts.
Ihr fragt euch, wie da noch 90 weitere Grad möglich sein sollen? Ich bin in einer Beziehung mit Ra. In einer festen Beziehung, nun schon seit fast 2 Wochen. Ich hätte geschworen, nach einer Woche habe ich genug von Menschen und möchte allein sein. Doch, es ist genau anders. So gerne ich früher allein war, einfach nur hier saß und über die Welt und ihre Bestandteile nachdachte, fällt es mir jetzt schon schwer ihn überhaupt mal einen Tag gar nicht zu sehen (so wie das ganze kommende Wochenende). Niemals hätte ich gedacht, dass ich ein Beziehungsmensch bin. Niemals hätte ich gedacht, dass es so leicht sein kann. Soviele meiner Freunde haben sich durch Beziehungen verändert, aber ich bin immernoch dieselbe, irgendwie. Ich trinke, ich rede mit jedem, finde meine Musik immer besser als die auf Partys. Der einzige Unterschied? Ich lande am Abend immer in den selben Armen. In Armen, die mich halten, die mich lieben und die immer da sind. Ra. ist ein wundervoller Mensch, wisst ihr. Es fällt mir unglaublich schwer ihn überhaupt zu beschreiben. Er muss nichts sagen oder tun, um mir zu zeigen, dass er mich liebt. Er muss nichts sagen oder tun, um mich zum lächeln zu bringen. Er ist einfach nur da und tut eigentlich gar nichts und dennoch fühle ich mich als wäre ich richtig, als gebe es nichts besseres und vermutlich ist es auch so.
Beim letzten Mal wurde der Einwand erbracht, dass ich von Maxi anders geredet habe. Und vielleicht ist das so, denn Maxi ist/war jemand anders. Am Freitagabend war ich mit Maxi in derselben Halle, wie sooft, wie es sooft so schön war. Wir haben uns nicht gesehen. Wir haben uns nichtmal gesucht. Er war bei Va. Irgendwo. Ich hab die beiden kurz gesehen im Vorbeigehen. Er sah nicht besonders glücklich aus. Sie hingegen ziemlich. Und naja, untertrieben hat er nicht, als er meinte, sie sehe nicht gut aus. Eine Freundin fragte mich darauf folgendes: "Naja, sie ist nicht schön, er ist nicht glücklich. Wenn Maxi dir jetzt folgt, genau jetzt hinter dir herläuft und dir sagt, dass es der größte Fehler seines Lebens gewesen sei dich an Ra. zu verlieren, dich gehen zu lassen, was würdest du tun?" Ich überlegte nicht eine Sekunde, nicht einen Moment. "Ich würde ihm sagen, dass man aus Fehlern lernt und irgendwann kommt ein Mädchen, das er liebt und das sollte er dann beschützen, so gut er kann." Zu diesem Zeitpunkt waren Ra. und ich 3 Tage zusammen. Und jeder weitere Tag mit ihm, jeder Kuss, jede Umarmung, jeder Punkt der Nähe, jedes Mal wenn ich neben ihm aufwache, verstärkt das Gefühl. Das Gefühl das er mich glücklich macht. Dass er der Richtige ist. Ich möchte nicht sagen, dass ich ihn unsterblich liebe. Aber dass ich auf ihn stehe, dass es beinahe jede Minute mein Wunsch ist in seiner Nähe zu sein, mein Wunsch ist, ihn bei mir zu haben, weil ich es kein schöneres Gefühl gibt.
Ihr fragt euch, wie da noch 90 weitere Grad möglich sein sollen? Ich bin in einer Beziehung mit Ra. In einer festen Beziehung, nun schon seit fast 2 Wochen. Ich hätte geschworen, nach einer Woche habe ich genug von Menschen und möchte allein sein. Doch, es ist genau anders. So gerne ich früher allein war, einfach nur hier saß und über die Welt und ihre Bestandteile nachdachte, fällt es mir jetzt schon schwer ihn überhaupt mal einen Tag gar nicht zu sehen (so wie das ganze kommende Wochenende). Niemals hätte ich gedacht, dass ich ein Beziehungsmensch bin. Niemals hätte ich gedacht, dass es so leicht sein kann. Soviele meiner Freunde haben sich durch Beziehungen verändert, aber ich bin immernoch dieselbe, irgendwie. Ich trinke, ich rede mit jedem, finde meine Musik immer besser als die auf Partys. Der einzige Unterschied? Ich lande am Abend immer in den selben Armen. In Armen, die mich halten, die mich lieben und die immer da sind. Ra. ist ein wundervoller Mensch, wisst ihr. Es fällt mir unglaublich schwer ihn überhaupt zu beschreiben. Er muss nichts sagen oder tun, um mir zu zeigen, dass er mich liebt. Er muss nichts sagen oder tun, um mich zum lächeln zu bringen. Er ist einfach nur da und tut eigentlich gar nichts und dennoch fühle ich mich als wäre ich richtig, als gebe es nichts besseres und vermutlich ist es auch so.
Beim letzten Mal wurde der Einwand erbracht, dass ich von Maxi anders geredet habe. Und vielleicht ist das so, denn Maxi ist/war jemand anders. Am Freitagabend war ich mit Maxi in derselben Halle, wie sooft, wie es sooft so schön war. Wir haben uns nicht gesehen. Wir haben uns nichtmal gesucht. Er war bei Va. Irgendwo. Ich hab die beiden kurz gesehen im Vorbeigehen. Er sah nicht besonders glücklich aus. Sie hingegen ziemlich. Und naja, untertrieben hat er nicht, als er meinte, sie sehe nicht gut aus. Eine Freundin fragte mich darauf folgendes: "Naja, sie ist nicht schön, er ist nicht glücklich. Wenn Maxi dir jetzt folgt, genau jetzt hinter dir herläuft und dir sagt, dass es der größte Fehler seines Lebens gewesen sei dich an Ra. zu verlieren, dich gehen zu lassen, was würdest du tun?" Ich überlegte nicht eine Sekunde, nicht einen Moment. "Ich würde ihm sagen, dass man aus Fehlern lernt und irgendwann kommt ein Mädchen, das er liebt und das sollte er dann beschützen, so gut er kann." Zu diesem Zeitpunkt waren Ra. und ich 3 Tage zusammen. Und jeder weitere Tag mit ihm, jeder Kuss, jede Umarmung, jeder Punkt der Nähe, jedes Mal wenn ich neben ihm aufwache, verstärkt das Gefühl. Das Gefühl das er mich glücklich macht. Dass er der Richtige ist. Ich möchte nicht sagen, dass ich ihn unsterblich liebe. Aber dass ich auf ihn stehe, dass es beinahe jede Minute mein Wunsch ist in seiner Nähe zu sein, mein Wunsch ist, ihn bei mir zu haben, weil ich es kein schöneres Gefühl gibt.
Montag, 7. April 2014
And when I'm dreamin', well I know I'm gonna dream. I'm gonna dream about the times when I'm with you.
Dienstag: Ich bin bei Ra. Und lerne mit ihm Mathe damit ich Analysis am Donnerstag nicht verhaue. (was ich natürlich trotzdem habe). Am Abend gehen wir zusammen Bayern gegen ManU gucken und trinken. Wie geplant übernachte
ich bei ihm. Ich gehe mich im Bad umziehen. Er steht im Zimmer. "soll
ich rausgehen?", frage ich. Er schüttelt den Kopf und zieht tshirt und Hose aus. Wir reden noch ein paar Worte. "unglaublich wie gut wir uns verstehen"-"und das obwohl Frau und Mann angeblich nicht befreundet sein können", sage ich.-"naja selbst wenn sich einer verliebt, glaubst du das klappt nicht?"-"Doch, wenn beide erwachsen genug sind, würde ich schon sagen, dass das klappen kann, Freunde zu bleiben"-"aber im Normalfall sind beide ja verliebt"-"wenn das so leicht wäre". Er zieht sich schlafbereit bis auf Boxershorts aus, bevor er fragt, obs mich stört. Da wir sowieso nicht im selben Bett schlafen, ists mir egal. Und auch sonst, was solls.
Mittwoch: Ich wache auf, merke wie Ra. mich anstarrt, während er Musik hört. Noch immer in Boxershorts dasitzend, lächelt er. Ich lächele ihn an. "Ist dir kalt?", fragt er. Ich schüttele den Kopf: "Wieso?" - "Naja, deine Decke ist mega dünn. Aber ich wollte dich nicht wecken, also wenn ich dich zudecke." - "Naja, mir ist ja nicht kalt." - Er lächelt mich weiterhin an. "Aber dafür mache ich uns jetzt Frühstück."
Donnerstag: Wir schreiben Analysis. Ich bin unglaublich müde. Ich kann so gut wie nichts. Versuche mich an Ra.s Worte zu erinnern, aber alles was wir gelernt haben, kommt nicht dran. Egal, jedes Jahr im Winter fängt Analysis von vorne an. Ich verlasse den Raum mit allen anderen zusammen. "Jetzt gehen wir grillen und Bier trinken", ruft Ra. und er hat Recht. Was auch sonst bei 20 Grad und Sonnenschein?
Donnerstag: Wir schreiben Analysis. Ich bin unglaublich müde. Ich kann so gut wie nichts. Versuche mich an Ra.s Worte zu erinnern, aber alles was wir gelernt haben, kommt nicht dran. Egal, jedes Jahr im Winter fängt Analysis von vorne an. Ich verlasse den Raum mit allen anderen zusammen. "Jetzt gehen wir grillen und Bier trinken", ruft Ra. und er hat Recht. Was auch sonst bei 20 Grad und Sonnenschein?
Freitag-Sonntag: In einer Gruppe von 9 Leuten fahren wir nach Belgien. Die Häuser werden aufgeteilt, dann die Zimmer. Ich bin mit Sv. in einem Zimmer, während Ra. mit Ch. in einem ist. Wir teilen die Gruppe zwischen Schwimmen und trinken. 3 Mädchen und Ph. bleiben bei mir. Wir fangen an das Trinkspiel "Kings" zu spielen und während ich mich noch ganz gut halte, sind die anderen relativ betrunken, da die sowieso sonst nicht soviel trinken. Ra. und ich gehen rüber, weil wir Zähneputzen wollen nach dem Essen. Irgendwie verweilen wir noch eine Runde auf dem Sofa. Wir unterhalten uns darüber, dass es der beste Urlaub unseres Lebens wird. Reden über Kindheitserinnerungen, darüber dass Ch. auf B. steht und eigentlich über alles. Wir haben keinen Moment in dem wir schweigen. Doch irgendwann tritt der Moment doch ein. Und während wir im komplett dunkelen Zimmer sitzen, zieht er mich ran und küsst mich. Die nächsten 3 Stunden tun wir nichts anderes als uns zu küssen oder einfach nebeneinander zu liegen. Er ist betrunkener als ich. Ich bin nicht betrunken, nicht nüchtern. Ich bin klar und wehre mich nicht. Weil ich nicht denke. Weil es nicht wehtut. Und ich weiß, dass es auch am nächsten Tag nicht wehtut. Ich glaube, ich hab mich selten so sicher gefühlt wie als ich neben ihm auf dem Sofa lag. Selten hat ein Kerl mich geküsst, als wäre es wirklich etwas zärtliches. Selten war es so unaufdringlich.
Irgendwann beschließen wir, wir sollten wieder ins andere Haus gehen, obwohl es uns beiden schwer fällt die Finger von einander zu lassen. Bevor wir die Klinke drücken konnten, kommen schon Ch. und Sv. rein. Während Sv. anfängt zu lachen und zusagen, dass sie uns vorhin schon erwischt hat, räumt Ch. seine Decke in mein Zimmer und meine Decke in sein Zimmer und ruft: "Schlafplatzwechsel. Denise und Ra. darf man jetzt nicht mehr trennen." Ra. nickt nur und geht in sein/unser Zimmer, zieht sich bis auf Boxershorts aus. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ins Bad rennen, um meine Hose zu wechseln? Ohne Licht im Zimmer, ziehe ich mich um. "Du bist zu dünn.", sagt er. "Man kann deine Rippen zählen, Ra." Er fährt über meine. "Und deine auch. Eins, zwei, drei.." - "Lass das.", lache ich. Seine Hand fährt zu meinem Bauch und springe ich weg, aber ich bleib einfach neben ihm liegen und lege meine Hand auf seine. Irgendwann schlafen wir einander gekuschelt ein.
C. und Ja. sagen mir, dass ich die beste für Ra. sei und sie sich auf der großen weiten Welt niemand besseren Vorstellen können. Und sie meinen, dass er einer der besten Kerle der Welt ist, aber halt nicht für sie. Sie meinen es ernst und ich glaube Ihnen jedes Wort. Ich zweifele daran, ob es nicht nur der Urlaubscharme ist, der uns verbindet. Denke daran, dass es unter der Woche schon sehr ähnlich lief, nur ohne Zärtlichkeiten. Den ganzen Samstag lang küssen wir uns erstmal gar nicht. Sein Blick ruht beinahe den ganzen Tag auf mir. Zweimal umarmen wir uns und stellen fest, dass es eine sehr merkwürdige Situation ist, weil alle darauf warten und wir so gar nicht wissen, was zu tun ist.
Samstagnacht schlafen wir wieder im selben Bett und ich genieße es. Wir küssen uns erneut. Diesmal völlig ohne Alkohol. "Ich freue mich. Ich freue mich, dass der erste Schritt gemacht wurde." - "Du hast ihn gemacht. Hast du etwa auch schon Dienstag daran gedacht?" - "Naja, ganz außerhalb meiner Sinne war es nicht." Ich weiß, dass er lächelt ohne dass ich ihn sehen kann. "Ich freue mich auch."Und es war keine Lüge, es ist auch jetzt keine, wenn ich sage, dass ich das erste Mal im Leben nicht weggelaufen bin, weil es ernst wurde. Sondern nüchtern und bei klarem Verstand entschieden habe.
Sonntag verhalten wir uns sogar vor den anderen wie ein Paar. Wir liegen nebeneinander. Wir halten sogar Händchen. Nur küssen tun wir uns nicht, zumindest nicht vor den anderen. Irgendwann fahren wir in getrennten Autos nach Hause und verabschieden uns mit einem Kuss. Während ich dann, sozusagen alleine im Auto saß, denke ich nur an Ra. Aus irgendeinem Grund fühle ich sowas wie Sehnsucht, obwohl er gerade erst 5 Minuten weg ist. Allein der Gedanke, dass ich alleine einschlafen muss, macht mich traurig. Mein Herz klopft, während ich darüber nachdenke, ob es nur ein Belgisches Wunder war oder ob sich das in die Realität übertragen lässt.
Heute morgen sehen wir uns in der Uni. Wir begrüßen uns mit einem einfachen "hallo", wie jeder andere auch. 70 Minuten Vorlesung lang, denke ich darüber nach, obs das war. Eine Urlaubsromanze sozusagen. Und ich merke, dass es mir niht gefällt. Irgendwann bei der hundersten schlimmen Theorie greift er meine Hand und streicht immer wieder mit dem Daumen rüber. Ich lehne mich an ihn. "Du hast mir gestern abend gefehlt.", flüstert er und ich weiß, dass das nicht das Ende ist. Wir verbringen zwei Stunden im Botanischen Garten mit B. und Ch. und während die Sonne auf uns scheint, ist die Welt nahezu perfekt.
Irgendwann beschließen wir, wir sollten wieder ins andere Haus gehen, obwohl es uns beiden schwer fällt die Finger von einander zu lassen. Bevor wir die Klinke drücken konnten, kommen schon Ch. und Sv. rein. Während Sv. anfängt zu lachen und zusagen, dass sie uns vorhin schon erwischt hat, räumt Ch. seine Decke in mein Zimmer und meine Decke in sein Zimmer und ruft: "Schlafplatzwechsel. Denise und Ra. darf man jetzt nicht mehr trennen." Ra. nickt nur und geht in sein/unser Zimmer, zieht sich bis auf Boxershorts aus. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ins Bad rennen, um meine Hose zu wechseln? Ohne Licht im Zimmer, ziehe ich mich um. "Du bist zu dünn.", sagt er. "Man kann deine Rippen zählen, Ra." Er fährt über meine. "Und deine auch. Eins, zwei, drei.." - "Lass das.", lache ich. Seine Hand fährt zu meinem Bauch und springe ich weg, aber ich bleib einfach neben ihm liegen und lege meine Hand auf seine. Irgendwann schlafen wir einander gekuschelt ein.
C. und Ja. sagen mir, dass ich die beste für Ra. sei und sie sich auf der großen weiten Welt niemand besseren Vorstellen können. Und sie meinen, dass er einer der besten Kerle der Welt ist, aber halt nicht für sie. Sie meinen es ernst und ich glaube Ihnen jedes Wort. Ich zweifele daran, ob es nicht nur der Urlaubscharme ist, der uns verbindet. Denke daran, dass es unter der Woche schon sehr ähnlich lief, nur ohne Zärtlichkeiten. Den ganzen Samstag lang küssen wir uns erstmal gar nicht. Sein Blick ruht beinahe den ganzen Tag auf mir. Zweimal umarmen wir uns und stellen fest, dass es eine sehr merkwürdige Situation ist, weil alle darauf warten und wir so gar nicht wissen, was zu tun ist.
Samstagnacht schlafen wir wieder im selben Bett und ich genieße es. Wir küssen uns erneut. Diesmal völlig ohne Alkohol. "Ich freue mich. Ich freue mich, dass der erste Schritt gemacht wurde." - "Du hast ihn gemacht. Hast du etwa auch schon Dienstag daran gedacht?" - "Naja, ganz außerhalb meiner Sinne war es nicht." Ich weiß, dass er lächelt ohne dass ich ihn sehen kann. "Ich freue mich auch."Und es war keine Lüge, es ist auch jetzt keine, wenn ich sage, dass ich das erste Mal im Leben nicht weggelaufen bin, weil es ernst wurde. Sondern nüchtern und bei klarem Verstand entschieden habe.
Sonntag verhalten wir uns sogar vor den anderen wie ein Paar. Wir liegen nebeneinander. Wir halten sogar Händchen. Nur küssen tun wir uns nicht, zumindest nicht vor den anderen. Irgendwann fahren wir in getrennten Autos nach Hause und verabschieden uns mit einem Kuss. Während ich dann, sozusagen alleine im Auto saß, denke ich nur an Ra. Aus irgendeinem Grund fühle ich sowas wie Sehnsucht, obwohl er gerade erst 5 Minuten weg ist. Allein der Gedanke, dass ich alleine einschlafen muss, macht mich traurig. Mein Herz klopft, während ich darüber nachdenke, ob es nur ein Belgisches Wunder war oder ob sich das in die Realität übertragen lässt.
Heute morgen sehen wir uns in der Uni. Wir begrüßen uns mit einem einfachen "hallo", wie jeder andere auch. 70 Minuten Vorlesung lang, denke ich darüber nach, obs das war. Eine Urlaubsromanze sozusagen. Und ich merke, dass es mir niht gefällt. Irgendwann bei der hundersten schlimmen Theorie greift er meine Hand und streicht immer wieder mit dem Daumen rüber. Ich lehne mich an ihn. "Du hast mir gestern abend gefehlt.", flüstert er und ich weiß, dass das nicht das Ende ist. Wir verbringen zwei Stunden im Botanischen Garten mit B. und Ch. und während die Sonne auf uns scheint, ist die Welt nahezu perfekt.
Montag, 31. März 2014
Wie der Spiegel mich auslacht, Kälte der Fliesen den Füßen nichts ausmacht. Tropfen übergießen mich lautstark, stets im Takt, aber der Dreck geht nicht ab! Richtiger Schmerz, richtiges Blut, trümmerndes Herz, glückliche Wut, seht wie die Schande marschiert, flüstert die Wand an der Tür.
Jeder Blick liegt auf mir. Jeder Blick einem Raubtier ähnlich. Alkohol fließt so schnell in mich hinein wie der Rio Atrato fließt. Ich unterhalte mich. Unterhalte mich mit mehreren Menschen. Unterhalte mich am meisten mit St. Er sieht gut aus, wirkt nett. Irgendwie. Wir trinken jede Menge zusammen. Zuviel. Viel zu viel.
Das nächste woran ich mich erinnere, ist, dass ich mit ihm aus einem Taxi ausgestiegen bin. Zu ihm gefahren sind. Kaum die Türschwelle erreicht, küssen wir uns. Wir machen rum. "Ich hab Angst dich kaputt zu machen", flüstert er. "Das haben schon andere vor dir geschafft", lache ich. "Ich meine, weil du so, so dünn bist.", sagt er und starrt mich mit seinen eisblauen Augen an. "Glaub mir, du machst mich nicht kaputt."
Liegen in seinem Bett, nur noch wenig Kleidung bedeckt uns. Er stockt, fährt mit seiner Hand über meine Rippen. Er sagt kein Wort, er hat nur diesen Blick. Den P. auch schon hatte. Kaputtes Mädchen, so kaputt. Das denken sie, sobald sie mich sehen ohne Kleidung.
"Bist du sicher, dass du das willst?", flüstert er. "Hör auf zu reden.". Er lächelt. "Hast du schon häufiger Sex gehabt?", fragt er. Ich schüttele den Kopf. Er fragt noch häufiger, ob ich das will. Ich habe nie richtig geantwortet. Ich war nie richtig bei Sinnen. Mein betrunkenes Ich wollte es. Aus Hass? Aus purer Verzweifelung?
Stoß 1, die erste rote Fütze bildet sich. Stoß 2, ob man daran sterben kann? Stoß 3, Dieser Schmerz und dabei war ich nie empfindlich, jahrelang selbst für Schmerzen gesorgt. Alles woran ich glaubte, rinnt an meinen Beinen hinab. Das Bett sieht aus, als hätte er ein Tier geschlachtet. Als wäre da gerade etwas gestorben. Und das ist es auch. Irgendwie.
Ich fahre mit der Bahn nach Hause. Mein Pegel ist noch immer für 3 Nächte ausreichend. Ich kann nicht sitzen, nicht stehen, nichts. Ich krümme vor Schmerzen. Hätte ich früher gewusst, dass es so weh tut, in meinen dunkelsten Zeiten, hätte ich es genossen. Ich weine die komplette Fahrt nach Hause. Vor Schmerzen, vor Scham, vor Ekel wegen mir selbst. "Geht es Ihnen gut?", fragt eine ältere Frau. "Bestens, danke. Ich hatte nur eine merkwürdige Nacht", sage ich und zwinge mich zu einem Lächeln. "Ach, Kind, das wird schon wieder", sagt sie und reicht mir ein Taschentuch.
Die Sonne weckt mich. Ich frage mich mit welcher Berechtigung sie noch scheint. Aus einem Misch aus Schmerz, Kater und Erinnerungen kotze ich, bevor ich überhaupt richtig wach bin. Ich schaue an mir herunter: Sehe selbst an mir noch mehr Blut als in so manchen Nächten, wo ich dieses Blut sehen wollte. Schau auf mein Handy: "Mensch, Denise, wo bist du? Wir wollten zusammen nach Hause fahren. Und du lässt mich alleine. ich such dich ganz sicher nicht.", schrieb L., die eigentlich mit mir feiern war. Beste Freundin, jaja. Das bleibt mein Geheimnis. Für immer. Nur meins. Und eures. Ihr seid die einzigen, die es wissen dürfen. Die einzigen.
Das nächste woran ich mich erinnere, ist, dass ich mit ihm aus einem Taxi ausgestiegen bin. Zu ihm gefahren sind. Kaum die Türschwelle erreicht, küssen wir uns. Wir machen rum. "Ich hab Angst dich kaputt zu machen", flüstert er. "Das haben schon andere vor dir geschafft", lache ich. "Ich meine, weil du so, so dünn bist.", sagt er und starrt mich mit seinen eisblauen Augen an. "Glaub mir, du machst mich nicht kaputt."
Liegen in seinem Bett, nur noch wenig Kleidung bedeckt uns. Er stockt, fährt mit seiner Hand über meine Rippen. Er sagt kein Wort, er hat nur diesen Blick. Den P. auch schon hatte. Kaputtes Mädchen, so kaputt. Das denken sie, sobald sie mich sehen ohne Kleidung.
"Bist du sicher, dass du das willst?", flüstert er. "Hör auf zu reden.". Er lächelt. "Hast du schon häufiger Sex gehabt?", fragt er. Ich schüttele den Kopf. Er fragt noch häufiger, ob ich das will. Ich habe nie richtig geantwortet. Ich war nie richtig bei Sinnen. Mein betrunkenes Ich wollte es. Aus Hass? Aus purer Verzweifelung?
Stoß 1, die erste rote Fütze bildet sich. Stoß 2, ob man daran sterben kann? Stoß 3, Dieser Schmerz und dabei war ich nie empfindlich, jahrelang selbst für Schmerzen gesorgt. Alles woran ich glaubte, rinnt an meinen Beinen hinab. Das Bett sieht aus, als hätte er ein Tier geschlachtet. Als wäre da gerade etwas gestorben. Und das ist es auch. Irgendwie.
Ich fahre mit der Bahn nach Hause. Mein Pegel ist noch immer für 3 Nächte ausreichend. Ich kann nicht sitzen, nicht stehen, nichts. Ich krümme vor Schmerzen. Hätte ich früher gewusst, dass es so weh tut, in meinen dunkelsten Zeiten, hätte ich es genossen. Ich weine die komplette Fahrt nach Hause. Vor Schmerzen, vor Scham, vor Ekel wegen mir selbst. "Geht es Ihnen gut?", fragt eine ältere Frau. "Bestens, danke. Ich hatte nur eine merkwürdige Nacht", sage ich und zwinge mich zu einem Lächeln. "Ach, Kind, das wird schon wieder", sagt sie und reicht mir ein Taschentuch.
Die Sonne weckt mich. Ich frage mich mit welcher Berechtigung sie noch scheint. Aus einem Misch aus Schmerz, Kater und Erinnerungen kotze ich, bevor ich überhaupt richtig wach bin. Ich schaue an mir herunter: Sehe selbst an mir noch mehr Blut als in so manchen Nächten, wo ich dieses Blut sehen wollte. Schau auf mein Handy: "Mensch, Denise, wo bist du? Wir wollten zusammen nach Hause fahren. Und du lässt mich alleine. ich such dich ganz sicher nicht.", schrieb L., die eigentlich mit mir feiern war. Beste Freundin, jaja. Das bleibt mein Geheimnis. Für immer. Nur meins. Und eures. Ihr seid die einzigen, die es wissen dürfen. Die einzigen.
Montag, 24. März 2014
Ich habe mich mit Gott geprügelt. Ich habe Dämonen gesagt was mir nicht passt. Es ist ein gutes Gefühl zu sagen: wir kennen uns noch in 10 Jahren. Ich gehe ohne Reue. Ich gehe ohne Furcht. Ich werde allen davon erzählen und alle werden verstehn. Wir erinnern uns an alles, an jede Geste, jedes Wort. Eine der letzten großen Freundschaften der Welt.
Ne halbe Flasche Jim auf zwei Gläser Cola verteilt - natürlich Zero, was auch sonst. Langweiler Abend bei Freunden. "Mensch, Denise, er steht auf dich, sieht das nicht jeder, außer du?", sagen meine besten Freundinnen beinahe in Dauerschleife. "Ihr seid Träumer. Glaubt mir." Ich schreibe mit ihm. Er sagt, ich bin der perfekte Übergang zwischen Vanessa und seinem Bett. Lückenfüller. Ich war betrunken, zu dem Zeitpunkt, nicht unbedingt bei Sinnen. "deine Freunde meinen ja ich steh auf dich :D hast du da jemals drüber nachgedacht wenn das so wäre wie du reagieren würdest? :D" - "war irgendwie nicht so der burner :D" - "Was genau war nicht der burner? bin verwirrt :D" Nein, betrunken wie jede Nacht seitdem du sie erwähnt hast. "ich meinte wäre nicht so der burner gewesen wenn du auf mich stehst und ich nicht auf dich:D" So, da hast dus. Hab ich ja gesagt. Schlagartig bin ich nüchterner als bei meiner Geburt. Sag ihm einfach, dass er rumvögeln soll bis er an Syphilis stirbt. "Ja das stimmt aber wäre ja dann vermutlich nicht viel anders gewesen als bei Vanessa am Anfang oder? :D" - "Ja so ähnlich" - "Wieso so ähnlich? :D" - "Warum nicht? :D" - "Keine Ahnung. Ich bin betrunken immer in so was-wäre-wenn gedanken gefangen, weißt du. :D
Und mein es ist ja nicht so, dass ich nie drüber nachgedacht habe, ob
wir zusammen passen würden, so im Sinne von gleicher Humor, (oft)
gleiche Meinung von Menschen, absolute Bösartigkeit und natürlich eine
große Nasenphobie :D" - "Ich hatte aber bei dir immer ein gutes Gefühl dass wir Freunde werden :D" - "Echt? Ich hab da am Anfang nie dran geglaubt :D Ich dachte wir werden gar nichts
:D Und was heißt bitte "hatte"? sind wir keine Freunde oder was? :D" - "Hatte weil wir jetzt Freunde sind verstehste? :D" - "Ja nüchtern hätte ich das sofort verstanden, betrunken machts erst beim zweiten mal sinn :D War die Frage denn zu komisch oder gehen so Fragen unter Freunde grad noch klar? :D" - "Ich glaub wäre besser wenn ich auch betrunken wäre :D" Nein, lass das. Nicht sowas. Das klingt nach: dann wäre ich auch ehrlich. Pff. Fresse, Hoffnung. Einfach Fresse halten. Wir sind Freunde und das ist schön. Niemand kann jemals genug Freunde haben. Vorallem nicht solche, die den Schmerz nach A. in deinen Augen gesehen haben. Die dich sogar zum lachen bringen, wenn sie auf dein Herz treten. - "Ja, was machst du auch :D wer ist schon nüchtern an einem sonntagabend.. :D Ich hätte es ja auch Freitag angesprochen, nur war ich da nicht voll genug :D" - "Können wir ja wiederholen :D" - "Vielleicht hast du Glück und ich hab dann keinen Tag an dem ich irgendwie nicht betrunken werde so mit schlechterer Tagesform und so :D" - "Ja hoffentlich :D" - "Was heißt denn bitte hoffentlich? Jaja, freut dich, wenn ich abstürze oder was? :D" - "Ja klar du kennst mich doch :D" Wie keine andere. Wie keinen anderen. "Falls ich dann aber abstürze, musst du aber garantieren, dass du mich zumindest vor meine Haustür bringst :D" - "Ich versuchs :D" - "Immerhin, etwas, Das reicht mir :D Aber dadurch wird mein Leben auch nicht interessanter, also von wegen Wahrheiten wenn ich betrunken bin und so :D" - "Meins ist ja schon interessanter :D" - "Irgendwie verwirrend, aber interessanter als meins, das stimmt das reicht völlig :D oder wie meintest du das? :D" - "Alles richtig :D" - "Also immernoch nicht viel klarer? :D ach nee warte, du bist nicht betrunken, dann bekomme ich immer andere antworten als betrunken :D" - "Ja sorry :D " - "Macht doch nichts. Als wäre das bei mir anders :D Ich mein, nüchtern antworte ich nichtmal auf "wie gehts mir" ehrlich, also kein grund dich zu entschuldigen :D"
Ich schaue in den Spiegel, der auf dem Weg zu Bad hängt. Weißt du was, Denise, er macht den größten Fehler überhaupt. Diese Beine, puh. Meine Dämonenstimme ist nett. Bin ich so betrunken? Es ist gut, dass du einen der wichtigsten Menschen in deinem Leben nicht verloren hast. Und auch, wenn es wieder niemand verstehen wird: Ihr werdet auch jetzt noch die besten Freunde sein, weil ihr nunmal ihr seid. Denise und Maxi. Maxi und Denise. Zusammen, aber nie, naja nicht vereint. Nie passt schon, denke ich mir. Naja, wieviele Menschen waren jahrelang befreundet bevor sie sich gefunden haben? Und irgendwann wird das eine zum anderen führen. Nicht, dass du solange warten musst/Sollst, aber man sagt niemals nie. Auch nicht jetzt. Nie eben. Ich hab gedacht, man das sagt das nicht. Ich lache über mich und meinen eigenen Monolog. Ich bin angetrunken und dennoch irgendwie glücklich. Es wird natürlich noch schreckliche Tage geben, an denen sich mein Herz zerfetzt, aber eigentlich ist doch alles gut. Eigentlich steht die Welt da draußen noch genauso wie an jedem anderen Tag.
Ich schaue in den Spiegel, der auf dem Weg zu Bad hängt. Weißt du was, Denise, er macht den größten Fehler überhaupt. Diese Beine, puh. Meine Dämonenstimme ist nett. Bin ich so betrunken? Es ist gut, dass du einen der wichtigsten Menschen in deinem Leben nicht verloren hast. Und auch, wenn es wieder niemand verstehen wird: Ihr werdet auch jetzt noch die besten Freunde sein, weil ihr nunmal ihr seid. Denise und Maxi. Maxi und Denise. Zusammen, aber nie, naja nicht vereint. Nie passt schon, denke ich mir. Naja, wieviele Menschen waren jahrelang befreundet bevor sie sich gefunden haben? Und irgendwann wird das eine zum anderen führen. Nicht, dass du solange warten musst/Sollst, aber man sagt niemals nie. Auch nicht jetzt. Nie eben. Ich hab gedacht, man das sagt das nicht. Ich lache über mich und meinen eigenen Monolog. Ich bin angetrunken und dennoch irgendwie glücklich. Es wird natürlich noch schreckliche Tage geben, an denen sich mein Herz zerfetzt, aber eigentlich ist doch alles gut. Eigentlich steht die Welt da draußen noch genauso wie an jedem anderen Tag.
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