Freitag, 1. Februar 2013

Cos all the while I’m thinking about us

"Darf ich?", fragt er und zeigt auf den leeren Stuhl neben mir.
"Wenn du willst, gerne." Ich lächele, denke darüber nach, ob ich nervös sein müsste. Es ist nur Maxi. Aber in letzter Zeit, in den letzten Tagen ist da viel Maxi.
"Worüber denkst du nach?", fragt er und beobachtet mich genau.
"Über dich.", ruscht es mir raus. Er sieht mich an, ich schaue zurück. Einatmen, ausatmen. Dunkelheit. In jenem Moment fällt der Strom aus. Wir sitzen im Raum 103 und haben kein Strom. Es ist auch kein Licht in den Umliegenden Häusern zu sehen. Herr A. kommt rein und ruft: "Mädels, Achtung! Wenn ihr neben Jungs sitzt, könnten die das ausnutzen". Unwillkürlich muss ich lachen. Herr A. schaut sich um, versucht die Leute zu erkennen. Um 8 Uhr morgens ist es bei uns nie hell. Es regnet und große Wolken verdecken die Helligkeit. "Maxi, was machst du denn hier?", ruft Herr A. erschrocken, "ich hätte gedacht du schwänzt, immerhin hast du nur Philo heute." Verwundert aber erfreut, erscheint Herr A. "Ich kann auch wieder gehen, wenn Sie wollen", entgegnet er. "Denise, was sagst du dazu? Soll Maxi gehen?". Lautes Schlucken, tiefes Atmen. Warum bekomme ich eigentlich immer diese komischen Fragen gestellt, vorallem zu den unpassendsten Momenten. "Nee, ich finde er sollte genau da bleiben, wo er ist", sage ich schließlich mit einem Lächeln auf den Lippen. Ja, er sollte da bleiben. Hier neben mir, als Freund. Er macht mir unabdingbar gute Laune und das widerum hilft mir vom Blut fern zu bleiben.
"Ich wär übrigens auch nicht gerne gegangen", flüstert er mir zu, während meine Gedanken eigentlich weit weg bei Kant sein sollten.
Nach der Lesephase, stelle ich ein Schaubild zusammen, welches Maxi einfach abschreibt, bis ihm ein Fehler auffällt. "Da stimmt was nicht. Das muss so". Er zeichnet den Pfeil in die andere Richtung. Herr A. schreckt auf. "Oh mein Gott. Mit dem Stromausfall ging auch die Erleuchtung von Denise." Er lacht. "Sie strahlt doch immernoch.", murmelt Maxi. Ich konzentriere mich auf Kant und sehe meinen Fehler ein. Und dabei ist das Lächeln auf meine Gesicht. Und es fühlt sich gut an.
"Ach, übrigens glaube ich, dass wir für den Stromausfall gesorgt haben. Bei den Funken", er lacht und geht aus dem Raum.

2 Kommentare:

  1. Er scheint dir gut zu tun, das freut mich. Behalte dein Lächeln, es ist so unsagbar wertvoll. Bewahr dir am besten ein paar für schlechte Zeiten auf, ansonsten komme ich vorbei und bleibe so lange da bis Du wieder lachst.

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  2. es ist schön zu lesen, das er dir gut tut.
    und ich hoffe er und das Lächeln bleiben!

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