Samstag, 21. Februar 2015

Es tut nur weh, wenn man dran denkt und dunkle Gedanken sind schnell verdrängt. Die Motte fliegt wie bescheuert solange um das Feuer bis sie sich die Flügel versengt.

Liebster Maxi,
Gerade denke ich so heftig wie selten an dich. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir gerade miteinander schreiben und über unsere Beziehungen reden. Die, die so zufällig fast direkt hintereinander entstanden sind. Als wäre es Schicksal.

Wir waren beide auf der Suche nach Liebe. Wir waren beide im Herzen allein. Manchmal glaube ich, dass Va. Bei dir und Ra. Bei mir einfach nur einen Schritt zu schnell waren. Zu schnell für den jeweils anderen von uns. Vielleicht hätten auch unsere Herzen zueinander gepasst. Vielleicht haben sie das sogar immer. Vielleicht tun sie das noch heute.

Manchmal stelle ich mir vor, dass wir beide betrunken auf einer Party sind und du mir gestehst, dass du damals in mich verliebt warst. Und immer wenn ich daran denke, fällt mir das atmen schwer. Als hätte ich mein Leben ruiniert. Und dabei weiß ich, dass es mit ra. Einfacher ist. Es mit ra. Besser ist. Und er mich liebt. Und ich ihn.

Dann gibt es nächte wo ich immer den gleichen Traum habe: Wir haben stufentreffen, sind beide da, du und ich. Herr H. Unser stufenkoordinator fragt ob es nach all den Jahren noch Paare innerhalb der stufe gibt: In diesem Moment kommt maxi zu mir und sagt: Auch wenn es gedauert hat, bin ich jetzt mit dem tollsten Mädchen der stufe zusammen und zieht mich an ihn.

In diesem Traum sehe ich aus als würde ich mitten im leben stehen, allein daran sieht man den unrealistischen Charakter. Und ich seh gut aus. Was nunmal auch nicht stimmt. Oft danach sitze ich Minutenlang wach da und denke mir, was mit mir nicht stimmt? Kann ich ra. Nicht als den akzeptieren der er ist? Wir sind bald ein Jahr zusammen. Eine kleine Ewigkeit.

Apropo Ewigkeit: Zwei Jahre schnittfrei, immerhin war Karneval. Verflucht, das fühlt sich so lange her an. Fast hätte ich vergangenen Sonntag A. Wiedergesehen. Aber es machte mir keine Angst, vielleicht freut ich mich sogar irgendwie. Ist das verrückt? Immerhin kann ich inzwischen behaupten, dass ich ein Leben habe und er? Gehende Leere. Auf diesen Fuck You Moment freue ich mich immer wieder.

Den Brief habe ich bereits letzte Woche geschrieben, aber vergessen ihn zu posten. Nächstes Wochenende treffe ich mich nun mit Maxi. Merkwürdiges Gefühl irgendwie.

4 Kommentare:

  1. Ich habe mich immer gefragt wann der Zeitpunkt kommt an dem du das alles, was mit Maxi so schnell geendet hat, hinterfragst. Denn soweit ich das damals mitlesen konnte, war das ja mal nicht eben so eine normale Bekanntschaft, sondern schon was intensives. Ich bin gespannt wie das Treffen verlaufen wird.
    Hab Spaß und lass' dich nicht zu sehr von deinen Gefühlen erdrücken.

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  2. mir war das maxi-ende immer sympathischer... aber das mag au nur in der meinen vergangenheitstiefe liegen. lg

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  3. Vorletzter Absatz, letzter Satz: Bestes Gefühl der Welt!

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  4. Mir geht es zur zeit ähnlich wie dir. Nur nicht mit Liebe sondern Freundschaft.
    Ich liebe dein schreibstil immernoch unglaublich.
    Hoffe du erinnerst dich an mich :)

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