Es ist Mädelsabend. Das erste Mal seit gefühlten Jahren, dass ich mal wieder abends etwas unternehme. Doch eigentlich ist es erst einen Monat her. Einen Monat Uni, nichts als Uni.
Wir unterhalten uns freudig. Erzählen von unseren Abenteuern. K. erzählt, dass es schwer ist, weil sie T. seltener sieht, aber sie ist überzeugt, dass ihre Beziehung das übersteht. Wir spielen "Ich hab noch nie...". Sätze wie "Ich hab noch nie Kalorien gezählt" oder "Ich hab noch nie mein Spiegelbild verachtet" setzen Spritzen, aber sie prallen inzwischen an meiner stahlharten Haut ab. So etwas berührt mich nichtmal ansatzweise. Berührt mich überhaupt noch irgendetwas? Durch das Trinkspiel erfahren wir, dass sowohl K's als auch Lis Beziehung offensichtlich gut laufen. (Dinge, die man nie wissen wollte!). S., als Gastgeberin, möchte schlafen gehen. Die restlichen Mädchen sprengen den Männerabend bei M., wo zusätzlich noch B.(Lis Freund), T. (K's Freund) und P sind. K. wird nicht bei T. übernachten, sondern bei P. Wieso? Ich weiß es nicht. Noch nicht. Ich rede mit K. über ihren Geburtstag und ob sie an diesem Wochenende feiert. Sie verneint und ich erwähne, dass ich da hoffentlich bei Maxi auf dem Geburtstag bin, sofern er feiert. Oder ihn zumindest sehe. Er hat nämlich zwei Tage nach ihr. "Maxi ist der übelste Pfosten also kann dir das ja wohl ziemlich egal sein.", ruft B. in unser Gespräch hinein. "äh, nein?! Maxi ist großartig". - "Er ist arrogant, unverschämt und unglaublich intolerant." - "Er ist ehrlich, wenn du mit der Wahrheit nicht klar kommst, kann ich da nichts für. Außerdem scheinst du ja nicht besonders tolerant, wenn du ihn beleidigen musst, nur weil er nicht so ist, wie du ihn gerne hättest." Li. lenkt ihn ab. Mich berührt noch etwas. Jemand. Währenddessen schreibt Maxi mir. Und jedes seiner Worte ist meine Erholung und nicht dieser Schabernack hier.
Nach dem Abend erzählt mir Anna, dass T. ihr gesagt hat, dass sie bei ihm übernachten solle. Dass bei K. und ihm die Luft raus sei. Und sie deshalb zu ihm kommen sollte. Anna, L. und ich bewegen uns zu Ls Wohnung. Es ist inzwischen halb Vier und mir wird schlecht. Nicht vom Alkohol, dieser konnte mir in der Nacht nichts anhaben, sondern von diesem Verhalten. Bedeutet Liebe nichts mehr? Haben funktionierende Beziehungen an Wert verloren? Denkt überhaupt noch jemand an das Wohlsein des anderen? Welche Dreistigkeit ist es, eine der besten Freundinnen der festen Freundin das Bett anzubieten, welches noch von der zweiten warmgelegen ist? Es ist abscheulich, ekelerregend. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen würde. Vielleicht kritisiere ich auch zu scharf. Aber ich weiß, oh ich schwöre, wenn ich einmal in einer glücklichen Beziehung bin, würde ich alles dafür tun, dass es so bleibt und ganz sicher keinen seiner Freunde einladen, nicht so. T. kann es nicht begründen. T. findet sie, so denke ich, einfach nicht mehr schön. Seit Wochen möchte er, dass K. abnimmt. Manchmal habe ich Angst, dass ich Schuld daran bin. Weil ich gezeigt habe, wie es geht oder wohl eher wie man es nicht machen sollte, aber das wissen die ja nicht. Diese Oberflächlichkeit der Herren hat mich schon krank gemacht, aber verstehen tue ich es dennoch nicht.
Danke für deinen Kommi, ja war schrecklich. Am Schrecklichsten aber, dass er sich nicht mehr daran erinnern kann - scheiss Alkohol.
AntwortenLöschenIch hoffe dir geht es auf der Uni gut und du hast wieder ein Ziel vor Augen <3
Ich vermiss dich schon.
Und nein...Liebe scheint nicht mehr viel zu bedeuten. Doch woran liegt es? Siehe der entschlossene Spieler, wie er es definiert. Oh, du würdest dich so gut mit ihm verstehen, oder besser gesagt, ihr würdest so gute Unterhaltungen und Diskussionen führen, viel bessere als mit mir. Da würde ich gerne einmal zuhören können <3
Hat sich Hr. A. schon gemeldet?
In Liebe...Nanouk.
Beziehungen sollten nicht funktionieren. Sie sind nicht da, um einen nutzen aus ihnen zu ziehen.. Das Ziel ist lieben und geliebt werden und daraus schoepft man Kraft, Hoffnung und hat vielleicht Traeumen.
AntwortenLöschenAber Uni ist toll?:-)
Manchmal wirkt es, als würde Liebe nicht mehr existieren.
AntwortenLöschenDanke für den Kommentar und den Ratschlag:-*
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