Mittwoch, 8. Februar 2017

Du bist ein Geschenk, seit ich dich kenne, seit ich dich kenne, trage ich Glück im Blick.

Erneut ewig nicht gemeldet. Und auch wenn es meistens der stumme Schrei des Stresses und oft auch des Hasses ist, ist es diesmal die stille, beinahe unhörbare Melodie des Lebens und des großen, großen Glücks.

Ich habe noch nie jemanden gesehen, der mich mit seiner puren Präsenz ruhig gemacht. Nicht nur mich, sondern auch meinen Kopf und zu 90% sogar die Stimmen. Und ich weiß, er hat sie auch. Die Gedanken, dass er nicht gut genug ist. Die Gedanken, dass er das alles gar nicht verdient hat.

Ich bin ein chronischer Abend- und Nachtmensch und plötzlich tue ich nichts lieber als neben ihm aufzuwachen. Es ist wie in einer dieser kitschigen Hollywoodkomödien: er beobachtet mich beim Schlafen bis ihm selbst die Augen zufallen, während ich aber meist schon lange schlafe. Er deckt mich nachts zu, wenn er mir mal wieder die Decke geklaut hat. Er nimmt Rücksicht auf meine Eigenheiten des Alleinseinwollens, wobei dieses Wollen gegen Null geht in letzter Zeit.

Auch, wenn es so klingt, als würde nur er alles tun. Irgendwie bin fast ich kitschig. Manchmal liege ich einfach zehn Minuten lang mit dem Kopf auf seiner Brust und fühle mich sicher und erwische mich gar dabei, wie ich über die weite Zukunft nachdenke. Manchmal reden wir auch darüber. Das ist dann meistens völlig verrückt.

Er hat mir gesagt, dass ich ihn zum glücklichsten Menschen mache. Und er ist da, wie jemand, der das Wort Glück nicht als Mittel benutzt, um irgendwas anschaulich auszudrücken. Er hat so wenig davon im Leben gehabt, noch mehr Gegenwind und Abneigung erfahren, dass es mir so viel bedeutet ihn glücklich machen zu können. Ich, dieser komische, komische Mensch.

Es ist so intensiv und gleichzeitig so gewöhnlich, dass es außergewöhnlich ist. Das Außergewöhnliche als Gewöhnliche, das Gewöhnliche als Außergewöhnliches. Und das alles größtes Geschenk, was mir passieren konnte.