5 Tage. 120Stunden. 7200 Minuten. 432000 Sekunden. Solange gehe ich noch zur Schule, habe einen Schulalltag. "Wir sollten stets eingedenk sein, dass der heutige Tag nur einmal kommt und nimmer wieder", schrieb Schopenhauer. Ich höre eine Uhr in mir schlagen als wäre ich der Mittelpunkt des Zeitlaufs. Als würde ich durch das Zifferblatt balancieren. Ich zerre an den Zeigern, sie lassen sich nicht zurückdrehen. Die Zeit lässt sich nicht aufhalten. Man kann die letzten Wochen nicht zurückdrehen, auch dann nicht, wenn man verspricht, dass man diesmal alles besser machen würde. Ich würde eine bessere Philosophieklausur schreiben. Könnte ich Monate zurückdrehen, würde ich an mehr Schreibwettbewerben teilnehmen. Ich würde A. in den Wind schießen, damit es ihm vielleicht etwas mehr Leid tut. Ich würde die beste in Philosophie in beiden Jahrgängen werden. Aber die Zeit lässt sich nicht verschieben. Ich kann sie nicht beeinflussen. Es ist jetzt so wie es ist.
5 Tage. 120Stunden. 7200 Minuten. 432000 Sekunden. Und mit dem letzten Schlag der Uhr endet es. Der Alltag, mein Leben. Veränderungen, wo ich nur hinsehe. Ich verlor mein Herz, ich verliere mich immer wieder selbst und ich werde das einzige verlieren, durch das ich mich definieren konnte. Meine geliebte Schule. Alle um mich herum freuen sich, dass es vorbei ist. Und ich weine. Ich weine schrecklich viel in den letzten Tagen. Sie alle verlieren nur eine Aufgabe, eine elendige Pflicht, aber ich verliere alles was ich jemals konnte.
5 Tage. 120Stunden. 7200 Minuten. 432000 Sekunden. Solange lange ich in manchen Ferien im Bett. Ununterbrochen. Habe irgendwelche Serien geschaut und mich dann gewundert wo die Zeit geblieben ist. Wo ist die Zeit geblieben? Und beschäftigt man sich mit solchen Fragen nicht erst wenn es zu Ende ist? Zu Ende mit sich selbst? Die Zeit ist vergangen und gerade in dem Moment vergeht wieder Sekunde um Sekunde. Ist nicht beinahe alles was man tut Zeitverschwendung? Es gibt Momente, die bleiben im Herzen. Sowohl gute als auch schlechte, aber das meiste vergeht einfach. Als wäre es nichts wert. Als wäre es nur eine von vielen Sekunden. Und das ist auch so. Solange bis die Sekunden begrenzt ist, bis das Ende naht.
5 Tage, 120 Stunden, 7200Minuten oder 432000Sekunden, um es noch ein Mal zu genießen. Du wirst deinen neuen Platz finden. Egal ob sofort oder erst in einem Jahr oder zwei, aber es gibt einen Platz für dich in einem neuen Zeitabschnitt deines Lebens. Menschen kommen und gehen, wir identifizieren und mit Dingen und Orten, die uns bald wieder fremd werden, aber wir finden neue. Du wirst erkennen, dass du auch was anderes kannst, als Schüler sein und darin sogar sehr gut bist!
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AntwortenLöschenja, ich glaube, meistens kommen die gedanken erst, wenn die zeit sich dem ende neigt oder schon vorbei ist.
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