Ich habe sooft das Gefühl gehabt, jemand nettes und irgendwie richtiges gefunden zu haben, dass ich nicht weiß, wie oft ich mich getäuscht habe und ob ich mir überhaupt noch vertrauen kann. Manchmal glaube ich, mein Herz hat seit Maxi einfach nicht mehr funktioniert. Es kann nicht mehr schneller schlagen, nicht mehr so laut klopfen, dass der andere es hören könnte.
Tim war zugegeben eine Herausforderung für meine Gefühle, aber wirkliches Verliebtsein würde ich das auch nicht nennen. Es war aufregend. Es war spannend. Gerade, weil es so wirkte als hätte er Interesse. Es war wie ein kleine Zaubergeschichte, die aber recht schnell verflogen ist, woraus sich aber eine gute Freundschaft ergeben hat.
Dann war da Philipp. Und es ist echt witzig, aber wir unternehmen ständig was, wenn wir in der Uni sind. Wir belegen sogar Kurse so, dass wir die zusammen haben. Wir unterhalten uns über alles mögliche und sind sagen wir mal, eine Art kreative Ergänzung füreinander, da wir meist nur echt metaphysische Gespräche führen.
Und jetzt ist da Marco. Eigentlich ist er schon so lange da. Schon als ich vor circa einem halben Jahr meinen Workshop für den Flüchtlingskurs hatte, war er. Und ich sagte noch zu meiner Mitbewohnerin, am vierten von vier Workshoptagen: "Er sah unfassbar gut aus und wirkte wirklich richtig toll vom Charakter her. Und jetzt sehe ich ihn einfach nicht mehr wieder". Und dann kam Bonn und das Abschlussfest mit anschließender Party auf der wir auf einmal alleine waren. Wir trafen uns auf dem Stadtfest für zwei Bier, wir gingen zusammen auf die Kirmes, wir waren abends alleine zusammen was trinken. Und jetzt 11 Stunden Freizeitpark. Und während wir gute 9 Stunden nebeneinander standen und einfach auf die nächste Achterbahn etc. gewartet haben, haben wir geredet und jedes Detail war interessant und aufregend. Und ich hätte am Anfang jedem gesagt, dass ich mich niemals verliebe. Er sei jemand, der gar nicht zu mir passt. Der viel zu oft feiern geht, zu wenige Bücher liest und auch sonst zu wenig mit mir gemein hat. Aber vielleicht ist es gerade deshalb so gut. Weil er soviel anderes mitbringt als ich. Weil wir uns mehr ergänzen als ähneln.
Als wir durch die gruselig angelegten Gebäude liefen, kam es mehr als einmal vor, dass ich ihm vor Schreck an den Arm fasste oder mich hinter ihm versteckt habe. Dabei gehöre ich zu den Menschen, die sich sonst nie erschrecken. Aber ganz Gentleman hat er nichs dagegen gemacht und mir immer gesagt, dass er dafür da ist. Er hat mich zwar abends nicht nach Hause gefahren, aber das wäre auch ein größerer Umweg gewesen und demnach kann ich das vollkommen verstehen. Nächste Woche Donnerstag gehen wir wieder zusammen zu einer Party, sofern ich das einrichten kann. Ich hoffe, dass zumindest dieses eine Mal Alkohol seiner Aufgabe als Zungen- und Wahrheitslöser gerecht wird damit ich oder wir beide vielleicht mal zu Klarheit kommen können. Denn bisher denke ich manchmal, dass wir Freunde sind und manchmal, dass wir uns beide nicht trauen. Die üblichen Gedanken halt.
Liebe Traumtänzerin, danke für deine Worte. ♥ Leider gebe ich langsam die Hoffnung auf, im Leben die Menschen zu finden, die mich auch tatsächlich mögen und die eine Verbindung zu mir haben ... denn wo findet man diese Menschen? Leider nicht einfach mal so..
AntwortenLöschenAber ein kleines bisschen Hoffnung wird für immer bleiben.
Zu deinem Post: Verrenn dich nicht in zuviele Gedanken. Meistens kommt es eh anders als man denkt. Dumme Weisheit aber die überraschenden Momente sind doch die schönsten.
Wenn ich auf mich aufpasse, tu du das bitte auch.
Zis.
P.S. Kam meine Mail eigentlich an?
Ich wünsche dir einfach nur das Beste. Ich denke, du weißt das.
AntwortenLöschenHalte mich auf dem Laufenden, ja?