Mittwoch, 20. Juni 2012

Menschenkenner?

Wisst ihr, ich dachte immer, dass meine Freunde die sind, die mich bis zum Ende meines Lebens begleiten. Ich dachte, sie würden mich nicht allein lassen. ich dachte, sie wären da. Ich dachte nicht, dass die Klinge mir irgendwann näher steht als manche von ihnen. Sie merken nichts oder tun so, als würden sie nichts merken. Ich verhalte mich anders, ich bin anders, aber sie interessiert es nicht. Ich lache und sie glauben es mir. Ich blute und sie sehen es nicht. Aber wisst ihr, seit gut 6 Monaten kenne ich ein Mädchen (und das sogar im realen Leben), das mir deutlich wichtig ist. Und dass mich versucht zu verstehen. Sie weiß alles, zu viel vermutlich. Sie weiß das vom Schneiden, von A, meinen Selbstmordgedanken, meinem Lehrer. Das was ihr auch wisst, sozusagen. S. ist einfach da. Ich weiß nicht, ob es schlau ist nach meinen Erfahrungen überhaupt nochmal Menschen zu vertrauen, aber sie hat einen Hang zur Philosophie genau wie ich. Und mein Lehrer mag sie und bekanntlich mag er mich auch und irgendwie hat er uns "zusammen gebracht". Also naja, es hat wohl seinen Sinn. vielleicht ist es sogar bestimmung, falls es sowas gibt. Ich fühl mich auch gerade schlecht, dass ich sie nie vorher erwähnt habe, aber irgendwie war ich zu sehr mit den schlechten Dingen in meinem Leben beschäft. Ich verlor eben den Blick für die guten Dinge, egal ob momentan oder langanhaltend.
Apropo langanhaltend, meine (ehemals?) beste Freundin versucht gerade wieder netter zu mir zu sein. Die Frage ist nur: Wieso? weil sie bald geburtstag hat und wir da zusammen in den Urlaub fahren? Wahrscheinlich. Ich glaub nicht daran, dass es irgendwen interessiert wie es mir geht. Zumindest nicht von denen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen