Sonntag, 31. März 2013

You've gotta get up and try

Ich hatte mir vor dem gestrigen Tag hunderte Gedanken gemacht, wie meine Reaktion auf A. sein wird, wenn ich ihn sehe. Wie schön egal er mir sein wird. Und wie ich euch das Gefühl am besten beschreibe kann. Aber er war nicht da. Er kommt gar nicht mehr. P. meinte, er würde ihn nur noch zwischenzeitlich in der Berufsschule sehen. Früher hätte mich das fertig gemacht. Ich hätte mir Sorgen gemacht. Aber ich saß dort, als meine Freunde über ihn redeten und es war mir egal. Als Anna mich fragte, obs schlimm wäre, dass sie über ihn reden, konnte ich getrost mit "Nein, überhaupt nicht" antworten.

Und während ich den Abend Revue passieren lasse, vergaß ich wohl meine Höflichkeit. Ich wünsche euch allen Frohe Ostern. So froh und glücklich Familienfeste nunmal sind, meistens eben gar nicht. Ich möchte dafür hier und jetzt Bosse zitieren: "Es ist kaputt, so kaputt. Das kann man nicht reparieren. So kaputt, so kaputt. Es fließen keine Tränen beim Familienfest im Grüne." Ich finde, das benötigt keine weiteren Worte.

Irgendwie bin ich an diesem Abend etwas verlassen. Ich weiß nicht so Recht etwas mit mir anzufangen. Ich könnte lernen, aber da ich mit Philosophie zumindest Lernzetteltechnisch durch bin, müsste ich mich Mathe oder Informatik widmen. Und das ist laut meinen eigenen Moralvorstellungen an einem Sonntagabend absolut untersagt. Vielleicht sollte ich mal wieder etwas lesen. Schopenhauer oder Kafka liegen hier. Aber irgendwie bin melancholisch mit Hoffnung zur Verbesserung. Ich kann mich nicht konzentrieren und möchte dennoch was tun. Freunde habe ich auch nicht bzw. antworten sie mir nicht, aber draußen ist es mir eh zu kalt um irgendwohin zu fahren. Was soll nur aus mir werden heute?

Freitag, 29. März 2013

Unsere Wünsche sind noch gleich

Für alle, die mich privat kennen, die in meiner Schule sind und diesen Blog meinen zu lesen: ich werde das hier nicht löschen, falls ihr meint, dass es richtig wäre. Der ganze Blog beschreibt mein Leben und ich glaube, ich möchte keinen Moment wirklich missen. Von daher bitte ich euch inständig nicht weiterzulesen. Nicht diesen Post, keine alten Posts und am besten löscht ihr den Link aus eurer Chronik. Das ist besser für euch und auch für mich. Wenn ich das nict glaubt, werdet ihr es wissen, nachdem ihr euch durch die Seitenlangen Texte gequält habt. Ich wäre nichtmal für dieselbe für euch.
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L.: "Am Samstag meintest du noch die Chaoswoche ging zu schnell rum und jetzt wo wir wieder was machen kommst du nicht..."
Ich: "Weils nicht das gleiche ist. Und außerdem bin ich doch morgen da. Das muss reichen."
L: "Nö."
Ich: "Dann reich ich wohl einfach nicht aus."
Wenige Worte und Vorwürfe ohne Ende. Aber sie versteht meine Gedanken nicht. Obwohl sie meine beste Freundin ist oder ich sie als solche bezeichne. Es ist widerwärtig. Aber gleichzeitig ist es mir irgendwo auch einfach egal. Genauso egal, wie dass sie jetzt über mich reden und sagen, ich sei schrecklich oder langweilig. Es ist mir egal. Denn ich weiß, dass es wichtigeres gibt, als das was Menschen über mich denken. Auch wenn diese Menschen meine Freunde sind.
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Morgen gibts das Osterfeuer bei T. Ich bin gespannt wer so kommt und welche alten Narben aufgerissen werden (falls A. da ist). Sonst gibts halt ein bisschen Alkohol (KalterFrüchtetee mit Rum, probier ich mal aus). Und irgendwie hätte ich kein Problem damit, wenn es unspektakulär bleibt.

Donnerstag, 28. März 2013

Ich wäre gerne ein Magnet, der warmes Licht anzieht

Erstmal: danke für die ganzen lieben Blogawards. Ihr seid großartig. Ich hab die Fragen auf einer neuen Seite (siehe oben) beantwortet und euch verlinkt. Da werden die auch in Zukunft alle landen.

Maxi: Jetzt habe ich Sonne und einen Sonnenbrand :)
Ich: Willst du mich etwa neidisch machen? Ich hoffe dein Sonnenbrand tut weh ^^
Er: Natürlich will ich dich neidisch machen und mein Sonnenbrand fühlt sich gut an
Ich: Sonnenbrand fühlt sich nie gut an, tue nicht so ! Obwohl ich gönn es dir ja. Aber neidisch bin ich trotzdem...
Er: Ist doch ein geiles Gefühl zu wissen, dass man braun wird ^^
Ich: Aber trotzdem ist es erstmal schmerzhaft und außerdem wirst du nur im Gesicht braun. Das sieht nachher total blöd aus. ^^ Und ja, ich rede mir das schön, sonst werde ich traurig...
Er: Du wirst doch eh nicht so schnell braun oder?
Ich: Aufbauen kannst du nicht oder? Nee, ich bekomm total schnell Sonnenbrand und dann werde ich wieder weiß. Die Sonne mag mich nicht :-(
Er: Oder deine Haut mag die Sonne nicht ^^
Ich: Quatsch. Meine Haut ist klasse. Die Sonne ist Schuld und dennoch bin ich froh, wenn sie da ist.. Wie lange bleibst du eigentlich genau noch weg? Die ganzen Ostertage?
Er: Bis Samstag. Und dann wird hardcore gelernt. Mit dir?
Ich: darauf kannst du dich verlassen, außer du machst weiterhin meine Haut schlecht oder erzählst von der Sonne.

Maxi ist gerade in Italien, im Ski-Urlaub und das erste, was er gestern getan hat, war mir per Facebook zu schreiben. Und dann redet er vom gemeinsamen Lernen. Einerseits freuts mich total und andererseits ist es ungewohnt. Ich muss ihm nicht hinterherlaufen, ich muss ihn nicht fragen, ob wir uns treffen. Und vorallem das wichtigste: Er ist ehrlich. Ich glaub, Maxi kann gar nicht lügen. Der klatscht sowieso jedem seine Meinung ins Gesicht. Schade nur, dass er Samstagabend noch nicht wieder hier ist. Sonst hätte ich ihn glatt gefragt, ob er mit zu T.'s Osterfeuer will. Aber vielleicht ist es besser so. Ich meine, wenn A. da ist, wäre das nachher total komisch geworden und... Scheißen wir doch drauf, was A. denkt. Das einzige was blöd ist, ist dass Maxi nicht mitkommt. Der Rest spielt überhaupt keine Rolle. Oder seht ihr das anders?

Dienstag, 26. März 2013

Die alten winterkalten Gedanken verfliegen, wie Rauch im lauen Wind, Wenn wir in den Wiesen liegen und etwas Neues beginnt.

"Man sollte glücklich darüber sein, dass man lebt. Menschen suchen immer nach Glück, obwohl es vor ihnen liegt. Dabei verwechseln sie oft Glück mit Macht oder Geld."

Es ist keine Weisheit, kein hochphilosophisches Zitat, aber vielleicht ist es die Wahrheit. Seit Donnerstag kann ich schlecht über andere Dinge nachdenken. Ich bin seit ungefähr 14 Tagen Schnittfrei und ich wusste es nichtmal. Es ist mir nicht wirklich aufgefallen. Die Hälfte der Tage hatte ich auch keine Möglichkeit dazu, da ich nie alleine war, aber ich hatte nichtmal so richtigen Druck. Gestern hatte ich ihn. Den Wunsch mich zu schneiden, aber ich weiß genau, dass wenn ich jetzt damit anfange, bekomme ich die ganzen Ferien nichts hin. Kein Lernen, keine Lerngruppe, Nichts. Und immerhin steht nach Ostern Mathe Lernen mit Maxi an und der braucht meine Hilfe dringend. Und ich brauch Gesellschaft. Ich bin zwar nicht gut darin mit Menschen umzugehen, aber manchmal retten sie mich. Wenn ich in der letzten Woche etwas gemerkt habe, dass man alleine aus Löchern nicht herauskommt. Wie oft habe ich versucht mit dem Schneiden aufzuhören. Und genauso oft bin ich gescheitert.

Eine Freundin von mir (Ja, du bist eine Freundin J. <3 ) hat mir eine Nachricht geschrieben, dass sie mit darüber nachdenkt sich was anzutun, aber es nicht tut. Und am liebsten würde ich sie rütteln und schütteln, anschreien und fest umarmen. Selbstverletzung zerstört viel mehr als die Sommertrends. Es geht nicht um Tshirts und kurze Hosen. Sobald man angesetzt hat, es zur Sucht wurde, ist man nicht mehr der Mensch, der man war. Und man wird auch kein besserer Mensch. Man fängt an, weil man denkt, dass seine Probleme zu groß sind und dann wird die Lösung zum größten aller Probleme. Wer von uns weiß schon, was passiert wäre, wenn wir nie angefangen hätten? Vielleicht würde man uns mehr lieben. Vielleicht wären wir glücklicher. Oder von einem Auto überfahren worden, da wir uns rausgetraut haben und ein Opfer des Verkehrs geworden sind. Ironie des Lebens.

Was ich sagen will ist, dass versuchen werde etwas umzustellen. Ich will nicht werden wie alle anderen dadraußen. Ich möchte mein Dasein nur nicht mehr als Existenz sondern als Leben bezeichnen. Ich möchte atmen und dabei die Sonne und die Luft schmecken und nicht den Dreck, der sich dann in meinen Lungen sammelt. Ich möchte die Schneekugel sein, die man wieder mit Wasser auffüllt, damit der Schnee wieder fliegen kann. Ich möchte die Sonne sein, die wieder von Wolken befreit wird. Ich möchte das Herz haben, das von jemandem mühsam wieder zusammengeklebt worden ist und keine Angst davor haben, dass es wieder auseinanderfällt. Ich möchte stark sein und Ich selbst.

Montag, 25. März 2013

Blogawards

Ich hab zwei Blogawards bekommen. Herzlichen Dank dafür. Einmal von Lost One und einmal von Mila. Ihr seid toll. Ich hab auch einen dritten bekommen von TJ Murrow bekommen, aber irgendwie finde ich zu dir keinen Blog, also auch keine Fragen. Freue mich dennoch sehr.

Die ersten 7 Fragen:
01. Wo bist du am liebsten? Grundsätzlich in meinem Zimmer. Aber ich glaube, am liebsten wäre ich wieder in Slowenien und würde nie wieder da weggehen, aber nur mit den wunderbaren Menschen vom Sommer.
02. Wenn du einen Tag lang eine Zeitmaschine hättest, wohin würdest du reisen bzw. was würdest du machen? An den 28.08.12. In Slowenien. Der Morgen begann und wir sind Kajak gefahren. Ich war beinahe Narbenfrei und dachte nicht an zu Hause, nicht an A. Ich war wie in einer Paralellwelt. Später saß ich im Doppelkajak mit Maxi und wir haben uns richtig gut verstanden und sind schnell über den See und den Wasserfall runter. Abends saßen wir zusammen am See und haben gegrillt und sind schwimmen gegangen. Und es war mir egal, dass ich nicht die dünnste war, denn ich hatte Freunde und fühlte mich gemocht. Außerdem gabs später abends Bier und Fußball. Und davor FlunkyBall. Das war klasse. Ich könnte den Tag immer wieder leben und es würde nie langweilig werden.
03. Was ist dein Lieblingsbuch? Oh gott. Zerbrechlich von Jodi Picoult ist grandios. Und alles von Cody McFadyen ist gut.
04. Was liest du gerade? Schopenhauer und Kafkas "Verwandlung"
05. Was ist deiner Meinung nach der beste Film, der jemals gedreht wurde? Was sind das für unbeantwortbare Fragen? Ich bin ein "Driven" Freund, aber "Der Patriot" ist auch genial. Aber allgemein gucke ich nicht so viele Filme. "The Guardian" ist noch besser.
06. Schau aus deinem Fenster. Was ist das Beste, was du jetzt siehst? Die Dunkelheit. Oder ist es bloß mein Spiegelbild?
07. Bist du eher ein ordentlicher Mensch oder ein unordentlicher? Zerstörerisch, das hat hier echt nichts mehr mit Ordnung zu tun.
08. Was ist das Schlimmste, was dir je passiert ist? Der Tag an dem ich A. kennengelernt habe. Es war das schlimmste und schönste.
09. Was ist deine schönste Kindheitserinnerung? Schwimmtage mit meiner Oma (Ruhe in Frieden) und meiner Mutter. Wir sind immer früh aufgestanden und haben die Sonne schon gespürt und sind losgegangen damit wir gute Plätze bekommen. Oma und ich mussten immer mit dem Fahrrad vorfahren. Und dann knallte die Sonne und Mama hat mich ständig eingecremt, weil Sonnenbrand das schlimmste war, was mir damals passieren konnte. Damals schmeckte ich das Glück dieser Tage nicht, heute ist es nur noch ein Belag in meinem Mund.
10. Wenn du ein Buch über dein Leben schreiben müsstest, welchen Titel hätte es? Irgendetwas tristet, langweiliges. "Das Maskenmädchen" oder sowas.
11. Ist das dein erster Award? Neeee.

Die zweiten 7 Fragen:
1. Was ist das erste, was du nach dem Aufwachen heute gedacht hast? Heute muss ich anfangen Philo zu lernen - und ich habs nicht getan.
2. Was würdest du tun, wenn du noch eine Woche zu leben hättest? Meine Löffelliste abarbeiten
3. Würdest du lieber fliegen können oder unsichtbar werden (also nur in den Situationen, wo du es willst)? Unsichtbar bin ich so schon, ich würds fliegen nehmen. Dann kann ich mich in den Himmel verziehen und Menschen bespucken.
4. Lieblingsbuch? Siehe oben Frage 3
5. Lieber Fahrradfahren oder laufen? Kommt drauf an. Wenn ich wohinfahre Fahrrad, wenn ich denken will laufen.
6. Was war das letzte Lied, das du gehört hast? "So oder so" von Bosse
7. Wo würdest du gerne mal hinfahren? Irland - und im Sommer wirds wahr
8. Weltverbessernwollen - Blödsinn oder Lebensziel? Sollen sich andere drumkümmern, ich bin zu schlecht um etwas besser machen zu können.
9. Was ist deine schönste Erinnerung? Abgesehen von der Kindheitserinnerung oben: Slowenien und die Chaoswoche, Gespräche mit Herrn A., Momente mit A., Konzerte, es gibt ein paar Dinge, aber keine kann die schlechten vergessen machen.
10. Was willst du im nächsten Jahr machen? ScheißFrage! Ich denke studieren, wenn mich ne Uni nimmt bei meinem Schnitt...
11. Was schätzt du am meisten an deinen Freunden? Dass sie mir nicht auf den Geist gehen und nicht merken wies mir wirklich geht. und gleichzeitig hasse ich das auch.

Tut mir Leid für meine lange Antworten und teilweise auch komische. Naja. Pflicht erfüllt, ich gebs nicht weiter. Ich bin nicht in der Stimmung mir was zu überlegen oder so.

Sonntag, 24. März 2013

Lass und nicht nach Haus' gehen Ich will uns so einrahmen.

Fünfter Tag Mottowoche - Abikropolis die Götter verlassen den Olymp
Und das tut weh. Richtig weh. Die Uhr bleibt stehen um 0 Uhr in der Nacht für eine Minute und ich starre auf sie herauf, weil ich weiß, dass alles weh tut. Es tut so sehr weh. Mein letzter Schultag, der gar kein Schultag ist. Sondern nur ein Betrinken mit Party, Bühne, Live-Band und eigentlich klingt das grandios, aber schmerzt. Und das ist langanhaltend, zehrend, zerstörend. Die letzte Woche war großartig mit meinen besten Freunden, guten Geschichten, legendären Tagen. Aber in meinem Herzen wird etwas fehlen. Nein, eigentlich nicht nur in meinem Herzen. Meinem Kopf, meinem Verstand, mir wird die Schule, die Menschen, die Fächer fehlen. Jaja, Streber und so, aber man hat sich daran gewöhnt, dass man in Geschichte Philosophie Hausaufgaben macht und sowieso das falsche Buch dabei hat. Es ist üblich, dass Maxi jede Stunde mindestens 4 Minuten zu spät kommt und jeder Tag rot im Kalender angestrichen wird, wenn er pünktlich ist. Es ist normal, dass Nils mit meinem Mathe-Lehrer über die Beziehungsprobleme seines Nachbarn redet. Ich vermisse mein altes Leben, bevor ein neues begonnen hat. Aber der Tag war grandios. Die Woche war ein reiner Traum. Jetzt wird es wieder ernster aber naja.

Maxi hat gestern nacht noch eine Weisheit von sich gegeben: "Menschen suchen immer nach Glück, obwohl es vor ihnen liegt. Dabei verwechseln sie oft Glück mit Macht, Geld oder sonstigem Blödsinn." Und er hat Recht. An diesem Tag lag das Glück vor mir. Der letzte Schultag, eine riesen Party und es schmeckte sogar etwas nach Glück, als Maxi mir einen kurzen nach dem anderen ausgab. Es war circa 14 Uhr am Nachmittag und alles was wir brauchten war eine Kneipe und eine private Flasche Jägermeister. Abends zur Zulassungsparty kam er erst sehr spät, da war ich leider ziemlich hinüber, aber es war gut. Alles in allem war es richtig gut. Ich könnte euch soviel erzählen, aber ich weiß nicht wie. Ich weiß nicht, ob es euch interessiert. Und außerdem bin ich schon wieder müde. Ich werde hoffentlich bald auf eure wunderbaren Kommentare antworten. Es freut mich immer wieder.

So, und hier kommen die Fotos vom letzten Tag und damit verlässt die Göttin der tragischen Dichtung und des Trauerspiels den Olymp.
Mein Wunderbares Gewand

Das prägende Bild des Abends. Ja das war mein Allgemeinzustand!
 

Sie kippt sich all die Sachen rein, wippt auf ihrem Stuhlbein, Beißt sich in die Lippe und redet wirres Zeugs

(Vorneweg: Es werden noch weitere Posts folgen für die nächsten Tage)
Vierter Tag Mottowoche - Rockstar.
Die morgendliche Katerstimmung passt zu diesem Tag. Es war elendig. Erst gefrühstückt mit meinem hassgeliebten Mathe-Lk und dann eine Stunde im Info-Raum gechillt. Danach kam dann Philosophie. Ich geh in den Raum, bin das erste Mal in meinem Leben mal nicht vor Herrn A. im Raum. "Denise", ruft etwas laut. "Du kommst nicht gerade ernsthaft zu spät oder? Du bist Abiturient und darfst nicht zu spät kommen." Meine Cap tief ins Gesicht gezogen und meine Sonnenbrille auf, sehe ich ihn an: "Sie glaube doch nicht, dass Weltstars mal pünktlich kommen. Auf wichtige Menschen wird gewartet.". Er lacht, ich lache. Tiefer Schmerz für ein paar Sekunden. Ich seh, dass Maxi sich neben mich gesetzt hat, weil Anna nicht da ist. Er lächelt auch. Die ganze Welt ist glücklich, dass es zu Ende geht, aber ich nicht. Ich leide. Und jede Sekunde, die vergeht, schmerzt mehr. Ich kann das ticken in mir spüren. Ich höre wie es immer leiser wird. Nebenbei wird die Erinnerung lauter, zieht runter, bringt Leid.

Den restlichen Tag haben wir damit zugebracht die Schule zu schmücken und Chaos zu verbreiten für den nächsten Tag. Während wir geschmückt haben, gabs einen Zwischenfall. Stefan kam total betrunken in die Halle und hat etwas von sich umbringen und Judentöten geredet. Aufgeklärt ist das ganze natürlich nicht, aber sagen wir so: es ist auf jeden Fall nichts passiert. Und am nächsten Tag war er ebenso betrunken. Aber das ist leider nichts neues bei Stefan. Irgendwie hat mich dennoch schockiert. Habe mit Maxi drüber geredet, wodurch ein ordentliches Gespräch zu Stande kam, dass mich irgendwie sehr gefreut hat. Per sms zwar, aber man kann ja nicht alles haben.
Er: "Du willst mir doch nicht unterstellen, dass ich dödellig bin?!"
ich: "Nein, du bist nicht so schlimm dödellig, nur ein bisschen verplant. Aber das ist gut so."
Er: "Macht mich sympathisch^^"
Ich: "Ach, du glaubst du bist sympathisch?"
Er: "Bin ich das etwa nicht?"
Ich: "Doch bist du!"
Er: "Und warum?"
Ich: "Weil du ziemlich ehrlich bist. Und nen guten Humor hast.Und weil du nicht zu sehr sortiert bist. Du bist irgendwie authentisch. Ach du weißt schn was ich meine ^^"
[...]
Er: "Ich will irgendwie versuchen konventionell zu wirken.^^"
Ich: "Versuch am besten du selbst zu sein."
Er: "Was heißt selbst zu sein? Ehrlich und offen?"
Ich: "So zu sein dass man sich wohl fühlt und nicht nur offen und ehrlich zu sein, weil man anders sein will."
[...]
Er: "Aber ich finde ich muss mich oft bei Menschen anpassen, darum komm ich glaube ich fast mit jedem gut aus."
Ich:"Und wieso passt du dich an? Weil du Konflikten aus dem Weg gehen willst oder weils dir egal ist, ob die Leute einen falschen Eindruck von dir haben? musst du dich bei mir auch verstellen?"
Er: "Ich weiß auch nicht. Manchmal ist es mir egal, was die von mir halten und oft ist es mir irgendwie sehr wichtig. Vielleicht ist halt mein Humor dass ich mich verstelle, dass ich versuche alle zum lachen zu bringen indem ich beispielsweise mich dödellig anstelle oder einfach sage, was ich denke."
Ich: "Ich glaub jedem ist es irgendwann wichtig, was andere denken, wenn die Leute einem wichtig sind. Ich bin teilweise auch anders als ich sein sollte. Ich glaub aber nicht, dass du weniger sympathisch wärst, wenn du nicht dödellig stellt. Ich denke nicht, dass die eine Eigenschaft dich ändert."
Er: "In der Regel komme ich mit Menschen am Anfang gut klar aber umso länger ich sie kenne umso schlechter habe ich das Gefühl komme ich mit denen klar, bei ein paar Menschen wie dir ^^ klappt das auch so über einen längeren Zeitraum."
Das klang so schön. So wunderbar. So als wäre das der erste Schritt auf eine bessere Ebene.
[...] Er: "Ist es nicht am besten, wenn man über sich selbst lachen kann? Ist es nicht einfach einfach glücklich zu sein, dass man leben darf und nicht so tuen als wäre man was besonderes und immer so ernst?"
Autsch. Ich kann auf die Frage nicht richtig antworten. Zumindest nicht so lange ich ehrlich bin. Und am dem Zeitpunkt wusste ich, dass er lieber das andere Mädchen nehmen sollte.


Die Halle sah großartig aus irgendwann, ich weiß nicht, ob ich irgendwo ein Foto davon finde. Ich muss gleich mal durchgucken. Unten sind aber auf jeden Fall welche von dem hässlichsten Mädchen der Schule.



Mittwoch, 20. März 2013

Schwarzer Tee macht meine Augen wieder auf. Dicke Möwe fliegt zum Meer hinaus. Und du bist so nah, dass es mir den Atem raubt.

Dritter Tag Mottowoche - Disney.
Und ich verfluche diesen Tag, denn viel lieber als Disney hätte ich Kindheitshelden als Motto gehabt. Disney ist zwar schön und gut, aber schränkt schon etwas ein. Ich wollte so gerne als Son Goku von Dragonball gehen, aber nein. Naja, was solls. Ich bin nachts ja schon immer SuperSaiyajin. Die Fotos wären bestimmt auch viel geiler als sie es jetzt sind. Außerdem war meine Hose zu kurz. Es ist zwar erst 13:21 Uhr aber ich merke wie ich einen Kater bekomme, weil ich den ganzen verdammten Morgen getrunken habe. Und so getan habe als wäre es nur Cola. Jaja, Rum ist ne schöne Sache. Maxi war schon wieder nicht da. Das war etwas traurig, wenn ich ehrlich bin. Wir machen jeden Tag Lk-Fotos und er ist nie da.

Morgen habe ich meine aller,aller,allerletzte Philosophie-Stunde. Dachte gar nicht, dass die stattfindet. Da muss ich dann wohl mal versuchen halbwegs nüchtern zu sein. Ob das möglich ist? ich weiß ja nicht. Ich weiß es echt nicht. Restalkohol vom Abend ist bestimmt noch da. Apropo Abend: gleich gehts zu L. mit K. zusammen und dann ist da die "neue" WG Eröffnung bis Samstag. Die Fotos von den nächsten Mottotagen und vorallem von Freitag werden nachgereicht. Versprochen! Also wundert euch bitte nicht, wenn ihr bis Samstag nichts von mir hört. Es tut mir ja Leid.! Und jetzt gehe ich erstmal schlafen, damit ich heute Abend wieder fit bin.

Allen MitAbiturienten: Die letzte Woche ist die beste/schlechteste, je nachdem. Genießt sie, egal wie ihr die Schule findet.

Dienstag, 19. März 2013

Man sieht das Leben doch vor lauter Licht nicht.

Zweiter Tag Mottowoche - Oktoberfest. Bilder wie immer am Ende.
"Ey, jetzt geh ich extra zu Bio und du bist nicht da!", schreibe ich Maxi eine Sms. Ich war nicht wegen ihm dahingegangen, sondern wegen L. aber mein Bio-Lehrer hats freigestellt ob wir kommen wollen. Und eigentlich wollte ich nicht, aber wegen L. mach ich sowas verrücktes. Zwei Sekunden später kommt die Antwort. "Ich bin im Bett habe bis jetzt verschlafen." Ich muss lachen. Unterricht hatte er offiziell um 8 Uhr, jetzt war es bereits 11. Wir schreiben über unsere sehr verschiedenen Schlafrhythmen. Er sagt ich habe Glück, dass ich immer sofort wach sein könne. Ich würde endlich gerne mal wieder richtig schlafen. Stundenlang ohne Unterbrechung. Irgendwann kommen wir darauf, dass frische Luft wichtig ist, um wach zu werden. Und Lara, ein Mädchen in unserem Lk hasst es, wenn wir das Fenster öffnen, weils ja so kalt ist. Und sie ist ziemlich dick, also wirklich dick. Und darüber schrieben wir nun. "Reduzier Menschen doch nicht auf ihr Aussehen, man!", schreibe ich. "Sondern auf Masse oder was?", antwortet er. Inzwischen laufe ich durch die Stadt. Ich bleibe stehen und setze mich auf die Bank neben mir. Du wiegst bestimmt zu viel für ihn. Ich will ihn doch gar nicht ! Aber trotzdem möchtest du, dass er dich mag. Und du denkst über jeden nach, was er von dir hält. Bedrückt stehe ich wieder auf und geh nach Hause. Mein Handy klingelt erneut ohne dass ich geantwortet hätte. "Du weißt, dass das nicht so ernst gemeint ist. Falls du jetzt irgendwie verletzt bist." Haha, er findet dich fett und entschuldigt sich jetzt dafür. Wieder ein Klingeln. "Das hast du nämlich nicht nötig. Du hast weder zuviel Masse noch zu wenig Charakter."

Herr A. fand mich verwerflich. Weil er mein Dirndl beim Laufen zu Kurz fand. Dann habe ich ihm vorgeworfen, dass er da gar nicht hinsehen darf. Es war nur ein kurzes Gespräch, aber irgendwie ganz nett. Ich komm nur nie dazu, ihm zu sagen, was ich unbedingt loswerden will.

kackface. Sitzt da etwas scheiße, tut mir Leid. Ich kann mich einfach nicht anziehen.

Nein, ich kann auf Fotos nicht gut gucken. Aber auf dem Bild kann ich meine Beine gut leiden, fast. Ein bisschen. Nee doch nicht.

Montag, 18. März 2013

Und das Schönste an der Zeit ist, wenn sie in Zeitlupe vergeht. Die kleinen Dinge sind die großen und eben auch andersrum

Erster Tag der Mottowoche - HorrorMontag. Für die Bilder sehe unten.
Es war ein guter Start. Der Anfang vom Ende zusagen, aber dennoch war es gut. Als Herr A. mich gesehen hat, musste er lachen. "Du als Todesengel? Passender gehts wohl kaum. Aber wehe ich bekomme Albträume deswegen." Ich lache nicht. "Albträume sind nachts vollkommen in Ordnung. Solange man nicht tagsüber in ihnen lebt." Er sieht mich an. "Ich hab dich verletzt was? Denise, ich würde dir am liebsten immer eine Eins geben, aber das kann ich nicht, wenn du nicht die Leistung dafür bringst. Das war nicht persönlich gemeint, auch wenn das in deiner Verfassung wohl nur schwer zu glauben ist." Ich sehe ihn an. "In meiner Verfassung?" frage ich nach. "Allein, verlassen und den Schein wahren, dass es nicht so ist.". Ich sehe ihn an. "Umso näher man am Tod ist, desto alleiner ist man doch irgendwie. Auch wenn sich alle Leute dann für einen Interessieren. In meinem Fall ist das anders." Er unterbricht meine Gedankenfolge. "Aber du bist nicht  krank. Dein Tod wäre plötzlich und ist völlig unnötig. Unnötig im Sinne von: Tus einfach nicht, auch wenn es ein befreiender Gedanke sein mag." Ich geh einfach weg. Ich merke wie sein Blick mir folgt.

Maxi war leider zu faul sich zu verkleiden, deshalb haben wir kein Foto zusammengemacht. Hoffentlich kommt er morgen verkleidet, ich möchte ein Foto. Zum Abschluss. Zum Ende. Manche aus meiner Stufe sahen echt gut aus. Morgen wird noch viel besser. Hoffe ich. Obwohl ich nur Sechs Stunden habe. Und jetzt gleich muss ich erstmal wieder trinken. Bin immerhin seit heute morgen nüchtern.
Der Todesengel stirbt in der Sonne

Da sieht das alles viel lilaner aus als es war. Aber das Rot ist echt. Also die Farbe. Hihi, ich bin ja so schön tot.

Sonntag, 17. März 2013

Ihr habt beide nie gelernt Wann es Zeit ist nicht zu gehen

5 Tage. 120Stunden. 7200 Minuten. 432000 Sekunden. Solange gehe ich noch zur Schule, habe einen Schulalltag. "Wir sollten stets eingedenk sein, dass der heutige Tag nur einmal kommt und nimmer wieder", schrieb Schopenhauer. Ich höre eine Uhr in mir schlagen als wäre ich der Mittelpunkt des Zeitlaufs. Als würde ich durch das Zifferblatt balancieren. Ich zerre an den Zeigern, sie lassen sich nicht zurückdrehen. Die Zeit lässt sich nicht aufhalten. Man kann die letzten Wochen nicht zurückdrehen, auch dann nicht, wenn man verspricht, dass man diesmal alles besser machen würde. Ich würde eine bessere Philosophieklausur schreiben. Könnte ich Monate zurückdrehen, würde ich an mehr Schreibwettbewerben teilnehmen. Ich würde A. in den Wind schießen, damit es ihm vielleicht etwas mehr Leid tut. Ich würde die beste in Philosophie in beiden Jahrgängen werden. Aber die Zeit lässt sich nicht verschieben. Ich kann sie nicht beeinflussen. Es ist jetzt so wie es ist.

5 Tage. 120Stunden. 7200 Minuten. 432000 Sekunden. Und mit dem letzten Schlag der Uhr endet es. Der Alltag, mein Leben. Veränderungen, wo ich nur hinsehe. Ich verlor mein Herz, ich verliere mich immer wieder selbst und ich werde das einzige verlieren, durch das ich mich definieren konnte. Meine geliebte Schule. Alle um mich herum freuen sich, dass es vorbei ist. Und ich weine. Ich weine schrecklich viel in den letzten Tagen. Sie alle verlieren nur eine Aufgabe, eine elendige Pflicht, aber ich verliere alles was ich jemals konnte.

5 Tage. 120Stunden. 7200 Minuten. 432000 Sekunden. Solange lange ich in manchen Ferien im Bett. Ununterbrochen. Habe irgendwelche Serien geschaut und mich dann gewundert wo die Zeit geblieben ist. Wo ist die Zeit geblieben? Und beschäftigt man sich mit solchen Fragen nicht erst wenn es zu Ende ist? Zu Ende mit sich selbst? Die Zeit ist vergangen und gerade in dem Moment vergeht wieder Sekunde um Sekunde. Ist nicht beinahe alles was man tut Zeitverschwendung? Es gibt Momente, die bleiben im Herzen. Sowohl gute als auch schlechte, aber das meiste vergeht einfach. Als wäre es nichts wert. Als wäre es nur eine von vielen Sekunden. Und das ist auch so. Solange bis die Sekunden begrenzt ist, bis das Ende naht.

Samstag, 16. März 2013

Erst wenn es zu Ende ist, sehen wir, dass es keine Ziele gibt, und dass das meiste, was wir tun, Zeitverschwendung ist.

L. hat mir gerade für heute Abend abgesagt. Und vielleicht ist das gut so. Ich weiß zwar noch nicht, weshalb das so sein sollte, aber vielleicht sollte ich allein sein. Morgen kommt sie und pennt hier. Übermorgen pennt sie auch hier. Die zwei Tage darauf werde ich bei ihr schlafen. Das klingt ganz ehrlich ziemlich grausam. Aber die Chaoswoche/Mottowoche soll legendär werden. Und vorallem Alkoholreich sonst ertrage ich das alles nicht. Maxi hat mich gefragt, ob wir in den Ferien zusammen für Mathe lernen. Ich meine, wären wir in einem schlechten Film würde es auf keinen Fall beim Lernen bleiben, aber in meinem trostlosen Leben wahrscheinlich schon. Außerdem möchte ich gar keine körperliche Nähe. Dafür bin ich seelisch viel zu weit von mir selbst entfernt. Die erste Woche der Ferien ist er eh nicht da, das heißt, wir treffen uns erst im April irgendwann und damit habe ich vorher genug Zeit Philosophie zu lernen, bis ich jede verdammte Tat moralisch beurteile und zu jedem Naturzustand das passende Staatssystem habe, solange bis ich weiß, dass ich Herrn A. nicht noch einmal enttäusche, denn immerhin muss ich noch zu den Prüfungen.

Irgendwie hoffe ich darauf, dass irgendwer anruft und mich fragt, ob ich weggehen will. Das zweite Wochenende in Folge in dem ich sowohl Freitag als auch Samstag zu Hause rumhänge und verwahrlose. Ich sollte meine Schopenhauer-Buch zu Ende lesen, immerhin muss Herr A. es wiederbekommen und ich sehe ihn Donnerstag zum letzten Mal. Auch wenn ich dieses Buch für immer lieben werde, als wäre es mein erstes gewesen.

Ich hoffe ihr freut euch mehr als ich auf die Mottowoche. Immerhin bekommt ihr schöne Bilder und reizende Outfits präsentiert. Also Mittwoch habe ich Shorts an, die bedecken gerade mal die wichtigen Stellen, aber ich zieh ne Strumpfhose drunter, weil naja, meine wichtigen Stellen sind größer bzw. etwas umfassender als bei normalen Menschen. Ich meine damit meine Oberschenkel. Der Satz davor klang komisch. Und Montags bekommt ihr direkt mein Lieblingsoutfit: ich kann euch versprechen es wird düster. Und blutig. Aber da S. mir verboten hat, an meinen armen echte, dicke, fette Wunden  zu machen, muss ich mich wohl mit Kunstblut vergnügen, aber mal ehrlich: Jeder der schonmal sowas gesehen hat weiß, dass das nichts mit der wirklichkeit zu tun hat. Echt rein gar nichts. Naja, ich wünsche euch ein schönes Restwochenende.

Freitag, 15. März 2013

Was ist nur mit uns geschehn, komm verrat es mir!

Es endete alles an einem Tag. Die Sonne schien auf die helle Schneedecke und machte die Welt noch viel heller. Menschen strahlten. Der Anblick von sonnenbeschienenem Weiß weckt gute Erinnerungen an weiße Sandstrände in der Karibik, an den bevorstehenden SkiUrlaub in Italien. Doch für ein Mädchen, mitten in der Schule zerbricht die Welt. "Deine Klausur liest sich wie ein BoulevardBlatt", sagte ihr Lehrer und sie zerbrach still und leise, doch draußen in der Welt hörte man dieses Brechen nicht. Vielleicht rasten in diesem Moment zwei Autos in einander. Vielleicht rutschte eine ältere Frau auf schlecht von Schnee befreiten Straßen aus. Dem Mädchen aber sah man ihren Schmerz nicht an. Sie bekam eine Zwei. Das war nicht gut, aber nicht das Problem. Sie hatte den einzigen Menschen enttäuscht, der an sie glaubte. Auf dem Zeugnis wird dieses Mädchen eine 2- bekommen, weil Ästhetik wohl nicht so ihr Thema sei. Dabei beschäftigt sie sich viel mehr mit Schönheit als jeder von ihr erwartet. Nein, nicht mit der Kunst, aber der Schönheit von Menschen. Das Mädchen verlässt den Raum, kann ihren Lehrer nicht ansehen, nicht zuhören. Sie hatte tausende Gespräche in ihrem Kopf vorgedacht, aber keines konnte sie jetzt noch führen. Eine Freundin hielt sie auf. "Weißt du schon das neuste? Miriam steht auf Maxi.", sagt sie und lief weiter um die Nachricht weiterzuverbreiten. Das Mädchen brach zusammen, aber diesmal Aussen, mitten auf den leeren Fluren der weißgestrichenen Gänge. Der Schandfleck, das Elend, die Katastrophe. Es ist egal, wieviel Ahnung man nun von Schönheit hat: wer diesen Tag als schön bezeichnet, der war wohl noch verrückter als das Mädchen selbst. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Mädchen noch immer keine freie Minute. Minuten um ihr Ende vorzubereiten: die Katastrophe in einem Trauerspiel aufgebaut nach dem aristotelischen Dramendreiecks. Der Held stirbt. Die Welt dreht sich weiter. Oder geht die Katastrophe weiter, obwohl die Spannung raus ist? Der Schnee treibt weiterhin sein Unwesen auf den leeren Straßen. Niemand kann sie sehen. Niemand will sie sehen. Die verlorenen Seelen.

Mittwoch, 13. März 2013

But as human beings, sometimes it's better to stay in the dark, because in the dark there may be fear, but there's also hope.

Ich rede mit S. über den Abiball. Darüber, dass ich das andere Mädchen momentan nicht sehen kann, denn ich muss dauernd an sie und Maxi denken. S. erzählt mir, dass die beste Freundin von dem Mädchen auf Maxi steht und das Mädchen deshalb nichts mit Maxi anfangen wird. Nachdem ich nun weiß, wer diese Freundin ist, hebt sich meine Laune. Die sieht sogar noch schlechter aus als du. Glückwunsch, endlich kann sich auch dein Selbstwertgefühl etwas steigern. Selbst meine Stimmen resignieren kurz. Das erste Mal, dass die Stimmen zu jemandem noch böser sind als zu mir. S. hat mich kurz darauf gefragt, ob ich in Maxi verliebt bin. Und vielleicht ist diese Frage irgendwo berechtigt, vielleicht haben sich viele von euch das auch schon gefragt. Aber ich musste nicht eine Sekunde darüber nachdenken. Ich musste keine Gründe abwegen, keine genauen Gedanken fassen. Mein Herz ist noch immer fort, hoppelt gedankenverloren A. hinterher, da der Verstand es entfernt hat. Das erste Mal, dass mein Verstand gewinnt und das Herz rausschmeißt. Es ist gegangen und läuft A. hinterher. Aber er achtet nicht auf das kleine, rote Herz. Hinter ihm fahren Autos, treffen das Herz. Es bleibt draußen im Schnee liegen, er lässt es vor der Tür, bemerkt es nicht. Hat mich längst vergessen. Aber mein Verstand hat mir das erklärt: A. ist einfach nicht der Richtige. Und bevor mein Verstand sich nicht sicher ist, dass es nicht wieder weh tut, solange darf mein Herz Urlaub machen und naiv und dümmlich A. verfolgen, obwohl es weiß, dass es niemals gesehen wird. Und wenn mein Verstand will, dann kommt es vielleicht wieder zurück. Sofern es dann noch schlägt, atmet, lieben kann.

Morgen gibts Philosophie-Abschlussnoten und meine Klausur. Alleine wenn ich jetzt daran denke, könnte ich kotzen. Wenn N. oder das andere Mädchen besser sind, geh ich einfach nach Hause. Und zudem, muss ich das rührende Gespräch mit Herrn A. darüber führen, dass er toll ist und obs möglich ist, dass wir in Email-Kontakt bleiben. Ach man. Ich will einfach nicht von der Schule gehen.

Montag, 11. März 2013

And sometimes, against all odds, against all logic, we still hope.

Wir sollen uns im Hörsaal eintreffen, einen Vortrag vierer Matheschüler des Lks in der Stufe über uns hören. Ich mag die Jungs nicht besonders. Ständig lassen sie heraushängen, dass sie es ach so gut können. Aber das war mir egal, ich lese eh irgendwas. Anna und ich setzen uns hinten hin. Zwischen mir und Clara ist ein Platz frei, besser so. Mein Handy vibriert. "Wo seid ihr?", schreibt Maxi. Er kommt immer zu spät, er kann nicht anders. Ich sags ihm. Er kommt rein, sucht einen Platz, sieht mich und klettert neben mich. Nach gut 10 Minuten bin ich so müde, dass ich beinahe einschlafe. Ich lege den Kopf auf den Tisch und schließe die Augen. Der Junge neben dir geht mit jemand anderem. Auch wenn du das nicht so genau weißt, du solltest schonmal daran glauben. Während meine Stimmen mich fertig machen, spüre ich eine Berührung an meiner Hand. Ich öffne meine Augen, sehe auf meine Hand, sehe Maxis Hand, die meine Hand streicht. Ich schließe die Augen wieder. Ich muss träumen. Unweigerlich muss ich lächeln. Ich öffne die Augen wieder und sehe, dass nicht nur ich lächele. Das ist zwar kein Traum, aber vielleicht dennoch eine Lüge.

Im Anschluss bekommen wir unsere Klausuren wieder. Maxi hat Angst davor, dass er die 5+, die noch im Raum steht, hat. Ich muss raus, meine Note bekommen. Mehrere Klassenkameraden hoffen, dass ich die 5+ habe, damit sie befreit sind. Ich habe eine 3+, manche sind enttäuscht, ich bin beinahe erfreut. Maxi zittert weiter. Er setzt sich neben mich, beinahe der ganze Raum ist leer. Ich warte nur noch auf, ja worauf warte ich eigentlich? Auf Maxi? Plötzlich legt er seinen Kopf auf mein Bein. "Denise, ich will nicht die Fünf haben. Gib mir deine Note, bitte.", jammert er. "Du hast die Fünf auf keinen fall", sage ich und streiche ihm durchs Haar. "Ruinier bloß nicht meine Frisur, Liebes", sagt er mahnend. Ich lache:"Wie meintest du letztens: Dein Frisur ist bettabhängig. Das was über Nacht mit deinen Haaren passiert, ist die Frisur am Morgen." Auch er muss lachen. "Das ist Kreativität. Außerdem kann nicht jeder am Montag morgen so gut aussehen wie du." Er guckt von meinem Bein hoch, lächelt verschmitzt und geht raus, um seine Note zu holen. Es kommt mir wie Stunden vor, bis er wieder reinkommt. Ich stehe am Tisch, kann nicht sitzen, der Oberschenkel schmerzt. "Ich hab eine 3-. Keine 5. Ich habe keine 5!", ruft er, grinst bis zu den Ohren und umarmt mich. "Danke", flüstert er. "Ich hab die Klausur nicht für dich geschrieben". "Aber du warst da, während ich gestorben bin." Ich lächele. "Kannst dich ja demnächst mal revangieren." Aber pass auf, Maxi, ich sterbe ziemlich oft.

N. läuft Herrn A. entgegen. Muss das jetzt? Ich will mit ihm reden, du bist eh scheiße. ich muss lachen, über mich selbst. N. spricht Herrn A. an: "Bitte sagen Sie mir, dass ich wenigstens in Philo besser bin als Denise, sonst ist sie unerträglich! In Mathe ist sie einen Punkt besser als ich und plötzlich kann sie lächeln. Das tut sie sonst nie." Herr A. guckt irritiert, sieht mich ein paar Meter hinter ihr stehen. "Denise kann lächeln?! Hast du wenigstens ein Foto gemacht?", fragt Herr A. irritiert. N. schüttelt den Kopf. "Ist Ihnen eigentlich egal wie es mir geht?" "Egal ist das falsche Wort. Denise ist nur wichtiger. Und die Klausuren habe ich sowieso noch nicht fertig.". N. stürmt den Gang entlang hinaus. Herr A. und ich gehen aufeinander zu. "Sie glauben doch nicht echt, dass N. eine Chance hat besser zu sein als ich, oder?", frage ich. Herr A. schüttelt den Kopf. "Ich glaube es nicht, aber ich trete ja nicht in N. rein, wenn sie offensichtlich am Boden liegt." Ich lache. "Sie liegt nicht am Boden. Sie suhlt wie jeden Tag einfach nur im Dreck und wälzt sich da rum." Herr A. schaut mich an. "Heute etwas angriffslustig?" Ich lache. "Kennen Sie das, wenn man weiß, dass etwas nicht möglich ist und niemals anhaltend wird, man aber die wenigen Minuten, Stunden so sehr zum Atmen braucht, dass jeder Zug wehtut?" Er nickt. "Wahrscheinlich darf ich nicht wissen, worum es genau geht oder?" Ich schüttele den Kopf. "Nein, das wäre zu abstrakt. Außerdem hält es ja nicht lange an." Er verzieht das Gesicht. "Manche Dinge ändern sich wohl nie was." Er geht weiter. Es wäre schön, wenn sich manche Dinge nie ändern würden. Leider sind das meistens die falschen.

Sonntag, 10. März 2013

A melancholy town where we never smile

Die liebe Denise hat gestern Abend Fotos von sich gemacht. Eigentlich nur weil ich mit meinen supertollen Haaren angeben wollte. Aber dann dachte ich mir, dass euch vielleicht auch andere Sachen interessieren und manche von euch das auch schon gesagt bzw. geschrieben haben, also bin ich mal so frei. (siehe Ende des Posts)

Morgen fängt die letzte Woche Schule an, also eigentlich vorletzte, weil die letzte die Mottowoche (Mottos könnt ihr HIER nachlesen) ist, aber da heule ich eh die ganze Zeit besoffen rum, dass ich bald von der Schule muss. Diese nächste Woche wird, naja wie soll ich es sagen, nostalgisch, melancholisch, schmerzhaft. Vorallem wenn ich Maxi morgen sehe. Ich hoffe zum Ausgleich des Schmerzes, dass ich noch Herrn A. treffe, der mir erzählt, dass ich mindestens ne glatte 2 in meiner Vorabi-Klausur habe, sonst ist der Tag eigentlich schon gelaufen, bevor er begonnen hat. Möchte mir jemand noch ein paar weitere Schuljahre schenken? Aber bitte nur Leute, die Philosophie bei Herrn A. belegt haben. Mathe-Lk wäre zusätzlich noch ganz nett.

Pläne für die nächste Woche: 1. Herrn A. sagen, was für ein guter Mensch und Lehrer er ist und mich bedanken. Dabei hoffe ich darauf, dass wir in Kontakt bleiben können.
2. Maxi fragen bzw. irgendwie herausfinden, ob er wirklich mit dem Mädchen zum Abiball geht. a) Wenn ja, dann heulen und mich hassen b) Wenn nein, dann ihn fragen, weil sonst kommt eh wieder a) zustande.
3. Donnerstag shoppen fahren, Mo/Di/Fr zum Sport, meine restlichen Lernzettel fertig machen
4. Outfits für die Mottowoche zu Ende planen
5. Sonstiges. Mal schauen, was so in die Kategorie fallen wird. Ich halt euch auf dem laufenden.
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Beine, wenn ich gerade stehe. Achja, ich vergaß: Die grauschwarzen Balken sind vorhanden, weil man gewisse böse rote Dinge sehen konnte, durch den Blitz, die niemanden etwas angehen. Deshalb musste ich sie kurz übermalen. Wär das mal im echten Leben genauso leicht.

Beine, wenn ich krüppelig stehe wie sonst auch

Ich wollt euch mal an meinem ekeligen Nacken teilhaben lassen

SchnippSchnapp Haare ab und wie! Der Pony ist eigentlich schräg. Aber ich sah nicht so doll aus, sorry.

Samstag, 9. März 2013

Für die Komödie bezahlt, aber für das Drama geblieben

21:46 Uhr: Ich mache mir zwei Scheiben Toast mit Käse überbacken und Kochschinken. Haha. Ich brauch was ekelig Fettiges - und ich hab verdammt nochmal Hunger. Richtig Hunger. Naja, aber leider nicht wirklich nach Essen. Es ist leer in mir und das wurde mir gerade eben mal wieder schmerzlich bewusst. Und dass ich alleine bin. Deshalb fülle ich mein Leben nun reichhaltig mit diesem Käse/Schinken-Toast. Obs mich glücklich macht? Ich bezweifele das. Ich glaub, dieses Toast, was köstlich riecht, dient eher als FrustEssen. Jetzt wollte ich ein schönes Synonym von FrustEssen googlen, aber das gibts nicht. Ich glaub mein Toast möchte gegessen werden. Aber momentan starren wir uns an. Der romantische Anfang einer Liebesgeschichte ist das. Das Toast wird mein neuer Freund. Sonst esse ich meine Freunde nämlich auch immer. Ich meine, als ob A. und Maxi freiwillig gegangen wären. Nee Nee, ich bin einfach nur brutal und fress sie alle auf. Ich nenn es jetzt einfach "Desillusionierung zu sich nehmen". Das klingt verdammt weise, finde ich. Aber wieso habe ich eigentlich Fru.. Ach ich meine: Wieso habe ich eigentlich Desillusionierungen? Und wie habe ich Maxi genauso freundlich wie A. aufgefressen? Hm, ich kanns euch gerne verraten: Meine einzige Hoffnung nicht alleine auf den hässlichen, blöden Abiball zu gehen, in meinem hässlichen, blöden Kleid, welches noch nichtmal hier angekommen ist, ist dahin. Maxi macht zumindest einen Aktivitätspunkt mit einer anderen und ich denke mal, dass sie dann auch zusammen gehen. Ich liebe diese Welt und die Liebe kommt immer zu mir zurück. Ich könnte mir mein Leben gar nicht besser vorstellen. Zum Tausendsten Mal lese ich gerade den Post von diesem Mädchen, dann schaue ich mir alle ihre Bilder an. Ihre Knochen sieht man sogar durch die Klamotten oder siehst das etwa nur du? Sie ist so dünn. Hat so schöne lange Beine, ohne jede Narbe. So schön. Und sie ist schlau. Sie sitzt in Deutsch vor dir. Und sie redet mehr als du. Aber ich bin besser, ich steh eins, sie nicht. Ha. Dafür hat sie den Kerl, Miststück. Die Schule verlässt dich, du verlässt die Schule. Sie tanzt mit Maxi. Und du wirst den ganzen Abend A. vermissen. Den ganzen verdammten Abend. Am Ende gehen sie alle, was? Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Und wir wissen beide, dass das nicht du sein wirst.
Der schwarze Humor und die Desillusion dieses Posts verderben meinen Appetit. Ich schenk das Toast meinem Bruder - der kanns auch vertragen. Ich werd davon nur noch fetter.

Wir reden hier von Zukunft! Wir reden hier von Angst!

"Heute bekommt ihr euren letzten Text, eure letzten Hausaufgaben und euer letztes Schaubild im Fach Philosophie". Ich schaue Herrn A. an, werde nostalgisch, traurig. "Denise, jetzt schau nicht so. Die Philosophie stirbt dadurch nicht, weißt du.", sagt er und lächelt. Ich versuche ein Lächeln zu erzwingen aber es klappt nicht. "Aber Sie sterben dann für mich. Ich muss dann gehen", flüstere ich leise für mich. Wir machen mit dem Unterricht weiter. Ich melde mich, erläutere die Position. Herr A. fängt an zulachen, während ich noch rede. Ich breche ab. "Entschuldige Denise, aber ich hab in die Gesichter der anderen geguckt. 30 Prozent hören dir nicht zu, die anderen 30 Prozent versuchen dir zu zuhören, aber verstehen nichts. 20 Prozent nicken, weil sie wissen, dass du eh recht hast. Und die anderen 20 Prozent verstehen es wirklich, hoff ich. Also fang nochmal von vorne an und erklär das mal richtig. Ach wie wird mir das fehlen", er lacht wieder. Ich brauche einen Moment mich wieder zu sammeln. Nachdem ich fertig bin, entschuldigt Herr A. sich, dass das nicht böse gemeint war und er nur die Gesichtsausdrücke gedeutet habe.

Ich stehe in Leggings, langem schwarzen Top und kurzem ausgewaschen Tshirt an der Anmeldung im Fitnessstudio. Michael [Chef] läuft an mir vorbei, er bleibt stehen, schaut mich an. "Denise, wieso nimmst du noch weiter ab?", fragt er kritisch. "Damit ich nicht so aussehe wie jetzt?". Er schüttelt den Kopf. "Wie jetzt? also gesund und gut und schön? Ich dachte, dass Frauen das immer wollen." Ich atme tief durch. "Ich bin noch nicht zu dünn, also beschwer dich nicht, ja." Ich lächle. "Außerdem muss ich doch in mein Abikleid passen." Erst ernst, doch jetzt lacht er auch. "Wodrin hast du das denn bestellt? 36?". Ich schüttele den Kopf. "Noch ist es nicht da, aber wenn es nicht passt, muss ich weiternehmen. Also in einem Monat siehst du, ob es passt." Michael überlegt kurz. "Da du ab 38 wohl in allem reinkommst, sollte das wohl nicht das Problem sein." Ich gehe in die Umkleide. Hahahaaha, 38 - guter Scherz! Das Kleid ist in 42 bestellt, obwohl ich eigentlich höchstens 40 trage. Aber die Maße wollten das so. Amerikaner haben eben eine andere Größentabelle, glaube ich. rede ich mir ein. Fett, Fett, Fett.

Donnerstag, 7. März 2013

Love, love, love is a killer dressed in black. Save, save, save me from another heart attack

Seit Stunden schneide ich die Instrumental Version von Caspers Vatertag und die normale Version von Scream and Shout aneinander und sage mir: Was eine Scheiße. Das ist musikalische Vergewaltigung! Aber was die Sportlehrerin will, wird gemacht. Damit ich mich am Abitag auch bloß blamiere. Tanzen - am Besten mit hinfallen, ohne hätts ja nichts. Und Gnade für sie, wenn meine Haare danach nicht mehr sitzen! Das Kleid für den Gottesdienst und die Zeugnisvergabe im Theaterhaus habe ich schon. Das Kleid für den Abschlussball nicht, weshalb habt ihr ja gestern gelesen. Aber das ganze passiert erst im Sommer. Vielleicht wiege ich bis dahin ja nur noch 60 Kilo. Haha, Witzbold. Ja gut, unrealistisch, weiß ich selbst. Aber wer weiß, immerhin fahre ich nach dem Abi nach Irland und da gehe ich schwimmen und das bestimmt nicht mit meinem jetzigen Gewicht. Falls irgendwer ein Bild von dem ominösen Morgens-Kleid haben möchte, sagts mir. Vielleicht finde ich in nächster Zeit einen Tag, einen Moment an dem ich schaffe ein Bild von mir zu machen, ohne direkt zu brechen. ( im Übertragenen Sinne, keine Sorge).

Ich frage mich die ganze Zeit, ob ich der Abiball nicht nur eine Blamage für mich wird. Ich kann nicht tanzen, trotz meines Tanzkurses vor ein paar Jahren. Ich werde keine Begleitung haben, außer ich frag P. und das wäre irgendwie ekelig. Vorallem weil A. das erfahren würde und dich für ne Nutte halten würde. Deshalb würden nur Jungs aus meiner Stufe bleiben. Maxi, nur Maxi bleibt. Aber ich bezweifele dass er mich fragen wird, deshalb bleibe ich einfach allein. Naja nicht ganz, im Notfall habe ich meinen Freund den Alkohol. Es ist eh sozusagen Herrenwahl glaube ich, also abwarten und Tee trinken.

Nächste Woche ist meine letzte reguläre Woche Schule. Danach kommt noch die Chaoswoche - 5 Tage - 5 Motti (Mehrzahl von Motto, oder?). Und da manche wundervolle Menschen hier (wegen den 100 Mitgliedern) normale Bilder von mir sehen wollten, werde ich, denke ich, Fotos von dem jeweiligen Motto zeigen, wie ich mich verkleidet habe und sowas halt. Ich hoffe ihr seid damit zufrieden und wenn ihr Glück habt, ist da auch das wahre Lachen/lächeln drauf, das sich viele gewünscht haben. Ich tue doch beinahe alles für euch. Für den Vorgeschmack liste ich mal die Mottos auf. Motti ist ein doofes Wort, klingt wie ein Spitzname von einer Motte.
Montag: Horror - Dienstag: Oktoberfest - Mittwoch: Disney - Donnerstag: Rockstar - Freitag: Abikropolis, die Götter verlassen den Olymp. Hoffentlich wird das fett!

Mittwoch, 6. März 2013

Wenn sich Druck aufstaut, dann lass es raus

Mein Paket kommt an. Ich grüße den Postboten. Endlich die Kleider für den Abschlussball im Sommer. Das eine extra in etwas kleiner, damit es mir dann passt. Es würde zwar auch jetzt passen, aber im Sommer noch besser. Ich mach das Paket auf. Das Kleid ist schön so in der Folie, das andere auch. Ich sehe, dass beide Kleider in der falschen Größe sind. Habe ich mich verklickt? Nein, gewiss nicht. Fahrschule, Hausaufgaben. Soll ich es mal anprobieren? Ich trau mich nicht. Ich weiß, dass mein Traum von Kleid zu groß ist. Ich trage schon lange keine 40/42 mehr. Aber was solls. Ich geh nicht zum Abiball. Alleine wäre ziemlich wie ein Opfer. Außerdem bin ich dann schon lange tot. Das wäre schön. Der Tod. Ich sitze vor dem Fernseher mit meiner Mutter. "Soll ich das Kleid wieder zurückschicken?", frage ich. Mama:"Ja bleibt dir wohl nichts anderes übrig. Umnähen sieht scheiße aus." "ich bin so blöd", flüstere ich. "Du meinst doch, du hast dich nicht verklickt." "Ich kann nichts, überhaupt nichts", flüstere ich weiter. "Denise, hörst du mir noch zu?" Ich nicke. "Ich bin so dumm" rufe ich lauter und schlage mit meinen Händen feste gegen meinen Bauch. Meinen hässlichen, fetten Bauch. Meine Mutter schaut mich entsetzt an. "Ich kann das hier nicht.", rufe ich, während ich in mein Zimmer renne. Ich schließe die Tür ab, hole die Klinge. Die Wut soll mich leiten, soll die Klinge schneiden lassen. Ich blute stark. Mir wird immer wieder kurz schwarz. Versuch das Blut zu reduzieren, aber ich kann nicht aufhören zu schneiden. Kann nicht aufhören mich zu hassen. Du dummes Stück Scheiße, bring dich endlich um. Es wird wieder schwärzer. Nicht nur meine Gedanken, auch meine Sicht. Mir wird immer wieder schwindlig und schwarz. Ich zittere am ganzen Körper, meine Beine sind ein Erdbeben. Komm, Hölle oder Himmel, nimm mich zu dir. Doch ich weiß schon, während ich flehe, dass diese Schwärze dafür nicht reicht. Dafür brauch ich noch viel mehr Blut. Wann es wohl soweit ist?

Montag, 4. März 2013

Ich schwebe im Nebel. Ich hoffe du fängst mich auf. Ich bin wie ein einsamer Astronaut

"Denise, wie wärs?", fragt mich mein Mathelehrer. Ich schüttele den Kopf. Ich soll eine mündliche Prüfung simulieren, aber erstens sorge ich dafür, dass ich in Mathe nicht in einer solchen lande und zweitens kann ich nicht gut vor Menschen reden, wenn ich nicht zu hundertprozent vorbereitet bin. Maxi sieht mich an. Nur dein Bruchteil einer Sekunde. Dann ruft er: "Herr H., ich machs freiwillig." Er ist gut im Reden. Herr A. sagte mal, Maxi wäre so gut im Reden wie ich im Schreiben, aber nur von der Menge her. Im Gegensatz zu Philo kann er Mathe. Er schreitet zur Tafel und verkackt. Ich mag das Wort nicht, aber ich finde keinen Ausdruck der das besser treffen könnte. Maxi tut mir Leid. Mein Gewissen ergreift mich. Eigentlich stände ich da. Er wird mich verurteilen. Maxi soll sich wieder setzen. Ich flüchte aus dem Raum, doch die Schatten begleiten mich, ziehen sich mir hinterher.

Ich komm in den Deutschraum von L. Ich vergaß, dass er auch da sein wird. Ich rede angestrengt mit L, während er mich ansieht. Mein Handy vibriert. "Kannst du nicht auch mal sowas anziehen?" Ich sehe ihn verwirrt an. Er deutet auf Nadia, die mit ihrem JeansMini nichtmal ihr ganzes Hinteres verdeckt. Ich schüttele den Kopf und gehe zu ihm rüber. "Ich zieh soetwas nicht an. Nicht in der Länge bzw. eher Kürze." Er verzieht sein Gesicht. "Doch mach das. Sähe bestimmt gut aus bei deinen Beinen." Ich schüttele weiterhin den Kopf. "Du bist notgeil. Nimm Nadia, die nimmt dich auch." Ich lache, obwohl ich es ernst rüberbringen wollte. "Nadia? Nur wenn du mir die Augen ausstichst, meine Hande abschneidest, mein Gehör versagen lässt." Ich schaue mir Nadia an. Sie ist kleiner und fülliger als ich. Ich mag sie nicht. Sie meint sie wäre etwas besseres, aber weiß eigentlich nichts. "Dann findest du mich also auch dick und hässlich.", flüstere ich und bereue es sofort wieder. Maxi sieht mich erschrocken und verwirrt an. "Wieso zum Teufel sollte ich?" Ich hebe meinen Blick vom Boden zu seinem Gesicht. "Ich trage genauso Größe L wie Nadia.", sage ich in einem viel zu verletzen Ton. Er steht vom Stuhl auf, setzt sich neben mich auf den Tisch, sieht mir tief in die Augen. "Schnucki, es gibt einen Unterschied zwischen den Leuten, die sich in L zwängen und den Leuten, die L tragen, weil sie meinen in M zu gequetscht zu sein. Es gibt einen Unterschied zwischen heiß sein und billig. Es gibt einen Unterschied zwischen dir und Nadia. Und den nenn ich, hochphilosophisch, Schönheit." Sekundenlang herrscht Stille in meinem Kopf, in meinem Umfeld. Alles wird still, ich kann nur ihn ansehen. Ich beiße auf meine Unterlippe. Es ist eine alte Angewohnheit. Der Deutschlehrer kommt rein, will anfangen. Er beendet den Moment. Ich flüstere ein leises "Danke" und verlasse den Raum. Zeitgleich verlässt mich der Glaube, dass er es ernst meint.

Sonntag, 3. März 2013

Der Zustand meiner Seele – durchlöchert wie ein Sieb

Am Wochenende wurde ich gefragt, wie sehr ich A. vermisse. Ich wusste darauf keine richtige Antwort. Denn vermissen tut man Menschen, die im Urlaub sind. Menschen, die man einige Tage nicht gesehen hat. A. ist aber nicht im Urlaub, er ist nicht nur ein paar Tage fort, sondern für immer und das nicht bei einem tränenreichen, melancholischen Abschied mit Sätzen wie: "Ich melde mich. Ich schreibe dir eine Postkarte". Nein, das gab es nicht. Es war mehr ein: "Ich gehe fort, aber nur von dir. Bitte versuch mich nicht wiederzusehen". Also vermisse ich A. nicht, seine Existenz wurde einfach aus mir herausgeschnitten. Mein Herz kam an die Luft, verfiel zu schwarzem, trockenen Staub. Jede Erinnerung an ihn, wurde eine Scherbe, manche eine ganze Messersammlung und sie trafen alle im selben Moment. Und nun stecken sie in meinem Körper, von innen und jede Sekunde, jede Minute rutschen sie ein Stück tiefer und weiter nach unten. Solange bis sie am Boden angekommen sind - und ich auseinander falle. Aufgelöst, umgebracht, zerfallen.

Vermissen ist etwas melancholisches. Etwas, beinahe gutes, denn man hofft jeden Tag auf ein Wiedersehen, einen erneuten Glücksmoment. Man hat Hoffnung. Ich hab sie nicht. Wenn ich A. wiedersehe, rutschen die Erinnerungen wieder nach oben, suchen sich eine neue Einstichswunde und fahren immer weiter nach unten. Ihr glaubt mein Körper wäre außen kaputt; ich glaube niemand würde das innere ertragen. Der Wunsch ihn nicht zu sehen ist eine Depression. Es ist der Tiefstand, das Elend, die Sinnlosigkeit und die Aussichtlosigkeit zugleich. Als würde sich der Weltschmerz in mir vereinen. Ob ich A. vermisse? Nein, aber die Zeit als die Erinnerungen noch nicht die schlimmsten Wunden in mir setzten.

Samstag, 2. März 2013

Ich lieg im Dreck, sink ins Meer, wieg 10 Tonnen, bin innen leer.

Die Vorabi-Fete war, naja ich weiß nicht, eben eine normale Vorabi-Fete. Vielleicht bis darauf, dass plötzlich G. hinter mir stand und mich zur Begrüßung umarmt hat und meinte: "Also, ich weiß ja, du trainierst oft, aber du hast ja nen strafferen Rücken als ich. Und verdammt, ich bin gut trainiert." Er muss lachen, dann fährt er mit der Hand über meinen Rücken und sein Lachen reduziert sich, verschwindet ganz. "Weißt du, ich steh auf dünne, hübsche Mädchen. Ich gebs ja zu, Ich Schuft, ich und ich steh noch mehr darauf, wenn das so wie bei dir ist und das Mädchen dünn und kurvig ist. Das ist richtig heiß". Ich muss lächeln, aber er sieht mir noch immer Ernst aus. Ich weiß genau, dass jetzt ein Aber kommt, ein großes Aber, das mir mitten ins Gesicht schlägt. "Aber ich mach mir Sorgen um Mädchen, denen ich über den Rücken streiche und ihre Wirbel spüre." Ich schaue verlegen auf den Boden. "ich meine, du siehst du mich hier stehen, siehst meinen Körper, die schlechten Zonen, die guten und das dazwischen. Glaubst du wirklich ich wäre zu dünn?" Schmunzelnd schaue ich ihn an. "Nein, zu dünn bist du nicht - noch nicht. Und damit sich das nicht ändert gebe ich dir erstmal Zuckerhaltige Cola mit Rum aus. Und natürlich damit du in meinem Bett landest", sagt er und wir beenden das schreckliche Gespräch. Ich bin nicht in seinem Bett gelandet. Das sind mehr Späße zwischen uns, auch wenn er unfassbar gut aussieht. Ich habe bei L. übernachtet, weil sie einen 2 Minuten weg hat von der Halle aus. Lu. und ich haben beinahe den ganzen Abend getanzt und getrunken, zusammen. Er hat Li. vermisst glaube ich.
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Ich habe einen wunderbaren, wundervollen, wunderschönen Blogaward bekommen von der tollen, talentierten, traumhaften Inka. Es ist sehr zu empfehlen auf ihrem Blog vorbeizuschauen.
Die 11 Fragen:
1.Was magst du beim kochen lieber: Nachtisch oder deftige Gerichte? Ich habe Wasser sehr gerne. Und Tee. Kaffee ist auch echt gut. Tut mir Leid, ich versuche nicht zu essen.
2.Was ist dir wichtiger bei einer Person: Die Erscheinung oder die Persönlichkeit? Ich mag Menschen, deren Erscheinung, also wie sich geben, nicht ihr Aussehen ihre Persönlichkeit widerspiegeln. Also Menschen, die dazu stehen, wie sie sind. Aber gründsätzlich ist mir natürlich Persönlichkeit bei anderen wichtiger. Bei mir nicht.
3.Wann hast du den Blog eröffnet? Am 26.10.2011. Krass ist das lang her. Aber am Anfang wars eher langweilig und trist hier, inzwischen machts mehr Spaß, irgendwie.
4.Welche Person hat Dich bisher inspiriert, in dieser Welt, mit etwas Neuem anzufangen? Oh, Überraschung, ich glaub es war mein Lehrer, Herr A.
5.Verfolgst Du viele Blogs? Ich versuchs. Eignetlich glaube ich schon, dass ich viele lese. Aber manche lese ich nur, wenn mich das Thema gerade interessiert und andere lese ich immer und intensiver.
6.Kochst Du lieber selbst, oder lässt Du Dich lieber bekochen?Grundsätzlich koche ich lieber selber, dann weiß ich, was darein kommt. Aber am besten ist Tee kochen.
7.Welches Buch liest Du momentan? Ich lese mehrere Bücher."Die Wahrheit über Alice", "Schopenhauer", "Crazy". Aber irgendwie lese ich momentan zu wenig.
8.Welches Kleidungsstück aus Deinem Schrank hat bisher am längsten überlebt?Karlsruhe - Trikot
9.Was ist Dein Lieblingsrezept? Das FrüchteTee Alkohol Rezept von P's Mutter.
10.Welche Eigenschaften einer Person sind Dir in einer Freundschaft wichtig? Vertrauen, Ehrlichkeit. Oh Fuck, vorallem Ehrlichkeit. Verständnisvoll sollte man glaube ich auch sein. Aber Freundschaft ist ein ähnlicher Mythos wie Liebe.
11.Was ist Dein Lieblingsfilm? Krieg der Götter an schlechten, ganz schlechten Tagen, sonst "The Guardian" oder "Auftrag Rache"