Wenigstens etwas auf dieser Welt ist beständig: Meine Philosophie-Note. Mein Lehrer hat mir eröffnet, dass meine Klausur irgendwo zwischen 2+ und 2- liegt. Geht doch, man. Sowieso heute ein total geniales Gespräch mit ihm geführt. Ich habe heute nämlich in der 3-5ten Stunde Deutschklausur geschrieben und davor hatte ich halt Literatur bei ihm und dann hat er mir schön nochmal den Text erklärt und irgendwie seinen Unterricht völlig außenvor gelassen. Gut 20 Minuten meine Lernzettel besprochen und siehe da: plötzlich konnte ich den ganzen Mist.
Dann saß in der Klausur und von wem bekomme ich einen Text? Arthur Schopenhauer. (Anmerkung: Alle, die mich nicht kennen oder den Blog nicht schon länger verfolgen: ich habe meine Facharbeit letztes Quartal über Schopenhauer geschrieben und verstehe den Mann deshalb recht gut). Dann übernimmt mein Philosophielehrer die Aufsicht, weil mein Deutschlehrer schon 2 Stunden bei uns saß. Er guckt sich den Text an, guckt mich an, guckt den Text nochmal an und fängt an zu lachen. Ein unbeschwertes Lachen, wie lange schon nicht mehr von mir selbst kam. Es tat gut, auch wenn ich es nur gesehen hat. Meint er noch zu meinem Deutschlehrer: Damit hast du ihr aber einen Gefallen getan. Sie ist Schopenhauer-Profi.
Dann gebe ich meine Klausur ab, fängt mein Lieblingslehrer an mit mir zu reden: Wie wars?
Ich: joar.
er: Joar? Eher Ja oder eher nein?
Ich: Ich glaub, ziemlich genial.
Er: Wie immer also bei dir.
Und dann das Grinsen. Wie immer, wenn er von mir redet. Wie sooft. Die Welt hasst mich, ich hasse die Welt, aber dieser Mann findet mich aus irgendeinem Grund absolut toll. Ich verstehs nicht, will ich auch gar nicht. Aber nach dem ganzen Scheiß tun ein paar nette Wort so unfassbar gut. Vorallem wenn man die Ehrlichkeit in den Augen sieht.
Mittwoch, 30. Mai 2012
Dienstag, 29. Mai 2012
...
Ich bin ein gut angezogenes und geschminktes Stück Dreck. Nicht mehr und nicht weniger. Zieht die Fassade ab. Das bisschen Intelligenz-Getue. Und dann steht da ein kümmerlicher, sich selbst hassender Mensch, der immer wieder alle enttäuscht. Angefangen bei dir, A, über meine wundervolle Gammlerin und den Rest der Welt. Ich weiß wie sehr ihr alle darunter leidet, aber ich sitz auf diesen Baumstämmen und das einzige, was ich tue ist mir meine Beine zu zerschneiden. Hier kann mich immernoch jeder sehen. Aber das ist mir völlig egal inzwischen. Sollen sie doch alle sehen, was für ein Monster ich bin. Ich durste nach meinem eigenen Blut. Würde ich es mal trinken, so wäre es wenigstens noch in Verwendung, aber so. So vergieße ich es aus purer Laune. Vergieße es weil der Schmerz alles andere unterdrückt. Es durchläuft meine Hose. Ich hab kein Tuch. Wo ist mein verdammtes Tuch? Weg wie mein lebenswille. Einfach weg.
Freitag, 25. Mai 2012
Abstrakt
Ich:"Wollten sie mich eigentlich ärgern?"
Er: "wieso das denn?"
Ich:"ich hab ALLES umsonst gelernt."
Er: "nein, du hast gelernt, damit du an mich denken kannst.
Er: "nein, du hast gelernt, damit du an mich denken kannst.
Ich:"Glauben
Sie wirklich, Sie wären mein Typ?"
Er:"Na sicher."
Ich:"ich steh nicht auf alt, besserwisserisch, fies,
böse, sardistisch und faltig"
Er: "Das war hart. das tat echt
weh."
Ich:" ach kommen sie, sie haben eine
Frau, ein Kind. Was wollen sie mehr?"
Er:" hoffen, dass niemand dieses
gespräch gehört hat und es ansatzweise ernst nimmt"
Ich:" sie
verlieren ihren Job, ich muss die Schule wechseln, sonst läuft ja alles"
Hätte ich so ein ähnliches Gespräch mit A. geführt, okay. Hätte ich das mit jemand fremden geführt okay, aber mit meinem Lehrer? Ich meine, es war alles Spaß und keiner von uns nimmt die Sache auch nur ansatzweise ernst, aber was ist mit dem fremden Dritten, der einen Gang weiter steht und es hört? Was ist mit den negativen Menschen in der Gesellschaft, die alles für ihren Vorteil nutzen? okay, klar sie haben keine Beweise, aber meine halbe Stufe würde sagen, dass sie es mir und ihm zutrauen, was miteinander zu haben, nur weil sie ihn und/oder mich nicht mögen. Ach, was solls. Die Klausur an sich war übrigens ziemlich genial.
18 Seiten und fühlte sich an, wie meine Facharbeit. Wenn ich es echt schaffe bei dem Lehrer eine 2+ oder besser zu schreiben, drehe ich glaube ich endgültig durch.
Dienstag, 22. Mai 2012
18ter Geburtstag
Übermorgen hast du Geburtstag, du wundervoller mensch, du. Und ich weiß nicht was ich damit anfangen soll. was ich überhaupt mit dir anfangen soll. Ich hatte viel zu wenig zeit darüber nachzudenken. Soll ich dir per sms gratulieren? so schön unpersönlich. Oder schon schön um 0 uhr damit du vielleicht merkst, wie oft ich an dich denke? Oder sollte ich das nachher machen und schön das Spielchen spielen, dass es mir egal ist, das du auch so schön spielst? whaa. Ich bin überfordert. Und wenn du wirklich eine Lan machst, wirst du mich nicht einladen. Wirst du dann gesondert was mit mir machen, alleine? oder gar nichts, weil ich doch nur irgendwer bin? denkst du über deinen Geburtstag überhaupt so viel nach wie ich? Denkst du überhaupt auch mal an mich? Seit ich es dir erzählt habe, wohl mehr als vorher. Verdammt, du machst mich verrückt. Ehrlich. Und du tust nichtmal etwas dafür. du bist nur einfach da, irgendwo in der Nähe, aber doch so dicht bei mir. Übermorgen hast du Geburtstag und ich bin überfordert und auf Entzug, was soll das blos geben?
Freitag, 18. Mai 2012
Die Wahrheit
"I'm almost alive, and I need you to try
And save me.
It's okay that we're dying,
But I need to survive tonight, tonight."
And save me.
It's okay that we're dying,
But I need to survive tonight, tonight."
Und du hast heute dafür gesorgt, dass ich jede dieser Nächte überleben werden. Du wundervolles Geschöpf der Menschen. Vielleicht habe ich heute Nacht dein Leben schwieriger gemacht. Vielleicht machst du dir jetzt ähnlich viele Sorgen um mich wie ich um dich. Aber vielleicht bist du jetzt der Grund, dass ich schaffe damit aufzuhören. "Du musst es schaffen". Wieso muss ich? Wegen dir? Für dich? du hast mal wieder versucht so gefühlslos wie möglich zu sein, mir nicht zu sagen, dass du mich brauchst oder magst.
Ich: Warum bedeutet es dir was, dass ich damit aufhöre? kann es dir nicht eigentlich egal sein? wenn ich das mal so sagen darf..
er: warum soll mir das egal sein
Ich: Weil ich nur irgendein Mädchen bin, das dir ständig auf die Nerven geht.
er: Das ist quatsch, was du da redest
er: warum soll mir das egal sein
Ich: Weil ich nur irgendein Mädchen bin, das dir ständig auf die Nerven geht.
er: Das ist quatsch, was du da redest
Ich liebe dich, A. Und heute Nacht bist du derjenige geworden, der am meisten über mich weiß. Du weißt, dass ich mich hasse, du weißt, dass ich mich schneide. Nur, was ich fühle, weißt du nicht. Und vielleicht ist das auch besser so. Du hast mich 2 mal gebeten damit aufzuhören. Es klang fast so als wärst du verzweifelt ohne mich. Ich dachte immer dass ich dir egal bin. Dass du nichts darum geben würdest, wenn ich ein Problem habe, aber du warst da, bist da. Verdammt, Seelenverwandter, zusammen sind wir so kaputt, dass wir ganz sind.
Mittwoch, 16. Mai 2012
Die Mischung machts.
Die Mischung aus Blut, Alkohol und Hunger.
Die Tiefe von Klinge, Schnitt und Bein.
Die Mischung aus Schule, Leben und mir selbst.
Das Maximum aus Depression, Selbsthass und Zweifel.
Die Mischung aus Tränen, Schminke und Taschentücher.
Der Abgrund aus Dreck, Dunkelheit und Hilflosigkeit.
Die Mischung aus Tod, Ruhe und endloser Stille.
Der Wunsch nach der richtigen Mischung.
Doch wer weiß, was richtig ist?
Die Aufgabe nicht aufzugeben, bevor die Mischung da ist.
Montag, 14. Mai 2012
Und am Ende ist alles, was das Leben positiv beeinflusst hat, gescheiert.
Der Ksc ist abgestiegen. Und ich mit ihm.
"Solange die Sterne noch steh'n,
solang wird ein Traum nicht vergeh'n
solang das Feuer in uns brennt
und blau-weiß jeder kennt
ja solange für immer KSC! "
Auch aus Liga 3 kann man zurückkommen. Scheiße, man. Ich könnte kotzen. Und heulen. Heule seit einer Stunde am Stück. Ich könnte auch bluten, aber dafür ist es zu traurig, zu sehr mein Herz.
Der Ksc ist abgestiegen. Und ich mit ihm.
"Solange die Sterne noch steh'n,
solang wird ein Traum nicht vergeh'n
solang das Feuer in uns brennt
und blau-weiß jeder kennt
ja solange für immer KSC! "
Auch aus Liga 3 kann man zurückkommen. Scheiße, man. Ich könnte kotzen. Und heulen. Heule seit einer Stunde am Stück. Ich könnte auch bluten, aber dafür ist es zu traurig, zu sehr mein Herz.
Sonntag, 13. Mai 2012
Alkohol.
Der stinkende Geruch des Beträubtsein. Das Zittern beim ersten Schluck. Die Gänsehaut, wenn der Körper sich nicht entscheiden kann ob warm oder kalt. Was soll ich fühlen, genau in diesem Augenblick? Jim, entscheide du. Der Moment, wo die Kehle sich an die ätzende Flüssigkeit gewöhnt, ist der Moment, wo die Hürde vorrüber ist. Wo der Ekel verschwindet, die Gegenwehr. Der nächste Schluck, solange bis das Denken aufhört. "Seht sie an, wird sie sich gleich wieder ihre Haut zerschneiden? Oder doch nur ihrer Mutter den morgigen Tag versauen, weil sie sich hasst?" Der nächste Schluck, die Stimme soll schweigen, aber sie schweigt nicht. Die Stimme wird nicht betrunkener, sie wird nur lauter und diese Lautstärke wird immer schmerzhafter. "Warum verdünst du es überhaupt noch mit Cola? Was soll das?" Die Stimme wird lauter. "Wenn du es sofort pur trinkst, geht es schneller. Wirkt es besser." Sie will es nicht, will der Stimme nicht die Macht geben. Sie sucht die Klinge, schreit nach der Klinge, die sie sich selbst verboten hat. Wieso sollte ich damit aufhören, wenn ich nichtmal an mich selbst glaube? Wieso sollte mich jemand lieben, wenn ich mich selbst so sehr hasse. Er ist den ganzen Abend online, 3 Worte haben sie gewechselt, dann konnte sie nicht mehr, hat sich Vorwürfe gemacht ihn zu nerven. Ihr Opa wird in maximal 4 Wochen sterben. Da ist er wieder, der Tod. Wie sie ihn hasst, wie sehr er ihr Leben bestimmt. Es gibt nur eine Person, der sie den Tod wünscht: sich selbst. Und genau diese Person bekommt ihn nicht.
Montag, 7. Mai 2012
Karlsruhe ♥
Karlsruhe, du wunderbare Stadt und du noch wunderschönerer Fußballverein.
Jetzt geht es in die Relegation gegen Regensburg und wie ich hoffe, dass der Ksc in Liga 2 bleibt.
Das Wochenende und die insgesamt 12 Stunden Zugfahrt haben sich eindeutig gelohnt.
Wie großartig, wie grandios. Und die Menschen. Es kommt mir immer so vor, als wären die Menschen in Baden viel freundlicher und sozialer als hier oben. Vielleicht weil ich sie nicht kenne, aber vielleicht ist es auch einfach die Mentalität. Bei so einem Fußballspiel befinden sich tausende Menschen für eine Sache an einem Ort. Zusammenhalt, der nicht tief verankert ist. Gemeinschaft, die sich einfach um eine gemeinsame Liebe dreht. Alles für den Verein. Vereinsliebe ♥
Jetzt geht es in die Relegation gegen Regensburg und wie ich hoffe, dass der Ksc in Liga 2 bleibt.
Das Wochenende und die insgesamt 12 Stunden Zugfahrt haben sich eindeutig gelohnt.
Wie großartig, wie grandios. Und die Menschen. Es kommt mir immer so vor, als wären die Menschen in Baden viel freundlicher und sozialer als hier oben. Vielleicht weil ich sie nicht kenne, aber vielleicht ist es auch einfach die Mentalität. Bei so einem Fußballspiel befinden sich tausende Menschen für eine Sache an einem Ort. Zusammenhalt, der nicht tief verankert ist. Gemeinschaft, die sich einfach um eine gemeinsame Liebe dreht. Alles für den Verein. Vereinsliebe ♥
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| Selbstgemacht, Samstag Morgen. |
Donnerstag, 3. Mai 2012
6470818671
So viele Menschen leben etwa gerade auf der Erde.
Von diesen Menschen habe ich vielleicht 0,0000001 % schon mal wahrgenommen.
Man kann auch gar nicht alle Menschen kennen.
Wahrnehmen tue ich vielleicht niemanden.
Sehen wir uns Berlin an. In Berlin leben 3 Millionen Menschen. Die Menschen durchströmen die Straßen, laufen aneinander vorbei wie Fremde. Im Dorf, da soll alles besser sein, weil alle sich kennen. Aber egal was man tut, jeder weiß es. Und trotzdem versucht keiner einen zu verstehen.
Verstehen tue ich vielleicht niemanden.
In meiner Stadt wohnen 60.000 Menschen. Immer wieder, wenn ich diese Zahl lese, bin ich erschrocken. So viele Menschen, so viele Gesichter, so viele Geschichten. Und ich kenne nur die wenigsten. Ich habe wenige Geschichten gehört. Mir nie die Zeit genommen.
Kennen tue ich vielleicht niemanden.
Die Menschen, die mir ihre Geschichte erzählt haben und die ein Teil meiner Geschichte sind, kennen selten meine ganze Geschichte. Vielleicht ist das dumm. Vielleicht aber auch nötig. Die Menschen sind zu triebgesteuert, zu egoistisch. Und ich fürchte mich vor dem ganzen. Vor dem Verrat, vor der Verletzung.
Niemand muss mich wahrnehmen, kennen oder verstehen. ich will es gar nicht.
P.S. auch hier nochmal: wenn jemand meinen Krimi lesen möchte (13 DinA4 Seiten), einfach melden mit Emailadresse. Könnt ihr gut eure Agressionen dran auslassen.
Von diesen Menschen habe ich vielleicht 0,0000001 % schon mal wahrgenommen.
Man kann auch gar nicht alle Menschen kennen.
Wahrnehmen tue ich vielleicht niemanden.
Sehen wir uns Berlin an. In Berlin leben 3 Millionen Menschen. Die Menschen durchströmen die Straßen, laufen aneinander vorbei wie Fremde. Im Dorf, da soll alles besser sein, weil alle sich kennen. Aber egal was man tut, jeder weiß es. Und trotzdem versucht keiner einen zu verstehen.
Verstehen tue ich vielleicht niemanden.
In meiner Stadt wohnen 60.000 Menschen. Immer wieder, wenn ich diese Zahl lese, bin ich erschrocken. So viele Menschen, so viele Gesichter, so viele Geschichten. Und ich kenne nur die wenigsten. Ich habe wenige Geschichten gehört. Mir nie die Zeit genommen.
Kennen tue ich vielleicht niemanden.
Die Menschen, die mir ihre Geschichte erzählt haben und die ein Teil meiner Geschichte sind, kennen selten meine ganze Geschichte. Vielleicht ist das dumm. Vielleicht aber auch nötig. Die Menschen sind zu triebgesteuert, zu egoistisch. Und ich fürchte mich vor dem ganzen. Vor dem Verrat, vor der Verletzung.
Niemand muss mich wahrnehmen, kennen oder verstehen. ich will es gar nicht.
Dienstag, 1. Mai 2012
Letzte Nacht
Du.Du.Du.Überall Du.
Dein Geruch, deine Nähe, dein Zustimmung. Oh, A. es war so anders, so besser. Du bist gekommen, weil ich dich eingeladen habe. Weil ich dich dabei haben wollte. Du bist erst gekommen, als du wusstest, dass ich da bin. Und dann saßst du da. ich hatte nur Augen für dich. Ich hatte gehofft, dass sich meine Gefühle mit der Zeit vermindert hätte, aber nein. Nein, das war dasselbe Herzklopfen, dersselbe innere Wahnsinn.
Während des Gesprächs hast du viel geredet. Mit allen, nicht nur mit mir. Du warst lustig, charmant. So befreit. Alle fanden das gut. Ich wusste, dass es nur Fassade ist. Das gleiche dumme Spiel, das ich auch in diesem Moment spielte. Irgendwann redest du davon, dass dich immer so eine komische Person dazu auffordere mehr bei Skype zu schreiben als zwei Worte, aber du gerne Kurzantworten gibst, weil du zu faul bist zu schreiben. Ich saß dort und tat so als wäre ich nicht angesprochen, irgendwann verkannte ich die ganze Angelegenheit mit einem: Ich weiß gar nicht von wem du redest. Schlimm so leute. Keiner hats verstanden, außer wir beide.
Später im Gartenhäuschen saßen wir dann nebeneinander. Die ganze Bank war frei, aber du musstest dich genau neben mich setzen, 2 cm zwischen uns. Dein Geruch drang in meine Nase, du warst zu nah. Auf Distanz konnte ich meine Gedanken sammeln, aber so, so nicht. ich hätte mich an die Folgewochen von Karneval erinnern sollen, aber ich genoss es. Ich genoss dich.
Die anderen wurden immer betrunkener, wir waren nüchtern, ließen uns darüber aus, wie schlimm es sei zu trinken. Wir redeten. Endlich mal wieder. Auch wenn es größtenteils oberflächlich war, merkte ich mal wieder wie gleich wir waren. Während des Gesprächs tratst du ausversehen auf meinen Fuß. Mein Fuß, der von Schnitten übersäht ist. Ich schluckte. Keine Reaktion zeigen, ich darf mir nichts anmerken lassen. Du musterst mich, hast aber nichts bemerkt. Irgendwann warf ich ein: Wenn ich das noch so weiter geht, verneine ich mein Leben" in die Runde und da legtest du deine Hand sanft auf meinen Oberschenkel, deine Hand brand wie Feuer auf meinen Wunden. Nicht weil es weh tat, sondern weil es die erste nette Berühung seit Monaten für meine beine war. Du beugtest dich zu mir und flüsterst: es reicht wenn einer von uns zwischen Leben und Tod wandelt, du nicht auch noch.
Wenn du wüsstest, A., wenn du wüsstest was ich alles tue den ganzen Tag.
Irgendwann sind wir dann von den restlichen geflohen, wollten beide nach Hause. Standen bei den Fährradern. Meine Gedanken hyperventilierten. Was sollte ich sagen? "Ach übrigens ich steh auf dich." Nee. "Ach ich schneide mir meine Beine auf, vielleicht bräuchte ich mal deine Hilfe." Hm.
"und bei dir soweit alles noch lebensfähig?" Er: "Es muss ja." Ich: "Für wen muss es?" Er:"Für die wenigen Menschen die noch an mich glauben." Ich stand dort. Schulckte. Wie sooft an diesem Abend.
Dein Geruch, deine Nähe, dein Zustimmung. Oh, A. es war so anders, so besser. Du bist gekommen, weil ich dich eingeladen habe. Weil ich dich dabei haben wollte. Du bist erst gekommen, als du wusstest, dass ich da bin. Und dann saßst du da. ich hatte nur Augen für dich. Ich hatte gehofft, dass sich meine Gefühle mit der Zeit vermindert hätte, aber nein. Nein, das war dasselbe Herzklopfen, dersselbe innere Wahnsinn.
Während des Gesprächs hast du viel geredet. Mit allen, nicht nur mit mir. Du warst lustig, charmant. So befreit. Alle fanden das gut. Ich wusste, dass es nur Fassade ist. Das gleiche dumme Spiel, das ich auch in diesem Moment spielte. Irgendwann redest du davon, dass dich immer so eine komische Person dazu auffordere mehr bei Skype zu schreiben als zwei Worte, aber du gerne Kurzantworten gibst, weil du zu faul bist zu schreiben. Ich saß dort und tat so als wäre ich nicht angesprochen, irgendwann verkannte ich die ganze Angelegenheit mit einem: Ich weiß gar nicht von wem du redest. Schlimm so leute. Keiner hats verstanden, außer wir beide.
Später im Gartenhäuschen saßen wir dann nebeneinander. Die ganze Bank war frei, aber du musstest dich genau neben mich setzen, 2 cm zwischen uns. Dein Geruch drang in meine Nase, du warst zu nah. Auf Distanz konnte ich meine Gedanken sammeln, aber so, so nicht. ich hätte mich an die Folgewochen von Karneval erinnern sollen, aber ich genoss es. Ich genoss dich.
Die anderen wurden immer betrunkener, wir waren nüchtern, ließen uns darüber aus, wie schlimm es sei zu trinken. Wir redeten. Endlich mal wieder. Auch wenn es größtenteils oberflächlich war, merkte ich mal wieder wie gleich wir waren. Während des Gesprächs tratst du ausversehen auf meinen Fuß. Mein Fuß, der von Schnitten übersäht ist. Ich schluckte. Keine Reaktion zeigen, ich darf mir nichts anmerken lassen. Du musterst mich, hast aber nichts bemerkt. Irgendwann warf ich ein: Wenn ich das noch so weiter geht, verneine ich mein Leben" in die Runde und da legtest du deine Hand sanft auf meinen Oberschenkel, deine Hand brand wie Feuer auf meinen Wunden. Nicht weil es weh tat, sondern weil es die erste nette Berühung seit Monaten für meine beine war. Du beugtest dich zu mir und flüsterst: es reicht wenn einer von uns zwischen Leben und Tod wandelt, du nicht auch noch.
Wenn du wüsstest, A., wenn du wüsstest was ich alles tue den ganzen Tag.
Irgendwann sind wir dann von den restlichen geflohen, wollten beide nach Hause. Standen bei den Fährradern. Meine Gedanken hyperventilierten. Was sollte ich sagen? "Ach übrigens ich steh auf dich." Nee. "Ach ich schneide mir meine Beine auf, vielleicht bräuchte ich mal deine Hilfe." Hm.
"und bei dir soweit alles noch lebensfähig?" Er: "Es muss ja." Ich: "Für wen muss es?" Er:"Für die wenigen Menschen die noch an mich glauben." Ich stand dort. Schulckte. Wie sooft an diesem Abend.
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