Dienstag, 13. November 2012

The past had made her blind to the way she'd turned the pain into a way of life.

Ich bin in dieser Phase. Ihr kennt diese Phasen bestimmt. Mein Bett ist meine Höhle, die mich schützt vor der bösen Welt dadraußen. Die Wärme, der Decke erdrückt mich zwar, aber sie sorgt dafür, dass ich nicht auseinanderfalle, während die Vergangenheit mich einholt. Die Vergangenheit, die an mir hochkriecht und jeden Centimeter Haut ergreift. Ich versuche die Schatten abzustreifen, versuche mich von Ihnen zu befreien, doch ist es unmöglich. Wie bei Einnahmen von starken Schmerzmitteln, wie die kleinen Käfer, die man plötzlich auf der Haut spürt, liegen diese Schatten auf mir. Sie kitzeln nicht, sie lachen unaufhörlich. Sie lachen ganz leise, beinahe flüsternd. Die Decke dumpft das Kichern. Ich fliehe kurz aus meiner Decke um euch zu sagen, dass ich nich tot bin, nicht tot in dem lebendigen Sinne. Sondern tot im lebhaften Sinne. Manchmal muss man sein Leben zurückstellen, um seine Persönlichkeit zu retten. Was aber rettet man, wenn man das Leben nicht will und die Persönlichkeit längst nichts mehr wert ist? Sein Herz, das benarbenste Organ, das die großen Schmerzen erleidet, die Gefühle erst entwickelt. Das einzige, was man dann noch erhalten, noch retten kann. Die Decke wärmt mich, lässt mich kalt. Sie schützt mich, ist aber zu weich dafür. Ich liege unter ihr, dachte ich wäre ein gefühlsloser Stein, dabei bin ich aus festem Sand und bei jedem Steinschlag bröckelt ein anderer Teil von mir, aber niemals erreiche ich den Zustand an dem ich mich wieder vergrößern kann. Ich bleibe klein, unwichtig, bedeutungslos. Solange bis ich nur noch der letzte Sandkorn bin, der irgendwo im Wind verflieht, während ihn solange alle für Selbstverständlich gehalten haben.
"Sometimes I remember the darkness of my past, Bringing back these memories I wish I didn't have. Sometimes I think of letting go and never looking back, And never moving forward so there'd never be a past."

3 Kommentare:

  1. Ich kenne dieses Gefühl, welches du hier in Worte gefasst hast. Leider kenne ich es zu gut. Das Bett ist der einzige Retter und doch gleichzeitig das, was niemals schützen wird.

    Liebe Grüße
    Emaschi

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  2. was für ein großartiger text
    von anfang bis ende.
    von der ersten zeile
    bis zum schmerzhaften ende
    deines textes.

    solche phase
    ist schön
    und grässlich zu gleich.
    erdrückend
    und so weich zu gleich.
    voller geborgenheit
    und hass zu gleich.
    voller tod
    ohne leben.

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  3. pass auf dich auf, ich bitte dich.
    lass uns einen tee zusammen trinken, wir haben beide einen nötig.

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