Donnerstag, 3. Mai 2012

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So viele Menschen leben etwa gerade auf der Erde.
Von diesen Menschen habe ich vielleicht 0,0000001 % schon mal wahrgenommen.
Man kann auch gar nicht alle Menschen kennen.
Wahrnehmen tue ich vielleicht niemanden.
 Sehen wir uns Berlin an. In Berlin leben 3 Millionen Menschen. Die Menschen durchströmen die Straßen, laufen aneinander vorbei wie Fremde. Im Dorf, da soll alles besser sein, weil alle sich kennen. Aber egal was man tut, jeder weiß es. Und trotzdem versucht keiner einen zu verstehen. 

Verstehen tue ich vielleicht niemanden.
In meiner Stadt wohnen 60.000 Menschen. Immer wieder, wenn ich diese Zahl lese, bin ich erschrocken. So viele Menschen, so viele Gesichter, so viele Geschichten. Und ich kenne nur die wenigsten. Ich habe wenige Geschichten gehört. Mir nie die Zeit genommen.
Kennen tue ich vielleicht niemanden.
Die Menschen, die mir ihre Geschichte erzählt haben und die ein Teil meiner Geschichte sind, kennen selten meine ganze Geschichte. Vielleicht ist das dumm. Vielleicht aber auch nötig. Die Menschen sind zu triebgesteuert, zu egoistisch. Und ich fürchte mich vor dem ganzen. Vor dem Verrat, vor der Verletzung.
Niemand muss mich wahrnehmen, kennen oder verstehen. ich will es gar nicht.
P.S. auch hier nochmal: wenn jemand meinen Krimi lesen möchte (13 DinA4 Seiten), einfach melden mit Emailadresse. Könnt ihr gut eure Agressionen dran auslassen.

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