Ich melde mich spät, entschuldigt. Ich habs geschafft. Ich hab bestanden. Zwar mit einer Punktlandung bei genau 4,0 und 50 von 100 Punkten, aber das ist mir sowas von egal. Ich hab es sowas schon geschafft. Ich muss zwar noch 2 MatheVorlesungen und 2 Seminare machen, aber das ist im Gegensatz dazu sehr viel einfacher. Ich hab es geschafft. Diesen Satz sag ich mir jetzt seit 2 Tagen durchgehend.
Vielleicht ist es übertrieben und nur eine Phase des Glücks. (Ohja, seht her, Denise nennt etwas in ihrem Leben Glück). Ich nehme aber die meisten Situationen echt anders wahr als vorher. Ich glaube die letzten beiden Uni Tage waren mit die besten überhaupt. Ich saß mit C. und M. in der Mathe-Bib und wir haben Tränen gelacht. Wisst ihr, wie lange ich nicht mehr gelacht habe? Natürlich, ich gehöre zu den Leuten, die sich mit ihrem Druck irgendwann kaputt machen. Ich gehöre aber hoffentlich nicht zu denen, die daran kaputt gehen. Denn: Ich hab es geschafft. Gestern saß ich dann in drei Philosophie Seminaren hintereinander. Und in jedem dieser Seminare habe ich mit Menschen geredet. Dieses Semester ist meine übliche Mitphilosophin in Norwegen und deshalb "habe ich keinen", sozusagen. Aber manchmal ist man glaube ich alleiner, weil man sich alleiner fühlen möchte. Also, das trifft nicht auf jede Situation zu, aber auf manche. Alle Menschen waren sehr nett zu mir. Vielleicht fühle ich mich nächste Woche auch schon wieder wie der schlimmste Mensch der Welt, aber gerade bin ich froh am Leben zu sein und im Leben zu stehen.
Freitag, 30. Oktober 2015
Montag, 19. Oktober 2015
Wenn die Angst dich in die Enge treibt, es fürs Gegenhalten nicht mehr reicht. Du es einfach grad nicht besser weißt, dann bleib! Es geht vorbei.
Ich würde gerne etwas schreiben, das euch unterhält. Vielleicht etwas, was euch zum Lächeln bringt. Vielleicht sogar etwas, bei dem ich selbst lächeln muss. Ich bin aber leider so müde, dass ich kaum die Tasten treffe. Dabei ist es nicht einmal 1 Uhr. Fast so etwas wie Mittags für mich. Morgen beginnt das neue Semester. Juhu. Ich frage mich zwar, wann noch gleich das letzte geendet hat, aber die so arbeitsfaulen Studenten sollen sich ja laut der Erwachsenengeneration nicht beschweren. Ich hab in meinen "freien" 2 Monaten Essays und Hausarbeiten geschrieben. Und viel mehr habe ich gelernt. Jeden verfluchten Tag berechnete ich Grenzwerte von Folgen und Konvergenzradien. Ich überprüfte Funktionen auf Lipschitz-Stetigkeit und Differenzierbarkeit. Wer jetzt abschaltet und nicht versteht worüber ich rede, dem sei gesagt: Ich beneide dich. So sehr. Tauschen wir?
Kurz gesagt, macht Mathe mich mal wieder Wahnsinn. Und diesmal ist es wirklich ein Anfang oder Ende. Ich schreibe diese Klausur zwar "erst" zum Zweiten Mal (dreimal sind erlaubt), aber wenn ich sie nicht bestehe, werde ich Mathe abbrechen. Vielleicht auch Philo.Vielleicht auch einfach alles. In den letzten Tagen denke ich oft an Selbstverletzung und auch Suizid. Vielleicht bringt das Mathe einfach mit sich. Vielleicht ist es auch diese Aussichtslosigkeit. Nichtmal, dass ich keine Chance sehe die Klausur zu bestehen. Sondern viel mehr, was passiert, wenn nicht? Ich hatte nie einen Plan B. Ich wusste seit der Grundschule, was ich werden wollte. Klar, die Fächer haben sich mit der Zeit gewandelt und wurden schlussendlich vom NC bestimmt, aber ich wollte immer unterrichten.
Ich hab Angst vor meinem Ich, das kein Ziel mehr hat. Vor dem ich, das seinen Traum zerstört hat. Ich flehe, ich bete, dass diese Klausur ein Bestanden wird, völlig egal wie. Ich weiß, dass ich mich zu sehr unter Druck setze, in vielerlei Weise. Inzwischen habe ich mir schon Heul-Pausen gelegt. Manchmal bin ich schon bei der Aufgabe den Tränen nahe, einfach weil ich nicht das richtige Ergebnisse rauszuhaben scheine. Meistens ist es dann eine einfache Umformungssache. Ich bin völlig am Ende. Kaffee lässt mich aufstehen, lässt mich denken. Solangsam wäre eine Infusion einfacher. Und ab morgen muss ich meine Zeit (bis Freitag, Klausurtermin) auch noch damit verschwenden in den Betonbau zu gehen. Juhu.
Kurz gesagt, macht Mathe mich mal wieder Wahnsinn. Und diesmal ist es wirklich ein Anfang oder Ende. Ich schreibe diese Klausur zwar "erst" zum Zweiten Mal (dreimal sind erlaubt), aber wenn ich sie nicht bestehe, werde ich Mathe abbrechen. Vielleicht auch Philo.
Ich hab Angst vor meinem Ich, das kein Ziel mehr hat. Vor dem ich, das seinen Traum zerstört hat. Ich flehe, ich bete, dass diese Klausur ein Bestanden wird, völlig egal wie. Ich weiß, dass ich mich zu sehr unter Druck setze, in vielerlei Weise. Inzwischen habe ich mir schon Heul-Pausen gelegt. Manchmal bin ich schon bei der Aufgabe den Tränen nahe, einfach weil ich nicht das richtige Ergebnisse rauszuhaben scheine. Meistens ist es dann eine einfache Umformungssache. Ich bin völlig am Ende. Kaffee lässt mich aufstehen, lässt mich denken. Solangsam wäre eine Infusion einfacher. Und ab morgen muss ich meine Zeit (bis Freitag, Klausurtermin) auch noch damit verschwenden in den Betonbau zu gehen. Juhu.
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