Ich konnte vorhin einen Muskel in meinem Bein sehen. Ich glaube zumindest, dass es ein Muskel war. So sehen Muskeln immer auf den Bildern aus.
So gerne ich das hier alles dennoch beenden würde, atme ich wieder, mehr oder weniger freiwillig. Vorhin, ich weiß nicht, war irgendetwas anders. Ich gucke Fußball, das macht alles immer besser, irgendwie. Und ich könnte jetzt nicht sterben, weil A. nicht die Wahrheit kennt. Und ich bin shizophren. Einerseits gibt es in mir die Person, die sich umbringen will, sich am liebsten von jedem Körperteil die Haut abziehen würde. Andererseits ist da dieses lebendige Ich, das Ziele hat, die sich vielleicht irgendwann wieder zu Träumen entwickeln können. Dieses Ich vermisst Nähe, vermisst Spaß, vermisst das Leben. es ist nicht oft da, meistens existiert ein Misch aus beidem in meinem Zustand, irgendwo zwischen leben und sterben eben. Das tod-wünschende Ich ist da, wenn alles schief geht. Wenn ich meine Lk-Noten verkacke, wenn ich daran denke, was für ein schlechter Mensch ich bin, wem ich schon alles weh getan habe und wieso ich dauernd Menschen von mir wegstoße. Das halbwegs lebensfrohe Ich ist nie ganz da. Zumindest seit langer, langer Zeit nicht. Es existiert nur um die Balance, um mich am Leben zu halten. Während des Sports, der wohl ständig mein fröhlicheres Ich stärkt, lief mir die rote Brühe das Bein herunter. Gottseidank erst richtig als ich in der Umkleide war. Wäre wahrscheinlich mitten im Step-Kurs nicht gut gekommen. Aber mein Verstand weiß einfach nicht, welches Ich er regieren lassen kann bzw. was er gegen das Böse tun kann. Gibt es wirklich gut und Böse? ich bezweifele es sehr. Es gibt mich, so wie ich bin und nicht anders.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen