Montag, 30. Juli 2012

Philosophisch/Literarisch oder so.

Ich hab gerade meinem kompletten Blog gelesen und wisst ihr was? Ich habe mich verändert. Mehr als ich es mir wahrscheinlich jemals hätte denken können. Über die ganze Zeit ist nur eins geblieben: Das Schreiben. Heißt es, dass es meine Aufgabe, meine Veranlagung ist? Oder doch nur purer Zufall? die Frage, die sich einem stellt ist: Ist es eigene Bemühung, dass etwas erhalten bleibt oder viel mehr Schicksal, Vorbestimmung? Ich kann euch nicht die richtige Antwort nennen. Ich weiß nicht, was das richtige ist, aber ich glaube, dass wenn man etwas gefunden hat, das nicht von anderen Menschen abhängt. Etwas, das nur einen selbst betrifft bzw. andere Menschen nur indirekt miteinbezieht (z.b. als Leser etc.), muss man es nicht aufgeben. Für nichts. Vielleicht muss man es aus Zeitproblemen einschränken, vielleicht vernachlässigt man es, weil zu viel anderes im Kopf herumschwirrt, aber man darf es nicht aufgeben. Oft sind es die Dinge, die uns wirklich atmen lassen. Ich kenne viele Menschen, die für ihr leben gerne tanzen, andere malen und naja, ich schreibe. Vielleicht interessiert es niemanden, was ich schreibe. Vielleicht werde ich manche Texte niemals jemandem zeigen, aber das Schreiben ist immer da. Und es gibt nur sehr selten Zeitpunkte an denen ich nicht die Möglichkeit habe zu schreiben, wenn ich denn wollte. Bei meinem "Aufatmen" ist das größte Problem das fertigstellen. Kurze Texte, Kurzgeschichten, Gedichte, alles kein Problem. Ich komme meistens schnell zum Ende. Aber mein Buch, mein früher so glorreich scheinendes Buch wird nie zu Ende gebracht. Ich schreibe seit 3 Jahren. Ich habe nur zwei mal in den Jahren eine wirkliche Schreibphase gehabt. Als ich vorgestern angefangen habe es zu lesen, kam es mir so fremd vor. Nicht der Inhalt, aber mein Schreibstil heute ist etwas anders. Nicht viel, aber doch irgendwie nachdenklicher. Ich könnte es neuschreiben, ich könnte es einfach löschen. 35 Word-Seiten umsonst. Nein, das kann ich nicht. Vielleicht sollte ich es einfach teilweise überarbeiten und fertig schreiben. Nicht noch meine letzte Konstante im Leben löschen, nicht das letzte Aufatmen aufgeben. Und gerade da Literatur als Fach wegfällt, wäre es nicht die Ablenkung die ich suche? Wäre es nicht eine Aufgabe? Ein Ziel? Vielleicht wäre es sogar ein Vergnüngen, wer weiß das schon.

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