Sonntag, 4. August 2013

When loneliness came and you were away. Oh they told me nothing new, But I love to read the words you used.

Ihr fragt euch sicher, was seit Freitag passiert ist. Hat sie es geschafft ohne Blut ihr Herz zu verlieren? Hat sie es geschafft mehr Gedanken zu haben als an einen Zug der sie überrollt? Ja, sie hat, zu beidem.
Freitagabend hatte ich einen Tiefpunkt, aber der Gedanke daran, dass neue Wunden, mehr Narben es nicht besser machen würden. Es nur immer schwieriger machen würden, hielt mich standhaft.
Stattdessen habe ich den ganzen Freitag und Samstag und Sonntag gegessen. Scheiß auf die Figur, dachte ich mir, mich sieht doch eh niemand. Immerhin fiel ich noch immer durch die Knieverletzung aus. Schade eigentlich, da Samstag bei Li. eine Poolparty stattfinden sollte, aber die wurde schlussendlich wegen Teilnehmermangel abgesagt. Und ich meine, im Vollgefressenen Zustand erscheine ich zu keiner Poolparty.

Samstagnacht, gegen 1 Uhr, ruft mich P. an und fragt, ob er eben vorbeikommen darf,weil er noch Teller von seinem Geburtstag von mir hat. Vorallem war er davor schonmal bei mir und hat mir was gebracht. Idiot. Ich schaue an mir runter. Aufgeblähter Bauch, Narben, Blaue Flecken. Der Entschluss: ich sollte mehr anziehen als ein Tshirt und Unterwäsche. Wobei eigentlich hat er das doch eh alles schon gesehen. Ich zieh mir Shorts drüber. Er klopft, ich mach auf. Er sieht mich an. "Gehts dir gut?" - "Klar,wunderbar." - "Du siehst aus als würdest, naja, als würdest du übelen Liebeskummer schieben und nur Eis in dich reinstopfen." Er lächelt, doch ich sehe die Sorge in seinen Augen. "Bin ich schon fett geworden oder was?" Ich lache, doch er weiß genauso wie ich, dass das Lachen gespielt ist. "Du weißt, dass du nichtmal dann fett wärst, wenn du 5 Kilo zunimmst, oder?" - "Klar, weiß ich das. Ich liebe mich so richtig. Und alle anderen Menschen auch. Die können kaum die Finger von mir lassen." - "Denise, verflucht. Ich könnte dir hundert Kerle nennen, die dich sofort nehmen würden." Ich schüttele den Kopf. "Ich kann dir auch so einige nennen, denke ich." - "Wo ist dann das Problem?" - "Dass ich nicht geknallt werden will. Ich will nur ein verfluchtes Mal, dass irgendein Kerl, was für mich empfindet. Dass ich mehr bin als die beste Freundin, mehr als die Kumpelin, die Fifa spielt und Leute ins Kino begleitet, weil man so gut mir ihr reden kann. Ich will einmal die eine sein und nicht die, bei der man sich ausheult." Tränen machen sich breit. Ich schließe die Augen, beiß mir auf die Lippen, atme tief durch. "P., du solltest gehen." - "Weißt du, ich verstehe dich. Ich habe mit unserem halben Freundeskreis rumgemacht. Naja, beinahe dem ganzen. Und ich wusste jedes Mal, dass das Mädchen mich nicht lieben wird. Niemals,wobei ich es bei den meisten auch nicht gewollt hätte. ich komm damit inzwischen klar. Besser man ist manche Nächte nicht alleine, als am Schmerz kaputt zu gehen." Ich muss schlucken. "Anna stand ganz lange auf dich." - "Ts Arbeitskollege steht auch auf dich." - "Aber er ist nicht er" - "Wir können unsere Gefühle nicht so legen wie wir wollen. Wir können nur hoffen, dass der andere, die andere irgendwann einsieht, dass man richtig ist." - "Und sonst muss man sein Herz halt verlieren und hoffen, dass ein neues wächst." - "Maxi ist ein Idiot, wenn er ein anderes Mädchen mehr mag als dich. Schön, intelligent, witzig und charmant bzw. eher vorlaut charmant, obwohl vielleicht auch nur vorlaut" Er lacht und nimmt mich in den Arm. "Ey P., aber nicht, dass du dich in mich verliebst, ne. Das könnte ich momentan echt nicht gebrauchen" Wir lachen beide. "Wir wären das schlimmste Pärchen, das man sich vorstellen könnte." - "Dauerblau, übelst verkatert und nur am betrügen." Er geht und ich versuche die Nacht zu überstehen.

5 Kommentare:

  1. Gute Titelvergabe. Sehr stark von dir, es so gut zu verkraften. Deine Gespräche kommen mir immer richtig filmreif vor. Ich hoffe, du hast die Nacht gut überstanden? Du wirst dein Glück noch finden, ganz sicher.

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  2. Und das ist auch gut so, dass es mich kein zweites Mal gibt. Das wäre reine Verschwendung.

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  3. Erstens super das du nichts gemacht hast und zweitens sei froh so einen guten Kumpel zu haben :)

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  4. Ich bin so frech und kommentiere bei einem alten Post, in der Hoffnung, dass du das irgendwo siehst...der letzte Abschnitt, die letzten Worte, die treffen mich. "Wir können unsere Gefühle nicht so legen wie wir wollen. Wir können nur hoffen, dass der andere, die andere irgendwann einsieht, dass man richtig ist." Und ich unterschreibe es. Dass man merkt, wenn es nicht er ist. Und das man gegen Gefühle nichts machen kann. Ich bin so froh, dass ich deinen Blog gefunden hab, er tut mir gut.

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