Dienstag, 21. Januar 2014

Ich nehm die letzte Bahn, wieder diese Strecke fahrn. Zuhause Decke übern Kopf und an die Decke starrn. Der Schlüssel steckt, ich sperr dich aus.

Es ist Sonntagmorgen, 11 Uhr. Verzweifelt kaue ich auf meiner Unterlippe. Wann wird er wohl wach sein? Ob er überhaupt auf sein Handy guckt? Theoretisch würden wir uns in knapp 10 Minuten am Bahnhof treffen, wenn da nicht mein Fehler gewesen wäre. Ich wartete noch gut 2 Minuten, dann rief ich ihn an: "Es tut mir unglaublich Leid, dass ich dich wecke, aber wir müssen uns eigentlich erst um 12:45 am Bahnhof treffen.." Maxi :"Du rufst mich also an, um mir zu sagen, dass ich weiter schlafen soll?" ich: "ja genau, das wollte ich damit sagen." Er: "Ich seh dich zwar sehr gerne, aber JA ich schlafe gerne weiter. Bis später".

 Ich versuchte mich zu entspannen aber irgendetwas sagte mir, dass das ein sehr komischer Anfang war. 
Stunden später standen wir dann nebeneinander in einem Fußballstadion, wo das Spiel niemanden interessierte, weil es an Trostlosigkeit nicht zu überbieten war. Und hätte uns jemand beachtet, hätte er das gleiche vorgefunden. Es war distanziert. Als hätten wir uns in knapp einem Monat soweit von einander entfernt, dass wir von vorne beginnen müssten. Er sah verloren aus. Und aus irgendeinem Grund machte mir das schrecklich Angst. 

Irgendwann sprachen wir über Miriam. Ich hab Miriam am Freitag wiedergesehen auf S. Geburtstag und als ich erwähnte, dass ich ihn am Wochenende sehe, hätte sie mir am liebsten die Augen ausgekratzt und auch, wenn ich in dem Moment etwas schadenfroh war, so tut sie mir auch irgendwo Leid. Und so redete ich mit ihm über die Tatsache, dass Miriam sich wünscht, dass er mehr für sie ist, was er schon lange weiß. Er versichert mir oder gar sich selbst, dass da nichts ist. Dass da nie was war. Plötzlich schüttelt er sich vor Ekel. Ich sehe ihn an. "Gehts dir gut?". "Nein, ich hab daran gedacht, wie Miriam aussah." - "Du bist unglaublich gemein, Maxi!" Er lacht. "Tja, ich seh halt besser aus". Wir lachen beide. Er spielte damit auf Freitag Nacht an. Der Abend an dem ich mir das erste Mal seit langer Zeit mal nicht das komplette Gedächtnis weggesoffen habe. 

Ich schrieb lange ihm. Aber das wichtigste war wohl dieser Ausschnitt:
Ich: Und naja, hässlich ist ja halt was anderes.
Er: Klingt ja als wäre ich ein bisschen hässlich :D
Ich: Du weißt selbst, dass hässlich was anderes ist :D
Er: Also sehe ich nicht gut aus? :D
Ich: Ja doch :D find ich schon..
Er: jetzt bringst du mich aber in Verlegenheit :D
Er war betrunken und ich genauso. Und es war sehr witzig, denn wieso fragt er wenn er es nicht hören will? Also wüsste er nicht längst, dass ich ihn nie schlecht machen würde.

Am Sonntag redeten wir irgendwann über meine Freunde und dass er L. und K. nicht unbedingt dünn findet. Und er hat halt irgendwann gesagt, dass er "uns" also "euch" nicht besonders gut auseinanderhalten kann. Und ich bin mir sicher, dass er meine Freundinnen meinte, weil naja, mich sollte er wohl erkennen, haha. Aber meine Stimmen verstehen das nicht. Nein, sie bildeten daraus ein: Du bist fett, was mich den restlichen Tag nicht losließ.

Dann saßen wir im Zug und ich saß da voll komisch. Und Maxi meinte nur: Wie lang sind eigentlich deine Beine? Ich: Keine ahnung, die waren schon immer so.. Er: du hast schöne beine. Und ich, ich hab reflexartig mit: "ist auch das einzig schöne an mir" geantwortet. Und er guckt mich einfach voll erschrocken an und ich starr auf den boden. Weil ich mir solche Sätze vor ihm verbiete. Und er meinte, dann nur so fast zu sich selbst: "Du siehst dich so falsch." Und dann habe ich das thema gewechselt. Wieviel ich reden kann, wenn ich vor einem Thema weglaufe, mental weglaufe. Mit genau diesem Gefühl lief ich nach hause und dann zu L., damit sie mich tröstet ohne mich zu trösten, damit sie wie immer die beste ist. Wisst ihr? Ich liebe dieses Mädchen. Meine wunderbare beste Freundin. Einfach dafür, dass sie denken kann, was ich denke. 
Irgendwann habe ich Maxi angeschrieben:
Ich: Hats dir denn heute wenigstens etwas gefallen? .. er: Ja war super :D  Ich: Ist doch eh nicht so ich meine das Spiel war mies und du hast ständig gefroren.. Er: ach war schon gut und außerdem haben wir uns endlich mal wieder gesehen (:

Und ich dachte mir nur so: Was muss ich tun, damit er geht? Ich habe mit Benny rumgemacht, ich habe danach in seinen Armen geweint. Ich habe soviele Zweifel an mir selbst geäußert, dass jeder andere mich angeschrien hätte, dass ich mich zusammenreißen soll. Ich schwalle ihn mit jedem Scheiß aus meinem Leben zu und alles, was er sagt ist, dass es super war. Dass er zu danken hat. Dass er mich ENDLICH wiedergesehen hat. Er hat sogar ein Fußballspiel für mich ausfallen lassen. Und ich denke an andere Kerle und tue so, als gäbs was besseres. Und ich kann keine wahren Gefühle für ihn haben. Ich, ich bin einfach scheiße.

5 Kommentare:

  1. zeit ist bekannt dafür das sie auch distanz schaffen kann, so ungewöhnlich is das ne. lol das du daraus folgerst er würde denken das du fett bist kann ich au überhaupt ne erkennen, ganz im gegenteil, ich hätte jezz erwartet er meint du seist auch so dünn und du würdest denken du seist zu dünn.. eigentlich mag ich ja solche geschichten aus dem leben, die langen anfahrtsweg haben ehe beide protagonisten in schwung kommen, dann isses iwie so ehrlich und richtig, doch ist es nach dem abi nicht selten so, dass man sich so oft ne mea sieht, studium sei eine erklärung.. und ich muss leider au sagen, verstehen kann ich dich nicht, also er will, du willst iwie auch, aber tust dann doch iwie alles dafür, dass es nie in gang kommen kann - an seiner stelle wär ich da auch vorsichtig wenn ich sehe/weiß dass du anderen was den nächsten schritt betrifft, mehr "aufmerksamkeit" beimisst..
    wie immer aber großen dank für kommi :) und ja, der letzte film könnte dir ganz gut tun, aber auch der erste in der (alten) selektion (kdh) bzw. der erste in meiner (neuen) auswahl ;)

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  2. Meine Liebe, wie schön von dir zu hören!
    Den letzten Abschnitt denke ich mir jetzt mal weg..ganz einfach: Niemals würde Maxi den Kontakt zu dir suchen, wenn du ''scheiße'' wärst. Weil du's ganz einfach nicht bist und das scheint jeder in deinem Umfeld zu bemerken. Man braucht nicht viel Ahnung haben, um gleich zu sehen, dass ihm auch viel an dir liegt..hach ich komme gerade wieder ins Träumen..es freut mich einfach, dass ihr noch Dinge zusammen unternimmt. Bleib dran, Liebes!
    Drück dich ganz feste.

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  3. Hm. Also ich muss sagen, dass er entweder ein unglaublich guter Freund ist oder, ohne dir Hoffnungen zu machen, du in seinen Augen perfekt bist. Der Typ macht mich auf jeden Fall echt fertig und ich wette irgendwann seid ihr zusammen.
    Ich sollte erwähnen, dass ich das schon mal zu 2 Menschen gesagt habe, die jetzt glücklich zusammen sind :-D

    Schön mal wieder was von dir zu hören und irgendwie ist es um uns beide echt ruhiger geworden, oder?

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  4. Habe mir gerade alte Posts von dir durchgelesen, klicke auf 'aktualisieren' & endlich hast du wieder geschrieben! ♡ ich hab mir schon Sorgen gemacht.
    Wenn Maxi dich nicht mögen würde, würde er sich nicht dir gegenüber so verhalten. Kannst du dich noch daran erinnern, als er deine Hand gestreichelt hat? Ich glaub es war bei eurem letzten Mathe- Lk treffen vor der Abiklausur. Oder wenn er dir immer wieder komplimente macht? Du siehst immer nur das schlecht darin, bzw. Schlechte Absichten. Ich mein, nach dem was dir mit A. passiert ist, ist das auch kein Wunder, dass du im nicht sofort vertrauen kannst, aber denke nicht immer, dass wenn er dir ein kompliment macht, er dir eigentlich indirekt sagen will, dass du nicht hübsch, schlank oder schlau genug bist!! Das Wichtigste ist aber doch, dass er dich mag und zwar so wie du wirklich bist. Klar, er kennt nicht dein ganzes 'ich', aber mit der Zeit kannst Vertrauen zu ihm aufbauen und dich ihm so irgendwann öffnen!
    ICH GLAUBE AN DICH!! ♡♡

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  5. ich wusste gar nicht das du auch jennifer rostock hörst. das macht dich nur noch sympathischer. ich denke an dich, und hoffe nur das beste für dich. du bist nicht schlecht, du bist wunderschön.

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