Samstag, 20. Juli 2013

Wir zerstören, niemand kann uns berühren! Wir machen alles kaputt! Wir zerstören um zu fühlen"



Ich bin zu Hause. Und möchte bluten, möchte sterben. Am besten sofort. Ich komme in mein Heim in mein Zimmer. Alles ist Ordentlich. Alles nicht so wie ich es hinterlassen habe. Meine Mutter hat aufgeräumt. Alles umgeräumt wohl eher. Ich könnte sie töten und dann mich. Hier waren  klingen,Tabletten versteckt. Ich weiß zwar nicht wo, aber es waren welche vorhanden, von früher. Hier war mein Leben, mein Chaos und jetzt? Sie hat sogar die Ordnung meiner Bücher durcheinander gebracht. Sie hat meine Bücher angefasst, das darf sie nicht. Das darf niemand. Nichtmal Maxi dürfte das. Ich will hier wieder weg. Sofort. Nimmt mich wer auf? Ich bin auch echt pflegeleicht. Ich brauch nichts zu essen. Das hier ist verfluchter Selbstmord auf Raten. Sie hat meinen Papierkram aufgeräumt. Meine Geschichten,meine Storys, meine Gediche. Das darf sie nich. Das durfte sie nie. Das hier war meins, das einzige, was immer meins war. Das hier war ich und jetzt ist hier nichts mehr. Es stehen Bücher vorne, die ich nie gelesen habe. Es stehen Bücher hinten, die ich vergöttere. Das ist meins. Und sie hat es mir genommen und gehofft. Dass es mich freut. Sie soll gehen, ich sollte gehen. Ich kann das nicht mehr.
Ich klammere mein Schopenhauerbuch ganz fest an mich. Sag mir, wo ist Nietzsche? Neben Goethe? Das gehört da nicht hin. Wieso findet sich Kant neben Hegel? Wieso Jane Austen neben Umberto Eco? Bücher, die ich nie gelesen habe, neben Büchern, die mein Herz erwärmt und berührt haben. Nach Größe sortiert. Man Sortiert Bücher nicht nach Größe, sondern Nach Herz, nach Autor, von mir aus nach Epoche, aber nicht danach, nicht so. Ich raste aus.Mir egal, was sie sich bei circa 400 Klingen in den Ecken gedacht hat, mir egal. Alles egal. Aber unter keinen Umständen soll sie meine Bücher anfassen, niemals.

4 Kommentare:

  1. Ach du *knuddel*

    Ich kenn das auch nur zu gut. Ich weiß ganz genau wie du dich fühlst. Mein Zimmer ist auch das Chaos pur. Aber es ist MEIN Chaos. Es ist der Spiegel meiner Seele und erst wenn ich das Chaos in mir sortiert habe, bin ich bereit mein Zimmer zu sortieren. Und oft schon, wenn ich zwei - drei Tage nicht da war, räumt meine Mutter einfach auf. Ich könnte jedes Mal ausrasten - doch ich sage nichts.
    Ich warte bis es dunkelt wird und dann wird alles wieder zerstört, so wie es sein soll.
    Eltern wissen das nicht, aber sowas kann wirklich sehr, sehr weh tun, wenn sie sich in Angelegenheiten einmischen, die sie nicht berühren dürften. Das ist unser Chaos. Unsere Unordnung, die für uns im Moment Ordnung bedeutet. Unseres. Nicht ihres.
    Du kannst zu mir kommen <3
    Aber das ist eine lange Reise schätze ich - und du müsstest dir hier in meinem Chaos einen Platz suchen. :)
    Aber wenn dich das nicht stört - kommt vorbei ;)

    In Liebe...Nanouk


    PS: ich freu mich, dass du wieder da bist *knuddel* und ich hoffe doch sehr, dass du (trotz dem Ärgeneris über deine Mutter jetzt) deinen Urlaub genossen hast und ein paar schöne Bilder gemacht hast =)

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  2. "Ich bin auch echt pflegeleicht. Ich brauch nichts zu essen." wie sagt man noch gleich? urkomisch..

    aber dennoch mein herz fühlt sich berührt, es geht auf, als ich da lese "Ich klammere mein Schopenhauerbuch ganz fest an mich." <3<3<3. jemand der die leidenschaft schopenhauer's teilt, der seine unbeschreiblichen worte und erkenntnis erkennt und verteidigt, das ist groß. das ist zu schade zum sterben. er wurde selbst 72, war einsam, aber glücklich. er würde nicht wollen, dass die wneigen, die ihn schätzen, sterben. eine ode an die philosophie.

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  3. Aaaaaahhh, die Denise ist wieder in Deutschland. Mit den Büchern gebe ich dir Recht. Ich habe vielleicht nicht viele Bücher, aber wer mein Marx hinter irgendein Wörterbuch stellt, kennt mich nicht. Doch wie war dein Urlaub. Ich mach mir Sorgen und hatte bis gerade noch ein leichtes Lächeln auf den Lippen.. Klingst nicht wirklich erholt, aber bei dir weiß ich ja nie.
    Und Eltern wissen meistens mehr, als wir Kinder denken ;-)

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  4. Der Titel dieses Posts erinnert mich an das Buch "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh Mafi...

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