Sonntag, 13. Januar 2013

"Ich will nicht sagen: weinet nicht. Denn nicht alle Tränen sind von Übel."

Während ich im Nachbardorf bei einer Bekannten zusammen mit Freunden saß und alle drei "Der Herr Der Ringe" Filme hintereinander sah, waren meine Gedanken bei dir. "Ich würde den Abend lieber mit dir verbringen", dachte ich. "Ich würde jeden Abend lieber mit dir verbringen. Lieber mit dir als mit mir."
"Frodo: Woran sollen wir glauben, Sam? Sam: Es gibt etwas gutes in dieser Welt, Herr Frodo. Und dafür lohnt es sich zu kämpfen."
Weise Worte für einen Hobbit, dachte ich mir. Ich nahm mein Handy, schrieb dich an. Du warst in der Stadt, wolltest dich später melden, wenn du wieder zu Hause bist. Ich glaubte nicht daran. Trotz der letzten Wochen kann ich dir nicht vertrauen, wenn du soetwas sagst. "So, jetzt bin ich zu Hause", schreibst du, wenige Minuten später. Ich verfluche mich dafür, dir nicht geglaubt zu haben. Wir reden über deinen Tag, über deine Arbeit. Uns gehen die Themen aus. Es ist kein freies Gespräch wie sonst. Es ist ein wenig gedrückt, erzwungen. Von beiden Seiten, aber du bemühst dich. Irgendwann weiß ich nicht mehr, was ich antworten soll. Ich: "Was hälst du davon wenn wir am Sonntag vor Rosenmontag was machen? Ich meine so wie ich dich kenne, wirst du ja Karneval eh nichts machen. Und nach letztem Jahr ich auch nicht. Also was hälst du von der Idee?" Gute zehn Minuten saß ich über die Sms. Soll ich es wagen, soll ich kämpfen? "Gimli: Den Tod als Gewissheit… geringe Aussicht auf Erfolg… worauf warten wir noch?" Ich schickte ab. Notfalls verstecke ich mich mein restliches Leben. "Ja können wir machen vielleicht nehme ich die Woche sogar frei", antwortest du. Erneut kann ich dir nicht glauben. Aber diesmal ist es nicht, dass ich dir nicht vertraue. Diesmal ist es die Erfahrung die mir sagt, dass es nicht das erste Mal ist. Dass du lügst.

"Wie Düster und Schrecklich eine Sache auch sein mag,
es kommt immer der Wendepunkt,
an dem die Dunkelheit zu Licht wird und
an dem die Dämmerung die Nacht ablöst." 

2 Kommentare:

  1. Danke für dein Kommentar <3
    Ich weiß, die Stimme ist keine Hilfe und all diese Gedanken im Kopf, sie machen einen nur krank.

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  2. Ich weiß, aber so viel, dass es zu ernsthaften Problem kommen könnte, mache ich gar nicht. Ich fühl mich jetzt besser. Es hilft mir, mich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und abzuschalten. Wenn alles nur noch wehtut und du weißt, dass du stolz auf dich sein kannst, denkst du auch für kurze Zeit nicht mehr an die Dinge, die dich runterziehen ...
    Danke für deine lieben Worte. ♥

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